Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Erstmals nahm Torsten Lieberknecht im neuen Pressekonferenzraum in der Haupttribüne im Merck-Stadion am Böllenfalltor Platz. Wie gefallen ihm die neuen Bereiche? Wie sieht es personell bei den Lilien aus? Welche Stärken hat der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 beim kommenden Gegner ausgemacht? Und hat er die aktuelle Trainingswoche erlebt? Auf diese und weitere Fragen lieferte Lieberknecht am Karfreitag (7.4.) vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn (9.4./13.30 Uhr) die passenden Antworten. Die wichtigsten Aussagen haben wir Euch hier zusammengefasst.
Ich möchte zuallererst an die viele Menschen erinnern, die hier ganz andere Zeiten erlebt haben. Für sie und für uns alle ist es ein unglaubliches Glücksgefühl, durch die neuen Bereiche zu gehen. Genauso geht es mir persönlich auch. Jeder, der hier arbeitet, findet etwas vor, was außergewöhnlich geworden ist. Es fühlt sich wie eine Sensation an. Für uns als Mannschaft war es wichtig, dass wir im Testspiel gegen Sandhausen die neuen Räumlichkeiten und Wege bereits kennengelernt haben. Dementsprechend sind wir gut vorbereitet.
Definitiv ausfallen werden Frank Ronstadt und Fabian Holland. Fabi fehlt aufgrund seiner zehnten Gelben Karte. Zudem hat ihn aber auch eine Erkältung erwischt. Ansonsten sind Yassin Ben Balla, Tobias Kempe, Mathias Honsak und Patric Pfeiffer ins Training zurückgekehrt. Sie haben diese Woche die ersten Einheiten zusammen mit der Mannschaft absolviert. Die Jungs sind alt genug, mir dann morgen eine faire Rückmeldung zu geben, wie sie ihren Zustand einschätzen. Wir werden anschließend eine gemeinsame Entscheidung treffen, inwieweit es für Sonntag reicht. Für diese Jungs gilt es dann, erst einmal wieder in ihren Rhythmus reinkommen. Wenn sie da sind, schürt es den Konkurrenzkampf. Dennoch sind alle froh, dass die Jungs wieder zurückkommen. Denn uns als Mannschaft werden sie Stärke geben und uns für die kommenden Aufgaben massiv helfen. Insgesamt war es die ganze Saison über aber nicht alltäglich, wie die Mannschaft die Ausfälle ohne zu jammern im Kollektiv kompensiert hat. Das hat uns ausgezeichnet.
Wir hatten aufgrund des Freitagabendspiels eine längere Trainingswoche. Intensität, Abläufe, Regeneration: Wir haben die Woche gut abgearbeitet. Einige Jungs sind in dieser Trainingswoche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Man hat gemerkt, dass damit Konkurrenz zurückgekommen ist. Das schärft jeden einzelnen Spieler, weiter in der Spur zu bleiben. In den Einheiten heute und morgen nehmen wir Paderborn unter die Lupe. Wir haben heute besprochen, wie der SCP offensiv agiert und wie wir dagegen defensiv agieren wollen – morgen schauen wir es uns dann umgekehrt an. Insgesamt hatte die Mannschaft auch in dieser Woche die nötige Stabilität, um das Training mit einem hohen Fokus durchzuziehen. Sie hatte aber auch die Leichtigkeit, um die Einheiten mit Spaß zu absolvieren.
Ich erinnere mich gut noch ans Hinspiel. Paderborn war in der Hinserie einer der stärksten Gegner. Da waren wir extrem damit beschäftigt, Zugriff zu finden. Eine Menge taktische Arbeit war an diesem Tag angesagt. Wir haben vor jedem Gegner Respekt, so auch vor Paderborn. Der SCP erspielt sich die meisten Großchancen der Liga. Der SC Paderborn ist daher eine anspruchsvolle Aufgabe. Umgekehrt wollen wir diese aber für die Paderborner sein. Wir haben den Jungs heute ein, zwei Lösungen mitgegeben, wie wir sie bespielen wollen.
Ich fördere gern die Jugend. Und wenn das Talent so strebsam ist wie Clemens, umso mehr. Clemens Riedel steht dafür, dass dieser Weg hier bei Darmstadt 98 machbar ist und für viele Talente aus der Region interessant sein kann. Bei uns haben Talente eine große Chance, den Weg ähnlich wie Clemens zu bestreiten. Mich freut es sehr, dass wir sein Talent entdeckt haben. Dennoch gibt es viele Leute vorab in unserem Nachwuchsleistungszentrum sowie die vielen Ehrenamtlichen in seiner Jugend, die ihn schon vor mir gefördert und große Vorarbeit geleistet haben. Ihnen allen gebührt großer Dank.