Es ist legitim, dass es Fragezeichen gibt, warum meine beiden vergangenen Stationen eher kurz waren. Ich habe mir aber abgewöhnt, alles zu erklären, weil es leider oftmals nicht durchdringt. Ich habe die vergangenen Jahre nicht als Karriere-Abschwung empfunden, sondern ich habe viele und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ich habe bei der Entscheidung für Darmstadt 98 keine Sekunde daran gedacht, was das für meine Karriere bedeutet. Ich habe nur mich nur gefragt: „Passt dieser Verein zu mir?“, „Habe ich Lust auf diese Aufgabe?“ und „Kann ich dem Verein etwas geben, was ihm hilft?“ Ich konnte alle drei Fragen mit „Ja“ beantworten.
Es ist immer wichtig, sich zu reflektieren. Ich habe versucht, mich in der Zeit ohne Trainerjob fortzubilden. Ich habe meine vergangenen Stationen reflektiert. Alle Erfahrungen, die ich auf meinem bisherigen Weg gesammelt habe, werden mir helfen, dass ich jetzt ein besserer Trainer bin als vor einigen Jahren. Aber ab jetzt ist egal, was gestern oder vor fünf Jahren war. Ab jetzt zählt, was wir ab Samstag mit der Mannschaft auf den Platz bringen.