FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Borussia Dortmund und Union Berlin besitzen derzeit eine Ausnahmestellung im deutschen Profifußball. Nur diesen beiden Teams haftet auch Ende November der Nimbus der Unbesiegbarkeit im Ligabetrieb an. Allein diese Statistik verdeutlicht, welch große Herausforderung die Lilien am Samstag in Köpenick erwartet. Doch Dirk Schuster sieht sein Team nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Leistungen gegen Spitzenteams gut dafür gewappnet.
Am vergangenen Montag sorgte ein Treffer in der 90. Minute dafür, dass die Berliner auch das Hamburger Volksparkstadion mit Zählbarem verlassen konnten. So wie auch die 13 Ligaspiele zuvor stets mit positiver Bewegung auf dem Punktekonto der Hauptstädter endeten.
"Sie sind eine sehr stabile Mannschaft, die in der letzten Transferperiode viel Qualität dazugeholt hat", erklärte Schuster mit Blick auf den Kader des Gegners, der mit nur 10 Gegentoren die beste Defensive der Liga besitzt. Folgerichtig sprach der Cheftrainer von einer "sehr hohen Hürde" in Berlin und von einer Mannschaft, die in seinen Augen "um den Aufstieg mitspielen wird."
Die Begegnung im Stadion An der Alten Försterei geht der 50-Jährige dennoch optimistisch an, zumal sich der SV 98 zuletzt in den Begegnungen mit favorisierten Teams von einer positiven Seite zeigte. "Wir sind ein bisschen stolz, sehr gute Leistungen abgerufen zu haben", so Schuster in Bezug auf die Partien gegen den HSV, Hertha BSC und das zurückliegende Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Köln. Gleichzeitig sprach der gebürtige Chemnitzer aber auch von einer "Verpflichtung", dieses Niveau "Woche für Woche" abzurufen.
Gelingt den Lilien auch in Berlin eine ähnliche Vorstellung, erscheint auch ein Erreichen der vorgegebenen Zielsetzung durchaus realistisch. "Wir wollen den Berlinern das Leben schwer machen und Punkte mitbringen", formulierte Schuster angesichts der bevorstehenden 90 Minuten bei den "Eisernen" und erinnerte dabei speziell an die erste Stunde gegen die Kölner, in der seine Mannschaft die Partie "absolut offen halten konnte."
Ob die durchaus risikoreiche Spielweise, mit der die Lilien gegen Köln auftraten, auch für die Begegnung in Köpenick eine Formel sein könnte, das wollte Schuster am Donnerstag noch nicht konkretisieren: "Wir werden hoffentlich das richtige Rezept für den Samstag finden. Das Spiel gegen Köln war ein Fingerzeig, dass wir flexibel auftreten können von der mannschaftlichen Qualität gut aufgestellt sind."
Inwiefern Serdar Dursun und Slobodan Medojevic ihren Teil zu dieser Qualität beitragen können, dahinter stand am Donnerstag noch ein größeres Fragezeichen. Als "sehr fraglich" bezeichnete Schuster die Einsatzmöglichkeiten beider Akteure, die in der bisherigen Trainingswoche noch nicht voll mit der Mannschaft trainieren konnten.
Begleitet werden die Lilien bislang von 1350 Fans, vor Ort wird zudem eine Tageskasse für die Gästefans geöffnet sein.