FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nein, einfach war die vergangene Woche nicht. Ganz im Gegenteil. Allein die deftige Heimniederlage gegen den Hamburger SV abzuschütteln und hinter sich zu lassen, wäre schon Kraftakt genug gewesen. Doch dann auch noch Corona. Das Virus dezimierte kurzerhand das Trainerteam der Lilien. Plötzlich schrumpfte der Lilien-Staff um zwei wichtige Köpfe. Der Chefcoach und sein Co-Trainer: Erkrankt, in Hannover nicht dabei. Eine ungewohnte, schwierige Situation. Wenn aber diese Saison eines gezeigt hat, dann dass sich die Darmstädter vor keiner Herausforderung verstecken. Vielmehr beweisen sie immer wieder, dass sie das Herz am richtigen Fleck, Charakter und die nötige Moral für genau solche schwierigen Momente haben.
Bestens zu beobachten war dies beim 2:2 in Hannover. Herrschte bei den Lilien noch bis Mitte der vergangenen Woche aufgrund des verloren gegangenen Heimspiels gegen den HSV gedämpfte Stimmung, war davon in der HDI-Arena nichts mehr zu spüren. Spielerisch zwar nicht immer fehlerfrei, aber jederzeit mit der nötigen Verve und Leidenschaft. Gerade nach Niederlagen sei es ein „ungeschriebenes Gesetz“ im Fußball, im Spiel darauf punkten zu müssen, erklärte der sich in Quarantäne befindliche Torsten Lieberknecht in einer Videokonferenz gegenüber den virtuell zugeschalteten Journalisten am Montagmittag (14.2.).
„Guter und wichtiger Punkt“
Dies geschah unter kniffligen Voraussetzungen und gegen einen mit Hannover 96 qualitativ guten Gegner, der sich spätestens nach dem Trainerwechsel auf klarem Nichtabstiegskurs befindet und punktemäßig auf einem Weg, der seinem tatsächlichen Leistungsniveau entspricht. Da tut so ein Auswärtszähler natürlich gut. „Mit Blick auf die vielen Baustellen, die wir zu bewältigen hatten, fahren wir nach einer gut gezeigten Moral mit einem Punkt zufrieden nach Hause“, erklärte Kai Peter Schmitz auf der Pressekonferenz nach der Partie. Er übernahm in der HDI-Arena zusammen mit Dimo Wache, Christopher Busse und Pascal Pellowski die Leitung für Lieberknecht, der genau wie Ovid Hajou die Partie in den eigenen vier Wänden verfolgte. Und egal, ob in Hannover oder in Darmstadt: Das Fazit fiel gleich aus. Auch der Cheftrainer betonte: „Es war ein guter und wichtiger Punkt für uns. Gerade unter erschwerten Bedingungen ist es uns zum wiederholten Male gelungen, uns sehr stabil zu zeigen.“
Dass die Lilien über eine solche Stabilität verfügen, zeigte sich nicht erst in Hannover. Schon in der mitunter schwierigen Sommervorbereitung, aber auch zum corona-geplagten Saisonstart oder allgemein nach Niederlagen demonstrierten die Südhessen stets ihre charakterliche Stärke. „Wir beweisen schon die ganze Saison, dass unsere Einstellung stimmt und der Teamgedanke bei uns großgeschrieben wird“, verdeutlichte Fabian Holland. Was natürlich aber nicht heißen soll, dass beim 2:2 in Hannover alles glatt lief. Nicht immer sei der Fußball der Lilien in dieser Partie schön anzusehen gewesen, so der Kapitän. Doch Kampfgeist und Leidenschaft stimmten. Lieberknecht: „Man hat gesehen, dass das ein oder andere noch schwergefallen ist. Doch am Sonntag ging es darum, wie wir uns präsentieren und nach der Niederlage zeigen.“
40 Punkte nach 22 Spieltagen
Die Reaktion also, sie stimmte. Eine Antwort, die dafür sorgte, dass die Lilien mit dem einen Zähler aus Hannover die 40-Punkte-Marke knackten. Und das bereits am 22. Spieltag. Ein Umstand, den es zu diesem frühen Zeitpunkt so schon lange nicht mehr am Böllenfalltor gab. Selbst 2014/15 gelang es erst einen Spieltag später, diese Marke zu durchbrechen. „Ich denke, dass wir froh über die aktuelle Situation sein können und darüber, bereits jetzt 40 Punkte gesammelt zu haben“, freute sich Holland.
Doch klar sei laut dem Kapitän der 98er vor allem aber auch, „dass wir uns damit nicht zufrieden geben und bestenfalls so viele Spiele wie möglich gewinnen möchten.“ Genau diese Einstellung gilt es, am kommenden Sonntag (20.2., 13.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock zu zeigen. Vor allem mit den blau-weißen Basistugenden Herz, Haltung und Charakter.