Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hatte gestern (07.05) zunächst mitgeteilt, dass das Halbfinale und Finale im Hessenpokal vorerst auf Juli und damit die neue Saison verschoben worden ist. Der SV Darmstadt 98 war als feststehender Finalteilnehmer entgegen der Darstellung in der Pressemitteilung in diese Entscheidungsfindung nicht eingebunden. Dass der SV 98 unter keinen Umständen bereit ist, diese Verschiebung hinzunehmen, hatte der Verein bereits gestern gegenüber dem Verband unmissverständlich deutlich gemacht.
Zuvor hatte sich nämlich der HFV bei einer Sitzung am vergangenen Donnerstag (02.05) unter Leitung von Präsident Rolf Hocke in Grünberg zusammen mit den beteiligten Vereinen Kassel, Wiesbaden und Darmstadt einvernehmlich auf eine Ausrichtung des Finals auf neutralem Ort am 21. Mai verständigt. Der HFV hatte am Montag (06.05) diesen Termin noch einmal per offizieller Pressemitteilung mit Verweis auf einen angeblichen Präsidiumsbeschluss bestätigt, aber entgegen der satzungsmäßigen Vorgaben das Stadion des SV Wehen Wiesbaden als Endspielort festlegen wollen. Auch hier hat sich der SV 98 unverzüglich gegen diesen Spielort ausgesprochen, sofern der SV Wehen Wiesbaden das Endspiel erreicht.
Rüdiger Fritsch, Präsident des SV 98: "Im Hinblick auf diese Vorgeschichte war die gestern getroffene Entscheidung des HFV aus unserer Sicht völligst unverständlich. Die Verschiebung der Finalspiele auf die neue Saison widersprach jeder Fairness, jedem Sportsgeist und jeder satzungsmäßigen Vorgabe. Wir sind froh, dass der Verband unseren Argumenten gefolgt ist und das Finale auf den 21. Mai in einem neutralen Stadion gelegt hat."