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03.05.2025 / Profis

„Kein typisches 0:4“

Keine Punkte für den SV Darmstadt 98 im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Die Lilien zeigten sich über weite Strecken der Partie mindestens ebenbürtig mit dem aktuellen Tabellenführer der 2. Bundesliga, fingen sich aber viel zu einfach die Gegentore. So musste der SV 98 letztlich eine deutliche 0:4-Niederlage gegen den Hamburger SV einstecken. Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengestellt.

Foto: Stefan Holtzem
Florian Kohfeldt:

„Glückwunsch an den HSV und Merlin zum verdienten Auswärtssieg – auch wenn es kein typisches 0:4 war. Wir sind sehr gut reingekommen. Bis zum 0:1 waren wir die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. Das Gegentor nach Standard hat dann die Statik des Spiels in den Köpfen verändert. Trotzdem waren wir auch danach die spielbestimmende Mannschaft. Der HSV hat es aber sehr clever gespielt. Wir dagegen wollten selbst nach dem 0:2 nicht nur verteidigen. Bis zum letzten Moment haben wir probiert, ergebnistechnisch wieder ins Spiel zurückzukommen. Bei den beiden weiteren Gegentoren verhalten wir uns nicht gut, der HSV hat es da heute nach Umschaltsituationen sehr gut gemacht.“

Merlin Polzin:

„Vielen Dank für die Glückwünsche. Es ist heute viel von dem aufgegangen, was wir uns zuvor vorgenommen und gewünscht hatten. Wir wussten, dass das Spiel der Darmstädter zuhause von der Anfangsphase geprägt ist. Sie haben es häufig geschafft, früh in Führung zu gehen. Diese Phase haben wir überstanden und uns dann nach und nach reingekämpft. Es ging heute weniger um den perfekten Fußball. Wir wollten wettkämpfen und Eins-gegen-Eins-Duelle gewinnen. Das ist uns gelungen und hat uns Sicherheit gegeben. Ich freue mich sehr, dass wir zwei Standardtore erzielen konnten. Trotzdem war es insgesamt extrem anspruchsvoll den Fußball zu verteidigen, den Flo hier spielen lässt. Doch meine Mannschaft hat sich reingeschmissen – mit allem, was sie hatte. Wir haben uns allen Widerständen entgegengesetzt. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und den Staff.“

Paul Fernie:

„Wenn du 0:4 verlierst, dann ist das nie gut. Trotzdem war es lange ein Spiel auf Augenhöhe, die Anfangsphase hat sogar eindeutig uns gehört. Das 0:1 nach einer Ecke hat dann wehgetan. Im Endeffekt werden die Spiele in den Strafräumen entschieden. Wir waren mit Ausnahme der Anfangsphase nicht torgefährlich genug. Wir hatten eine gewisse Spielkontrolle, aber nicht so viele Chancen. Der HSV hat es gut gespielt, der Kader spricht für sich. Es war trotzdem kein klassisches 0:4, weil wir von der Leistung nicht derart unterlegen gewesen sind. Über das Ergebnis sind wir natürlich enttäuscht. Aber ich habe eine Mannschaft mit viel Energie gesehen, die auch in jeden Zweikampf gegangen ist. Es hat nicht an fehlender Gier gelegen.“

Fabian Nürnberger:

„Wir haben in den ersten 20 Minuten unsere Chancen nicht genutzt. Dann geht der HSV in Führung, leider schaffe ich es da nicht, Reis im Strafraum zu verteidigen. Auch das 0:2 fällt nach einem Standard, das haben wir schlecht verteidigt. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Nach der Pause spielt der HSV dann die Konter gut aus und so verlierst du 0:4. Wir waren hochmotiviert, das war auch die ersten 20 Minuten und generell die komplette erste Halbzeit zu sehen. Wenn Spannung gefehlt hätte, dann wären wir niemals so gut in die Partie gekommen. Man muss auch eingestehen, dass der HSV ein gutes Spiel gemacht hat. Wir sind leider nach der Pause nicht mehr wirklich in unsere Aktionen gekommen. Die Niederlage ist entsprechend verdient.“

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