„Victor durchlebt gerade eine sehr schwere und traurige Phase. Mit dem Jubel wollten wir ihm Kraft geben und ihm zeigen: Wir sind für dich da, wir sind dein Team“, verriet Skarke am Mittwochnachmittag über diese besondere Widmung des ersten Lilientreffers beim 4:0-Auswärtserfolg bei Greuther Fürth. Allein diese Szene ist ein Abbild dieser Darmstädter Mannschaft. Eine Mannschaft des gelebten Teamgeistes. Sie zeigt es im Training. Sie zeigt es neben dem Platz, aber auch mit Aktionen wie diesen. Das Herz der Lilien? Es sitzt am rechten Fleck. Daran konnten auch bittere Niederlagen, zahlreiche Rück- sowie Nackenschläge nichts ändern. Die Enttäuschung und die Wut vor allem nach den jüngsten Pleite gegen den HSV und zuvor gegen die Fortuna waren groß. Zwei Leistungen, die vier Punkte verdient hätten – drei in Düsseldorf, einen gegen Hamburg. „Wir brauchen das Gefühl, dass wir Spiele gewinnen können. Und das haben wir nach wie vor“, betonte Markus Anfang.
Mit Herz, Leidenschaft und Mut
Von ihrem Weg lassen sich die Lilien nicht abbringen. Zu überzeugt sind sie von der Spielidee und ihrem eigenen Auftreten. Die Ergebnisse werden noch folgen. So lautete er, der einhellige Tenor aller Blau-Weißen auch nach Rückschlägen zueltzt. Und sie sollten Recht behalten. 4:0, auswärts bei einem Top-Team der 2. Bundesliga, beim Tabellenzweiten. Ein Statement. Und die Mannschaft lebt – nach wie vor. Der wichtigste Muskel im Körper des Menschen – leicht links versetzt liegt er schräg hinter dem Brustbein – er schlägt. Und zwar ununterbrochen. „Ein riesengroßes Kompliment an die Mannschaft für das Auftreten heute nach den Nackenschlägen zuletzt“, betonte Immanuel Höhn nach dem Schlusspfiff am Ronhof. „Kompliment für diese Leidenschaft und diesen Mut, wie wir unseren Stiefel weiter runtergespielt haben“, so der Innenverteidiger des SV 98 weiter.