FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Ein echter Flutlichtfight. Doch die Lilien fahren ohne Zählbares zurück gen Südhessen. Nach fünf ungeschlagenen Partien in Folge reißt die Darmstädter Serie beim 0:1 gegen den SV Werder Bremen im Weserstadion - und das trotz großem Kampf in Unterzahl, in der die Lilien ab der 23. Spielminute agieren mussten. Was sagen die blau-weißen Protagonisten zur Partie? sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
Torsten Lieberknecht:
„Wir wollten einen mutigen Auftritt zeigen und sehr stressig sein. Das ist uns in den ersten 20 Minuten sehr gut gelungen. Wir hatten eine gute Präsenz und unsere Torabschlüsse. Der Knackpunkt der Partie war dann die Rote Karte, die meiner Meinung nach überzogen war. Trotzdem haben wir auch in Unterzahl weitergemacht, nach vorne gespielt und hoch attackiert. Dabei hatten wir sogar unsere Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Nach der Pause konnten wir dann das Zentrum nicht mehr geschlossen halten und kassieren so das Gegentor. Insgesamt steht aber heute eine wahnsinnige Energieleistung über allem. Wir können erhobenen Hauptes das Stadion verlassen, weil die Mannschaft ihr komplettes Herz auf dem Platz gelassen hat. Wenn wir mit einem Punkt nach Hause fahren, wäre es aufgrund der Spielumstände nicht unverdient gewesen. So aber werden wir diese Niederlage – die erste Auswärtsniederlage seit September – wegstecken.“
Ole Werner:
„Man hat uns zu Beginn der Partie angemerkt, dass wir viele Umstellungen hatten. So hatten wir einen sehr nervösen Beginn. Fakt ist, dass uns die Rote Karte geholfen hat. Für mich war es eine klare Rote Karte. Dennoch waren wir in der ersten Halbzeit zu unklar und konnten aus der Überzahl zu wenig Tempo entwickeln. In der zweiten Hälfte waren wir dann viel klarer. Wir hatten unsere Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden. Zudem haben wir defensiv einen konzentrierten Job gemacht und sind sauber geblieben. Der Sieg freut mich für meine Mannschaft. Es war ein sehr schöner Abend, den wir mit in die Länderspielpause nehmen.“
Fabian Holland:
„Die Rote Karte war der Knackpunkt in dieser Partie. Gerade in der ersten halbe Stunde waren wir gut am Ball. Doch in Unterzahl wird es natürlich schwierig gegen so eine Mannschaft wie Werder Bremen. Trotzdem haben wir auch nach dem Platzverweis gezeigt, dass wir weiter in der Lage waren, uns Torchancen herauszuspielen. Damit wollten wir auch in der zweiten Halbzeit weitermachen und weiter mutig anlaufen. Dennoch war es natürlich schwer, weil Bremen in Überzahl sehr ballsicher war und enorme Qualität hat. Unsere Hoffnung war bis zur letzten Sekunde da, weil wir wussten, dass wir Werder mit unserer Spielweise Probleme bereiten können. Jeder hat daran geglaubt. Klar ist aber auch, dass nicht in jedem Spiel in der letzten Minute einer reinfallen kann.“
Marcel Schuhen:
„Wir haben von Beginn an extrem mutig agiert, sind angelaufen und haben das gespielt, was zu uns passt. Sich einzumauern ist nicht unsere Art, auch wenn wir dann in Unterzahl natürlich tiefer stehen mussten. Wir haben insgesamt ein vernünftiges Spiel gemacht. Wir hatten einfach brutal Bock auf die Partie, für diese Spiele wird man Fußballer. Wir wussten, dass Bremen gut ist und Bremen wusste, dass wir gut sind. Durch die Unterzahl wird es dann ein anderes Spiel. Wir haben es lange offen gehalten und auf den Lucky Punch gehofft, den wir leider nicht setzen konnten. Ich persönlich hatte die vergangenen Wochen nicht so viel zu tun und dann gibt es so Spiele wie heute und ich freue mich, wenn ich meinen Job erfüllen konnte. Ich bin insgesamt trotz der Niederlage stolz auf die Truppe, die bis zum Ende in Unterzahl alles versucht hat. Jetzt geht es darum, nach der Länderspielpause wieder eine Reaktion zu zeigen und gegen Kiel zu punkten.“