Vom Außenverteidiger zum Torjäger: Mateusz Żukowski hat in seiner noch jungen Karriere bereits einige Umwege genommen. Heute zählt der 24-jährige Pole zu den gefährlichsten Angreifern der 2. Bundesliga. Doch hinter seinem sportlichen Aufstieg liegt auch eine bewegte Lebensgeschichte, in der vor allem seine Mutter eine entscheidende Rolle spielte.
Seine ersten Schritte im Fußball machte Żukowski bei Pogoń Lębork. Über die Jugend von Lechia Gdańsk und eine Station bei Chojniczanka führte ihn sein Weg in den polnischen Profifußball. Dabei verlief seine Kindheit alles andere als unbeschwert: Finanzielle Sorgen und Gewalt innerhalb der Familie prägten diese Zeit. Seine Mutter stand ihm dennoch stets zur Seite und ermöglichte ihm mit großem Einsatz, seinem Traum vom Fußball nachzugehen. Selbst wenn das Geld knapp war, fand sie immer wieder einen Weg, die Kosten für Fußballschuhe oder Trainingslager aufzubringen. Für Żukowski entstand daraus ein klares Ziel: Eines Tages wollte er seiner Mutter etwas zurückgeben und ihr ein besseres Leben ermöglichen.
Im Januar 2022 wagte der Pole den Schritt ins Ausland und wechselte zu den Glasgow Rangers. In Schottland gelang ihm der erhoffte Durchbruch allerdings nicht. Auch bei seiner anschließenden Leihe zu Lech Poznań konnte er sich nicht dauerhaft durchsetzen. Über Śląsk Wrocław führte sein Weg im September 2025 schließlich zum 1. FC Magdeburg, wo seine Karriere eine bemerkenswerte Wendung nahm. Der gelernte Außenverteidiger entwickelte sich im Sturmzentrum zu einem treffsicheren Angreifer und überzeugte mit Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und Abschlussstärke. Trotz zwischenzeitlicher Verletzungsprobleme erzielte er in der Saison 2025/26 insgesamt 17 Treffer und gehörte damit zu den erfolgreichsten Torschützen der 2. Bundesliga.
Dass der FCM langfristig auf ihn setzt, unterstrich der Verein im Juli 2026 mit einer Vertragsverlängerung bis 2029. Innerhalb kurzer Zeit hat sich Żukowski in Magdeburg zu einem wichtigen Leistungsträger entwickelt.