FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Zweimal zurückgelegen, zweimal ausgeglichen und am Ende fast noch den Dreier mitgenommen: Mit 3:3 (0:1) trennen sich die Lilien von Union Berlin. Trotz des bitteren Ausgleichs zeigten die Lilien ganz viel Moral und Kampfgeist.
Das 15. Saisonspiel führte die Lilien nach Berlin an die Alte Försterei, wo die Frings-Elf von der ersten Minute an mutig zu Werke ging. Ein Beleg dafür war Hollands Schuss mit dem schwächerem Rechten aus knapp 16 Metern zentraler Position, der sein Ziel jedoch verfehlte (4. Min). Nichtsdestotrotz war der Mannschaft der Wille, den Bock heute umzustoßen, deutlich anzumerken.
Im Laufe der ersten Viertelstunde neutralisierten sich beide Mannschaften dann weitestgehend. Die erste Torannäherung von Union Berlin resultierte aus einem Freistoß aus dem Halbfeld, doch SV98-Keeper Stritzel begrub Pedersens Kopfball aus kurzer Distanz unter sich (19. Min). Der Tabellendritte kam mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie und hatte in Person von Gogia die nächste Gelegenheit (22. Min). Die Lilien-Defensive um Torwart Stritzel war nun mehr und mehr gefordert, hielt aber in einer kampfbetonten Partie gut dagegen. Der SV 98 machte die Räume für den Hauptstadtklub weiter eng, kam offensiv allerdings selbst nicht zwingend vor das Union-Tor.
Fünf Minuten vor der Pause dann der Schock für die Lilien: Unions Pedersen ließ an der linken Außenbahn Freund und Feind stehen und legte im Sechzehner für Prömel auf. Dessen Schuss fand irgendwie den Weg zur 1:0-Führung für die Eisernen über die Linie. Bitter für die Lilien!
Kurz vor der Pause dann die dicke Möglichkeit für die Gäste zum Ausgleich. Sulus Hereingabe aus dem Halbfeld landete auf dem Kopf von Boyd, der Union-Keeper Busk zu einer Glanzparade zwang (42. Min). Jetzt ging es Schlag auf Schlag und diesmal war es Sirigu, der mit einer blitzsauberen Grätsche das 0:2 der Gastgeber verhinderte (44. Min). So ging es nach 45 intensiven Minuten für die Lilien mit einem knappen Rückstand in die Halbzeitpause.
Die Lilien kamen mit viel Elan aus der Kabine und waren um eine schnelle Antwort bemüht. Diese sollten sie in der 51. Minute finden: Steinhöfers Schuss von der Strafraumkante leitete Kamavuaka in einer undurchsichtigen Situation auf Boyd weiter und die Sturmspitze versenkt den Ball frei vor Busk zum Ausgleich. Es war wieder alles drin!
Doch nur sieben Zeigerumdrehungen später bekam der SV 98 die nächste kalte Dusche: Sulu soll einen Freistoß vom linken Flügel mit dem Arm geklärt haben – Fehlentscheidung. Strafstoß für die Eisernen: Polter bedankte sich für diese Gelegenheit und hämmerte den Ball zum 2:1 aus elf Metern unter den Querbalken (58. Min).
Doch wieder reagierten die Lilien prompt: Steinhöfer flankte von der rechten Seite maßgenau in die Mitte, wo Terrence Boyd förmlich in der Luft stand und den Ball mit dem Kopf aus elf Metern über die Linie drückte (61. Min). Der erneute Ausgleich!
Beide Mannschaften agierten nun mit offenem Visier. Die Lilien drückten auf die Führung und belohnten sich nur fünf Minuten später: Mehlem legte sich den Ball im Sechzehner an Trimmel vorbei und wurde vom Berliner Außenverteidiger klar gelegt – Elfmeter für die Lilien! Der kurz zuvor eingewechselte Kempe nahm sich der Sache an und knallte den Ball humorlos in die Tormitte zum 3:2. Was für ein Comeback von Kempe!
Nach einer turbulenten Viertelstunde nahm sich die Partie erst jetzt wieder eine kleine Auszeit. Die nächste große Gelegenheit hatte wieder der Tabellendritte, doch Stritzel klärte den wuchtigen Polter-Kopfball mit einem starken Reflex (76. Min). Und so brachen langsam aber sicher die letzten zehn Minuten der Begegnung an. Die Lilien verteidigten kompakt und lauerten auf den alles entscheidenden Konter. Die Angriffe der Eisernen prallten ein ums andere Mal an der SV98-Defensive ab. Es folgte die 94. Minute: Nach einem Eckball der Berliner klärte Holland den Ball auf der Linie, köpfte bei seiner Rettungsaktion aber Mitspieler Rosenthal an, von dessen Kopf der Ball ins Netz sprang – 3:3. Der späte Nackenschlag für die Lilien! Der SV98 verpasste damit nach einer großartigen Leistung in allerletzter Sekunde den zweiten Auswärtssieg der Saison.