FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nach einem Jahr beim FSV Frankfurt ist Yannick Stark zurück beim SV 98. Der Mittelfeldspieler präsentiert sich bislang auffällig und topfit in der Vorbereitung und sprach mit uns über seine Fitness, die Arbeit im Team sowie die Vorfreude auf die anstehende Saison.
sv98.de: Yannick, das Hotel Höflehner und die Gegebenheiten in Haus im Ennstal kennst du schon aus dem letzten Sommer. Hier lässt es sich arbeiten, oder?
Das Hotel ist sehr gut, das Essen hervorragend, die Möglichkeiten zum Entspannen nach den Einheiten auch. Da wusste ich schon aus dem letzten Jahr, dass wir uns hier sehr gut vorbereiten können. Der Platz passt auch, wirklich Top-Bedingungen.
sv98.de: Du machst seit Vorbereitungsstart einen sehr fitten Eindruck. Wie verträgst du die Strapazen?
Bislang klappt das sehr gut. Die Trainingssteuerung ist klasse, wir machen wenige trockene Lauf- oder Kraftübungen, oftmals sind sie auch mit Spaß oder Wettkampf verbunden. Das finde ich auch wichtig für den Kopf. Kai überwacht dank der Technik auch alle Werte und Übungen ganz genau, sodass wir optimal und im richtigen Rahmen in allen Bereichen trainieren können. Bislang gibt es auch keine Verletzten, das spricht auch für eine gute Belastungssteuerung. Natürlich gibt es Einheiten, in denen jeder mal richtig beißen muss, aber mir macht es richtig Spaß und ich fühle mich gut.
sv98.de: Du hast bereits vor Trainingsauftakt individuell viel gearbeitet…
Ich wollte gut vorbereitet einsteigen und habe mich dementsprechend vorbereitet. In verschiedenen Bereichen gearbeitet und mehr gemacht als vielleicht sonst in der eigentlichen Urlaubsphase. Ich merke auch, dass ich davon jetzt schon profitiere.
sv98.de: Wie bereits angesprochen, warst du schon im letzten Jahr hier im Trainingslager dabei. Die Saison hast du dann aber auf Leihbasis beim FSV Frankfurt verbracht. Wie fällt dein Fazit der letzten Spielzeit aus?
Persönlich habe ich die Spielpraxis bekommen, die mir in den Jahren zuvor gefehlt hat. Ich kam wieder in meinen Spielrhythmus und die reine Statistik liest sich auch ganz ordentlich. Aber der Abstieg vom Verein und die finanziellen Schwierigkeiten hätte ich nicht miterleben müssen. Zumal der FSV für mich nicht irgendein Verein ist, sondern mir auch am Herzen liegt. Aber so ist der Sport und ich versuche, auch daraus zu lernen und mich persönlich weiterzuentwickeln.
sv98.de: Und du kommst mit großer Motivation zurück zum SV 98?
Ich sehe die Vorbereitung als große Chance und merke auch, dass das Trainerteam mir absolut unvoreingenommen gegenübertritt. Für mich ist es in vielen Bereichen wieder ein Schritt nach vorne. Egal, ob die Trainingsplätze am Bölle oder die besseren Mitspieler. Mir macht es extrem viel Spaß, jeder Spieler blüht in diesem Umfeld auf und ich will es auch für mich optimal nutzen.
sv98.de: Wie gefällt dir die Arbeit mit dem Trainerteam?
Dimo und Kai kannte ich bereits und Torsten und Björn passen menschlich hervorragend hier her. Speziell beim Cheftrainer spürt man, dass er noch vor recht kurzer Zeit selbst Spieler gewesen ist. Er hat immer auch einen lockeren Spruch auf den Lippen und macht mit seinem Team anspruchsvolles und kurzweiliges Training.
sv98.de: Torsten hat selbst eine ähnliche Position gespielt wie du. Profitierst du vielleicht umso mehr von seinen Tipps?
Definitiv. Speziell bei uns Mittelfeldspielern achtet er haargenau auf die Details. Ballkontrolle, Passspiel, Aufdrehen, da soll es nie zum Zeitverlust kommen. Daran arbeiten wir, und das bringt mich auch weiter. Den Spieler Frings habe ich früher auch bewundert und insbesondere an seine überragende WM 2006 kann ich mich sehr gut erinnern.
sv98.de: Du kommst nach deiner Leihe zurück, auch sonst gibt es einige neue Gesichter im Kader. Welchen Eindruck hast du vom Team?
Alle Jungs sind auf der menschlichen Ebene absolut korrekt, auch, wenn gerade alle um die Plätze kämpfen. Es gibt keine Eigenbrödler, obwohl sich jeder in den Vordergrund spielen will. Sportliche Qualität ist definitiv vorhanden, sodass sich die Arbeit im Team wirklich gut anfühlt.
sv98.de: Einen Neuzugang kennst du schon sehr gut. Du teilst dir auch das Zimmer mit Tobi. Wie froh warst du, als der Wechsel endlich fix war?
Wir haben uns schon immer sehr gut verstanden und waren auch während der letzten Wochen ständig in Kontakt. Tobi war manchmal etwas nervös und hat gehofft, dass der Wechsel zustande kommt. Aber nachdem sich alle Seiten positioniert hatten, war ich mir quasi sicher, dass es klappen wird. Über seine Rückkehr kann sich jeder in der Mannschaft freuen.
sv98.de: Morgen stehen gleich zwei Testspiele an. Kennst du solche Doppelspieltage bereits?
Tatsächlich noch nicht, aber ich finde es eine gute Sache. Unser Kader ist groß, da ist es gut, wenn jeder Spieler mal über die volle Distanz gehen kann und Spielpraxis und Sicherheit sammelt. Für die Tage danach hat dann auch jeder Spieler eine ähnliche Belastung, das macht die Steuerung einfacher.
sv98.de: Wirklich weit ist es auch nicht mehr zum Saisonstart. Ist das Datum rot markiert?
Natürlich. Als die Spieltage terminiert wurden, habe ich mich sehr gefreut, mit einem Heimspiel in die Saison zu starten. Diesem Tag fiebere ich entgegen, und mit dem Spiel in Kaiserslautern an einem Freitagabend folgt dann auch direkt das nächste Highlight. Meine Vorfreude auf die ganze Saison ist extrem groß. In der dritten Liga gab es Spiele, die nicht wirklich schön anzusehen waren, dagegen ist die 2. Liga in jeder Woche ein Highlight.
sv98.de: Und du gehst mit deinem Herzensverein in die Saison…
Absolut. Erst beim letzten Test musste ich natürlich auch an mein Tor in Worms und den Aufstieg damals denken. Darmstadt ist meine Geburtsstadt, es sind viele Faktoren, die den SV 98 zu einem besonderen Verein für mich machen.
sv98.de: Viele Spieler haben eine Menge Bundesligaerfahrung, die 2. Liga ist aber für eine Vielzahl noch recht unbekannt. Du kennst sie aus Frankfurt, München und Darmstadt. Wie schätzt du die Liga ein?
Als eine ziemliche Wundertüte (grinst). Es sind viele Vereine, die schon lange nach oben schielen, dazu diverse Traditionsmannschaften. Die absoluten Favoriten wie Hannover oder Stuttgart gibt es in diesem Jahr nicht, genauso wenig klare Abstiegskandidaten. Es wird eine harte Runde, in der für viele Mannschaften in beide Richtungen einiges möglich ist.