In einer von beiden Mannschaften taktisch geprägten Anfangsphase überließen die Lilien zunächst den Gästen den Ball. Doch hatten die Fürther aufgrund des frühen Anlaufens des SV 98 nur wenig Zeit und Raum, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Dadurch zwangen die Hausherren den Gegner zu Fehlern – wie in Minute zehn: So schalteten die Darmstädter nach Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte blitzschnell in den Offensivgang. Doch die Hereinhabe von Mathias Honsak verpasste Serdar Dursun nur knapp. Aber auch das Kleeblatt begann mutig, setzte den SV 98 ebenfalls früh unter Druck und wurde offensiver. Sebastian Ernst (12.) köpfte nach Eckstoß den Ball neben das Tor. Paul Jaeckel wäre aus spitzem Winkel fast noch der Nutznießer geworden, traf die Kugel aber nicht richtig.
In der Folge war aufgrund zweier gut gestaffelter sowie kompakter Teams kaum Durchkommen im Mittelfeld, gefährliche Torchancen blieben trotz Fürther Feldvorteilen daher zunächst Mangelware. Also musste eine Standardsituation her, bei der die Lilien den Torschrei schon fast auf den Lippen hatten: Leicht linksversetzt vor dem Fürther Tor, zirkelte Fabian Schnellhardt (31.) einen direkten Freistoß über die Mauer auf den Kasten. Doch Marco Caligiuri erahnte das Vorhaben des Darmstädters, eilte nach hinten und klärte den Ball per Kopf auf der Linie. Auf der Gegenseite hatte dann auch die Spielvereinigung ihre bislang größte Möglichkeit. Nach Flanke von Maximilian Raum stieg Daniel Keita-Ruel (33.) im Fünfmeterraum hoch, setzte die Kugel freistehend aber über den Querbalken.
Die Partie wurde munterer, weil allen voran die Lilien das Spielgeschehen weiter in die gegnerische Hälfte verlagerten und mehrfach fast in Führung gegangen wären. Um Haaresbreite zischte ein Distanzschuss von Yannick Stark (38.) am rechten Pfosten vorbei. Wenig später scheiterte Nicolai Rapp (39.) mit einem strammen Linksschuss, den er aber mit zu viel Rücklage über den Kasten bugsierte. Der SV 98 drückte in dieser Phase mächtig aufs Tempo. Doch die Belohnung blieb aus, weil auch ein Schlenzer von Marcel Heller (41.) das Tor nur knapp verfehlte. Es war der Schlusspunkt eines ersten Durchgangs, den die Heimelf gerade zum Ende hin bestimmte.