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28.05.2020 / Allgemein

„Jeder Sieg macht uns nur noch hungriger“

Das dritte Spiel binnen sechs Tagen steht vor der Tür: Am Freitag empfangen die Lilien im heimischem Merck-Stadion am Böllenfalltor die SpVgg Greuther Fürth (29.5./18.30 Uhr). Einen Tag zuvor fand die obligatorische Pressekonferenz mit Dimitrios Grammozis statt. Der Cheftrainer thematisierte die Gründe der vielen Startelfwechsel, gab seine Analyse zum kommenden Gegner ab und warf einen Blick auf die Personallage beim SV 98.

…über die vergangenen beiden Partien:

Die letzten beiden Spiele waren sehr intensiv und kräftezehrend. Es ging rauf und runter. Beide Gegner haben uns alles abverlangt. Auch wenn die Ergebnisse klar aussahen, mussten wir viel investieren. Die Regenerationszeit nach dem Aue-Spiel ist daher nicht optimal. Doch mit einem Sieg im Rücken fällt es natürlich immer leichter, sich auf das nächste Duell vorzubereiten. Die Jungs hatten gestern die Möglichkeit, sich auszuruhen. Damit wir heute und vor allem morgen alles in die Partie werfen können, um die drei Punkte hierzubehalten. Ich muss an dieser Stelle dem ganzen Kader, dem Staff und allen, die gegen St. Pauli und in Aue dabei waren, ein großes Kompliment machen. Man sieht, dass wir gerade in den letzten Wochen noch enger zusammengewachsen sind. Die Stimmung ist gut. Uns Fokus liegt nur darauf, von Spiel zu Spiel zu denken und alles rauszuhauen. Das wollen wir auch gegen Fürth wieder machen und nicht nachlassen. Wir dürfen trotz der Punktezahl nicht glauben, dass wir darauf ausruhen können. Wir wollen bis zum Ende der Saison so viele Siege wie möglich einfahren. Außerdem ist es unser Ziel, die bisher erfolgreich verlaufende Englische Woche auch erfolgreich zu Ende zu spielen.

…zum kommenden Gegner:

Die Stärken von Greuther Fürth liegen in ihrer Technik sowie in ihren individuellen Qualitäten. Gerade in der Offensive haben sie Spieler, die qualitativ sehr gut sind. Sie haben vielen Mannschaften in dieser Saison bereits wehgetan – zuletzt hat es Hamburg zu spüren bekommen. Fürth ist jederzeit torgefährlich und variabel in der Offensive. Sie sind im Kombinationsspiel aber auch mit langen Bällen gefährlich. Es wird für uns wieder – wie in den letzten beiden Spielen auch – eine große Herausforderung. Aber wir freuen uns drauf. Denn wir spielen zuhause und die Jungs haben ein gutes Gefühl. Das wollen wir gegen einen starken Gegner mitnehmen.

…zum Personal:

Fabian Holland wird heute wieder mittrainieren. Das Baby trägt nicht dazu bei, dass er mental abfällt (lacht). Ganz im Gegenteil. Ich denke, dass er vielmehr die Glücksgefühle mitnehmen wird. Deswegen kann er sich ohne Probleme in die gute Stimmung, die im Moment bei uns herrscht, eingliedern. Bei Felix Platte müssen wir dagegen abwarten, wie er das heutige Training verkraftet. Seine Rippe macht mehr Probleme als die Kopfverletzung, die er sich im Spiel gegen St. Pauli zugezogen hat. Ansonsten gibt es keine Neuigkeiten. Die Langzeitverletzten Mathias Wittek und Immanuel Höhn sind beide nach wie vor auf einem guten Weg. Deswegen wird es für uns als Trainerteam wieder viel Kopfzerbrechen geben, wenn es um den Kader und die erste Elf geht. Wir werden heute das Training abwarten und dann entscheiden.

…über eine erneute Rotation am Freitag:

Wir haben vor allem im Offensivbereich viele Optionen. Aber auch ein Sebastian Hertner hat beispielsweise durchaus gezeigt, dass er für das morgige Spiel wieder eine Option sein kann. Wichtig ist mir aber, dass alle Jungs fokussiert bleiben. Wir sind weiter heiß und motiviert. Jeden Sieg, den wir einfahren, macht uns nur noch hungriger. Diese Gier möchte ich morgen wieder auf dem Platz sehen.

…darüber, warum nicht schon vor der Corona-Pause häufiger rotiert wurde:

Dass wir schon vor der Corona-Unterbrechung hätten mehr rotieren müssen, ist im Nachgang immer einfach zu sagen. Man muss berücksichtigen, dass wir erst seit den letzten Wochen wieder einen vollen Kader zur Verfügung haben. Gerade in der Offensive sind alle Spieler fit. Wir haben daher erst jetzt die Möglichkeiten zu tauschen. Als Trainer muss man ein Gefühl dafür mitbringen, welcher Spieler zu welchem Gegner passt und zu welcher Zeit er einsatzbereit ist. Braydon war beispielsweise auch länger raus und hat Zeit gebraucht, um sich wieder in die Mannschaft zu kämpfen. Unser großer Kader trägt zu den erfolgreichen Ergebnissen bei. Ich stehe aber zu den Personalentscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben. Doch alles was war, ist egal. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet und wollen dieses Gefühl mitnehmen. Darauf liegt unser Fokus.

…über das Hinspiel in Fürth:

Wir wollen ein anderes Gesicht als im Hinspiel zeigen, ganz klar. Morgen werden wir gegen einen Gegner nichts geschenkt bekommen, der hochmotiviert auflaufen wird. Wir werden uns der Aufgabe stellen. Ich blicke dem Spiel aber positiv entgegen, weil die Mannschaft – das KSC-Spiel ausgeklammert – gezeigt hat, dass sie heiß ist und nach vorne will. Dennoch haben wir zu dieser Phase in der Hinrunde und gerade gegen Fürth nicht überzeugt. Deswegen war auch die Kritik der Fans damals verständlich. Ich selbst kann diesen Druck aber gut aushalten, auch wenn die Ergebnisse natürlich sehr wichtig sind. Aber wir haben damit gerechnet, dass es auch mal solche Phase in einer Saison geben wird. Doch trotz solcher Spiele wie in Fürth haben wir uns immer wieder aufgerappelt. Wir haben weiter an unseren Weg geglaubt und uns dafür belohnt.

…über die geknackte 40-Punkte-Marke:

Ich bin sehr glücklich, dass wir diese Marke erreicht haben – gerade im Hinblick darauf, wie die Saison verlaufen ist und wie viel Energie jeder investiert hat. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, fällt ein gewisser Ballast ab. Wir sehen an jedem Spieltag, wie ausgeglichen diese Liga ist und wie schwierig es ist, jede Woche drei Punkte zu holen. Daher kann man schon ein bisschen stolz sein, dass wir diese Marke bereits zu diesem Zeitpunkt erreicht haben. Doch wir haben gestern genug Zeit gehabt, uns darüber zu freuen. Ab heute freuen wir uns darauf, jedes kommende Spiel zu genießen. Morgen hätte ich unsere Fans daher gerade in dieser Phase gerne im Stadion gesehen. Doch wir wollen für sie vor den Bildschirmen wieder eine tolle Leistung zeigen und weiter die Liga aufmischen.

… zum Aufstiegsrennen:

Ich finde es schön, dass es diese positiven Diskussionen darüber gibt. Das ist doch erst einmal viel schöner, als wenn es in die andere Richtung geht. Wir können die Situation aber intern sehr gut einschätzen. Wir wissen, dass wir in jedem Spiel einhundert Prozent geben müssen. Klar, Teile des Umfelds beschäftigen sich möglicherweise damit, das ist auch okay. Doch in dieser Liga reichen keine 99 Prozent. Sollten wir das glauben, werden wir auf die Schnauze fallen. Wir müssen in jedem Spiel genauso fokussiert und gallig sein wie in den letzten Wochen. Dann werden wir bis zum Ende hoffentlich so viele Punkte wie möglich sammeln. Nach der Saison werden wir einen Schlussstrich ziehen und sehen, wo wir dann landen.

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