FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Eine Viertelstunde vor Anpfiff griff sich Sandro Sirigu an den Oberschenkel und gab das Signal, nicht spielen zu können. Muskuläre Probleme zwangen den 28-Jährigen in eine Zuschauerrolle. Kurzfristig rückte Immanuel Höhn in eine Viererkette, die aufgrund von Verletzungen ohnehin bereits auf zwei Positionen umgestellt werden musste. Und die ihre Sache hervorragend machte.
"Wir haben wenig zugelassen und gut gestanden", fasste Markus Steinhöfer die Leistung der Viererkette am Samstag zusammen. Steinhöfer selbst hatte eine Stunde lang auf der ungewohnten Linksverteidiger-Position den verletzten Fabian Holland vertreten. "Wenn der Trainer mich dort braucht, dann bin ich da", brachte der Rechtsfuß die Einstellung auf den Punkt, die mitentscheidend war, um einen Punkt vom Betzenberg zu entführen.
"Es geht immer um die Mannschaft. Es war sichtbar, dass wir uns auf jeden Einzelnen verlassen können und sich jeder die Aufgabe angenommen hat", bilanzierte Wilson Kamavuaka bereits wenige Minuten nach Abpfiff, um fortzufahren: "Das zeigt den Charakter der Mannschaft und ist enorm wichtig im Hinblick auf die weitere Saison."
Der Torschütze selbst war ebenfalls neu in die Startformation der Lilien gerückt und belohnte das Team für eben diesen Charakter und eine Willensleistung mit seinem Ausgleichstreffer nach 72 Minuten. "Wir haben uns vom Gegentor nicht beeindrucken lassen und wussten, wenn wir unsere Hausaufgaben machen, dann wird es schwer für jeden Gegner", beschrieb der Abräumer das Spielgeschehen und stellte auch bei der Beschreibung seines Treffers den Teamgedanken in den Vordergrund: "Bei uns darf jeder treffen, genauso darf jeder Tore verhindern. Wichtig ist, dass wir etwas Zählbares mitgenommen haben."
Der Weg zum Auswärtspunkt gestaltete sich allerdings schwierig. Zwar wies die Statistik nach Spielende 69 prozentigen Ballbesitz für die Lilien aus, mit dem Leder fehlte es aber insbesondere vor dem Seitenwechsel an der nötigen "Durchschlagskraft", wie es Aytac Sulu nach Abpfiff benannte. "Kaiserslautern stand sehr tief und ging dann mit einem abgefälschtem Schuss auch noch in Führung", so der Kapitän über den Spielverlauf der ersten 45 Minuten, um sich im Anschluss angetan von der Teamleistung nach Wiederanpfiff zu zeigen: "Nach der Pause war unsere Moral zu sehen und eine klare Leistungssteigerung. Da haben wir das Heft in die Hand genommen und verdientermaßen den Ausgleich erzielt." Zu dem Zeitpunkt hatten sich die Lilien nämlich bereits lange in die Partie gekämpft, die Zweikämpfe und die spezielle Atmosphäre auf dem Betzenberg angenommen und den Ausgleich fast schon erzwungen.
Auch die Offensive um die Neuzugänge Artur Sobiech, Marvin Mehlem, Kevin Großkreutz und Tobias Kempe harmonierte im Laufe der Partie besser, mit dem weiteren Neuzugang Jamie Maclaren kam zusätzlicher Schwung in die Mannschaft. Die Aufgabe als Chef der zu dreiviertel neuformierten Abwehrreihe beschrieb Sulu indes als "nicht so einfach", das Ergebnis der gemeinsam Defensivarbeit entlockte aber auch dem Routinier ein Lächeln: "Alle Jungs, die heute in die Bresche gesprungen sind, haben Ihre Chance genutzt. Das war sehr ordentlich."
Eine wichtige Erkenntnis, die der SV 98 neben dem Auswärtspunkt zurück nach Darmstadt brachte.