FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Die Regeneration begann noch an Ort und Stelle. Athletiktrainer Kai Peter Schmitz beorderte die Startelf wenige Minuten nach Abpfiff zum Auslaufen zurück in den Innenraum der Voith-Arena. Eine Maßnahme, die zum einen der englischen Woche geschuldet war. Insbesondere aber dem 93-minütigen Kraftakt, den die Lilien kurz zuvor mit einem Punktgewinn auf der Ostalb beendet hatten.
„Uns erwartet ein ganz heißer Tanz. Dort dürfen wir keine Fehler machen. Heidenheim wird alles in die Waagschale werfen, um uns ein Bein zu stellen“, hatte Aytac Sulu bereits am Sonntag exakt vorausgesagt, was die Lilien am Mittwochabend dann tatsächlich erwartete. Und der SV 98 war ein vorbereiteter Tanzpartner, gewann 55 Prozent der Zweikämpfe, lief mehr als die Hausherren und verzeichnete den deutlich höheren Ballbesitzwert. Warum der Gastgeber trotzdem bis kurz vor Spielende auf der Siegerstraße fuhr, dafür hatte Sandro Sirigu eine selbstkritische Erklärung: „Wir haben den Kampf absolut angenommen, aber uns sind zu viele einfache Fehler unterlaufen, durch die wir den Gegner stark gemacht haben.“
Uns so ging der FCH sowohl in der 32. als auch in der 60. Spielminute in Führung. Gegentreffer, auf die der SV 98 jeweils eine Antwort fand. Zunächst eine postwendende, als Artur Sobiech eine akrobatische Vorlage von Felix Platte zum 1:1 über die Linie drückte (35.). Und das letzte Wort gehörte dann dem Kapitän: In seiner unnachahmlichen Manier wuchtete Sulu kurz vor Spielende einen Kempe-Eckball per Kopf in die Maschen und sicherte seinen Farben den vierten Punkt in ebenso vielen Tagen. Comeback-Qualitäten, die der SV 98 in dieser Saison schon mehrfach bewies: „Wenn wir einen Genickschlag kriegen, kommen wir doch wieder zurück", so Sulu, der diese Eigenschaft dann noch in konkreten Bezug zum Spiel setzte: „Dass wir nach dem 1:2 und den weiteren Chancen für Heidenheim noch den Ausgleich erzielt haben, das zeigt die Moral der Mannschaft.“
Auch Sirigu berichtete von dieser Überzeugung, die unabhängig des Spielstandes bis zum Schluss innerhalb des Teams vorherrscht: „Wir glauben 98 Minuten daran, dass wir so ein Spiel noch drehen können. Mit den Standards haben wir da eine zusätzliche Waffe.“
Für diesen Glauben mit einem weiteren Zähler belohnt worden zu sein und bereits zum sechsten Mal in der jungen Saison die richtige Antwort auf einen Rückstand gefunden zu haben, sorgte trotz der kräftezehrenden Partie für ein positives Resümee: „Im Endeffekt ist es ein wichtiger Punkt nach einem ganz harten Fight hier oben auf der Ostalb“, fasste Sirigu Ereignis und Ertrag noch einmal zusammen, bevor er gemeinsam mit seinen Mitspieler zum Auslaufen trabte.
Aytac Sulu verlängerte seinen Regenerationsprozess sogar bis spät in die Nacht und kletterte nach der Rückkehr in Darmstadt noch einmal in die Eistonne. Die Minuten auf der Ostalb hatten Kraft gekostet, aber auch ein gutes Gefühl hinterlassen, wie der Torschütze noch einmal betonte: „Mit dem Punkt können wir hundertprozentig leben.“
Zumal am Sonntag gegen Dresden weiterhin die Chance besteht, ungeschlagen aus der englischen Woche hervorzugehen.