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10.01.2021 / Allgemein

„Hat leider nicht mehr zum Punkt gereicht“

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte blieben große Tormöglichkeiten zunächst aus. Weil aber Marvin Ducksch einen direkten Freistoß verwertete und im zweiten Durchgang noch einmal erhöhte, liefen die Lilien gegen die zweitbeste Defensive der Liga einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Doch die Blau-Weißen bissen sich in die Partie und belohnten sich mit dem Ausgleichstreffer - zu wenig allerdings, um am Böllenfalltor zu punkten. Nach Abpfiff zeigten sich die Lilien entsprechend enttäuscht über das Ergebnis. sv98.de fasst alle Aussagen nach der 1:2-Niederlage des SV 98 gegen Hannover 96 zusammen.

Foto: Joaquim Ferreira

Kenan Kocak:
Erst einmal ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir wussten, dass wir heute auf eine der spielstärksten Mannschaften der Liga treffen. Wenn wir keinen guten Plan gehabt hätte, hätte es brenzlig werden können. Wir haben aber in der ersten Halbzeit bis auf eine Aktion nichts zugelassen. Mit Marvin Ducksch haben wir dann eine Riesenchance und gehen später in Führung. Nach guten Minuten in der zweiten Halbzeit bauen wir unsere Führung aus, versäumen es aber, das dritte Tor zu machen. Nach den Wechseln des Gegners hatten wir ein paar Probleme und haben unsere Kompaktheit verloren. Es war schwer, gegen Aaron Seydel und Felix Platte zu verteidigen. Aber die Mannschaft hat sich gewehrt und ich bin froh über die drei Punkte.

Markus Anfang:
Im ersten Durchgang war es eine ausgeglichene Partie. Wir hatten sehr viele Möglichkeiten, die Bälle über die Kette des Gegners zu spielen, haben das aber nicht gut hinbekommen. Wir hatten auch viele gute Räume, doch haben uns im vorderen Bereich nicht durchsetzen können. Das Freistoßtor zeigt dann die Qualität der Hannoveraner, die zahlreiche Spieler mit Bundesliga-Erfahrung in ihrem Kader haben. Vor dem 2:0 setzen wir uns selbst unter Druck und machen den Fehler im Aufbauspiel. Danach haben wir es angepackt und nach vorne gespielt. Durch den Doppelwechsel hatten wir in der Offensive mehr Durchschlagskraft, mehr Ballbesitz und konnten die Bälle vermehrt in den Sechzehner spielen. In der Phase nach dem Anschlusstreffer müssen wir den Ausgleich erzielen, welcher verdient gewesen wäre. Es ist vor allem ärgerlich, dass wir in der ersten Halbzeit nicht das gespielt haben, was wir spielen können. Insgesamt war es von der Zielstrebigkeit heute zu wenig. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Hannover 96 eine Top-Mannschaft der Liga ist.

Immanuel Höhn:
Wir haben in der ersten Halbzeit zwar keine großen Torchancen gehabt, aber auch nichts zugelassen. Insgesamt hätten wir aber noch mehr Energie in das Spiel bekommen müssen, um noch gefährlicher zu werden. Das haben wir erst im Laufe der zweiten Halbzeit geschafft. Das 0:1 war ein super Freistoß, das mussten wir hinnehmen und weitermachen. Ich habe heute eine Mannschaft gesehen, die mit Leidenschaft und Mentalität auf dem Platz sind und auch nach dem 0:2 noch Punkte einfahren wollte. Leider hat es zum Schluss nicht mehr dafür gereicht.

Marcel Schuhen:
Beide Mannschaften haben sich lange neutralisiert, beide Teams wollten zwar pressen, das hat aber nicht so gut funktioniert. Das 0:1 fällt dann durch den feinen Freistoß, ärgerlich, aber so etwas kann passieren. Wenn man den Anspruch hat, die Dinge spielerisch zu lösen, dann kann auch einmal etwas schief gehen. Das ist heute vor dem 0:2 passiert, aber man muss auch sehen, wie viele Situationen wir sonst so auflösen können. Danach hatten wir nichts mehr zu verlieren und am Ende hätten wir sogar einen Punkt verdient gehabt. Nach der Einwechslung von Aaron und Felix haben wir sehr hoch gestanden und es mit langen Bällen probiert, die Hannover nur schwer verteidigen konnte und nicht mehr wirklich groß hintenheraus gekommen ist. Schade, dass es nicht mehr zu einem Punkt gereicht hat. Trotzdem sind wir absolut von unserer Qualität überzeugt und das war heute auch in den letzten 35 Minuten absolut zu sehen. Wir glauben an uns.

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