FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Als Dirk Schuster seinen gewohnten Platz im Pressekonferenzraum einnahm, waren noch keine 24 Stunden seit seiner ligaunabhängigen Vertragsverlängerung vergangen. Doch trotz des kurzen Zeitfensters kreisten die Gedanken des Cheftrainers längst wieder um eine ganz andere Thematik. Der 50-Jährige macht schnell deutlich, dass der komplette Lilien-Fokus auf dem kommenden Auswärtsspiel in Regensburg liegt, wo der SV 98 einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen möchte.
„Es nötigt uns sehr viel Respekt ab, wie die Regensburger durch die Saison gegangen sind“, erklärte Schuster mit Blick auf die hervorragende Tabellenposition des SSV Jahn, der das große Saisonziel Klassenerhalt bereits am 31. Spieltag finalisieren konnte. Nicht zuletzt aufgrund der Konstanz, mit der die Donaustädter in dieser Spielzeit agieren, rechnet Schuster mit einer „sehr intensiven Partie“ und einem „ganz dicken Brett“, das die Lilien beim letzten Auswärtsspiel der Saison vorgesetzt bekommen.
Zudem verdeutlichte der Fußballlehrer, welche Eigenschaften im Spiel seiner Mannschaft gegen den Aufsteiger gefragt sein werden. „Es wird ganz wichtig sein, die Fehlerquote in der eigenen Hälfte und der sensiblen Zone zu minimieren. Wir müssen speziell bei eigenem Ballbesitz hochkonzentriert sein und sehr verantwortungsvoll Fußball spielen“, erklärte Schuster angesichts der Tatsache, dass der Jahn seine Gegner im gesamten Spielverlauf „nie zur Ruhe kommen lässt.“
"Alle brennen auf ihren Einsatz"
Doch neben den „vielen Stärken“, die Schuster und sein Trainerteam bei der Analyse der Regensburger festgestellt haben, kristallisierten sich für den Cheftrainer auch Ansätze heraus, wo der aktuelle Tabellenfünfte „verwundbar“ sein könnte. Wo genau diese eventuellen Schwachstellen liegen könnten, darüber gab der gebürtige Chemnitzer naturgemäß aber keine Auskunft.
„Wir wollen unsere Leistung abrufen, unser Spiel durchdrücken und in Regensburg punkten“, formulierte Schuster viel lieber eine klare Zielsetzung für den Sonntagnachmittag, machte aber auch noch einmal deutlich, dass seine Mannschaft „kämpferisch alles abrufen muss, um dagegenzuhalten.“
Konkrete Überlegungen, mit welcher Startformation die Lilien dieses Vorhaben angehen werden, sprach Schuster zwar nicht aus, der ehemalige Nationalspieler zeigte sich aber sehr zufrieden mit dem Konkurrenzkampf, den er innerhalb der eigenen Reihen vorfindet: „Alle brennen auf ihren Einsatz. Da haben wir ein bisschen die Qual der Wahl, die erfolgversprechendsten Elf auf den Platz zu schicken.“
"Sind gut beraten, den Fokus auf uns zu richten und im Tunnel zu sein"
Verzichten muss Schuster bei seiner Auswahl lediglich auf Peter Niemeyer (Trainingsrückstand) und Baris Atik (Einriss im Syndesmoseband). Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Slobodan Medojevic (muskuläre Probleme), der bislang noch nicht mit der Mannschaft trainieren konnte.
Begleiten werden die Lilien nach Regensburg von rund 2000 Fans, die das gesamte Gästekontingent für die Partie ausgeschöpft haben und während der 90 Minuten höchstwahrscheinlich auch hin und wieder auf die Ergebnisse der acht Parallelpartien des 33. Spieltags schielen werden. Um die geballte Ladung an Resultaten und Blitztabellenständen in dieser Saisonphase weiß auch Schuster, ohne diesem Umstand eine große Bedeutung zuzumessen: „Wir werden am Rande informiert sein. Aber wir sind gut beraten, den Fokus auf uns zu richten und im Tunnel zu sein.“
Schuster selbst war in diesen Tunnel bereits am Freitagmittag geschlüpft. Unbeeindruckt von Vertragsverlängerungen oder möglichen Rechenspielen – sondern geleitet vom Fokus auf die bevorstehende Aufgabe in Regensburg.