FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Die Bettdecke hochziehen, einfach liegen bleiben, sich keine Gedanken über den Vortag machen. Diese Gedankengänge dürften viele Lilien am Samstagmorgen gehabt haben. Egal ob Spieler, Verantwortliche oder Fans. Und trotzdem absolvierten die Akteure des SV 98 wenig später die erste Einheit nach dem Bochum-Spiel, trotzdem hallten Dirk Schusters Rufe über den Trainingsplatz und trotzdem waren Anhänger zum Bölle gekommen. Weil Niederlagen zum Fußball gehören. Und wieder Aufstehen zum SV Darmstadt 98.
Als Paradebeispiel für diesen Charakterzug der Lilien diente Fabian Holland. In der 70. Minute war dem Linksverteidiger ein Eigentor unterlaufen, das schlussendlich die Niederlage im Ruhrgebiet besiegelte. Das schlechte Gefühl über diese Szene war Holland auch am Tag danach deutlich anzumerken, trotzdem trat der 27-Jährige am Samstag vor die Journalisten. "Wenn es gut läuft, ist es einfach, Fußballprofi zu sein. Wenn es nicht läuft, zeigt sich, was man für ein Typ ist."
Und so sorgt die Situation rund um das Böllenfalltor zwar dafür, dass "das Selbstvertrauen nicht so groß ist", wie Holland zugibt, er und seine Teamkollegen aber trotzdem "weiterarbeiten und abliefern" müssen.
"Sind selbst schuld, dass wir trotzdem mit leeren Händen dastehen"
Zumindest defensiv war das dem SV 98 auch in Bochum über 60 Minuten hervorragend gelungen. Bis paradoxerweise nach der eigenen Führung ein "zehnminütiger Blackout" eintrat, wie Holland am Samstag die Zeitspanne nach dem 1:0 durch Romain Brégerie nannte. Cheftrainer Dirk Schuster hatte bereits nach Abpfiff von "Chaos-Minuten" gesprochen, die seine Mannschaft "durch eigene Fehler einleitete."
Eine genaue Erklärung für diesen Bruch in der bis dahin tadellosen Abwehrarbeit vermochten die Beteiligten noch nicht abzugeben, das Resultat der eigenen Fehler ließ sich aber relativ simpel zusammenfassen: "Wir hatten alle Trümpfe in der Hand und wir sind selbst schuld, dass wir trotzdem mit leeren Händen dastehen", brachte Yannick Stark auf den Punkt, was die Zuschauer an der Castroper Straße zuvor gesehen hatten.
"Immer wieder aufstehen"
Eben diese leeren Hände hatten auch Schuster ein "schlechtes Gefühl und eine frustrierte Heimfahrt" beschert, dem Cheftrainer aber auch sofort die nächsten Schritte auf dem Weg zum Klassenerhalt aufgezeigt: "Wir werden weiter arbeiten, noch mehr Gas geben und das richtige aus dem Spiel lernen. Wir werden die Jungs wieder aufbauen und den Glauben vermitteln, dass wir unser Ziel erreichen."
Den ersten Schritt dazu waren die Lilien bereits am Samstag gegangen. Beim Verlassen der eigenen vier Wände und der Konfrontation mit dem Vortag. "Wir müssen immer wieder aufstehen", verdeutlichte dann auch Holland noch einmal. Der Mann, der nur wenige Stunde zuvor selbst noch enttäuscht auf dem Rasen im Ruhrstadion gelegen hatte.