FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
"Ehrliche Arbeit." Diese Begrifflichkeit wählte Dimitrios Grammozis auf der Pressekonferenz anlässlich seiner Vorstellung gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen seien die Lilien ein "Verein, bei dem ehrliche Arbeit geschätzt werde", zum anderen verkörpere auch der 40-Jährige ebendiese Form aufrichtiger Tätigkeiten. Und auch darüber hinaus stellte der Wuppertaler heraus, warum die Kombination aus SV 98 und ihm als neuem Cheftrainer durchaus mit einigen Parallelen startet.
"Darmstadt 98 hat eine eigene Identität. Jeder weiß, wofür dieser Verein steht. Da ich im Ruhrpott auch mit dieser Malocher-Mentalität aufgewachsen bin, hatte ich direkt ein gutes Gefühl", so Grammozis. Dass er diese Eigenschaften nun auch als Trainer verkörpert, dafür hatte der Fußballlehrer schon in der vorangegangen Trainingseinheit einen ersten Nachweis geliefert. Lautstark leitete der bisherige U19-Trainer des VfL Bochums die Lilien durch verschiedene Übungen, wobei er von seinen Assistenten Sven Thur und Iraklis Metaxas tatkräftig unterstützt wurde.
"Die Mannschaft stabilisieren"
Zu diesem Zeitpunkt hatte das Trainerteam die erste Herausforderung in der neuen Heimat bereits erfolgreich gemeistert, wie Grammozis mit Blick auf den Vortag lachend verriet: "Wir haben ewig nach einem Fernseher gesucht, um das Lilien-Spiel zu sehen. Es gab im ganzen Hotel nur einen einzigen, der das Spiel übertrug." Letztendlich verfolgte der Neu-Darmstädter den Heimsieg gegen Dresden an der Hotelbar – und konnte dabei direkt erste Schlüsse ziehen: "Ich habe eine Mannschaft gesehen, die eine tolle Mentalität gezeigt hat und unbedingt gewinnen wollte." Auch vom aktuellen Kader zeigte er sich "zu 100% überzeugt."
Neben den Gemeinsamkeiten zwischen Verein und Trainer sind also auch gute Startbedingungen, um sofort mit einer erfolgreichen Zusammenarbeit zu beginnen. Denn laut Grammozis geht es nun primär darum, die Lilien in ruhige Gewässer zu bringen: "Das Wichtigste ist, die Mannschaft zu stabilisieren. Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt erreichen, um Planungssicherheit zu haben", betonte der Übungsleiter, der nach nicht lange über das Angebot aus Darmstadt nachdenken musste: "Ich habe immer auf eine solche Gelegenheit hingearbeitet."
Dass die höhere Aufmerksamkeit in der zweiten Liga dabei ein Hindernis darstellen könnte, glaubt der ehemalige U21-Nationalspieler Griechenlands indes nicht: „Ich weiß, was Druck ist, denn ich habe jahrelang bei großen Vereinen gespielt. Das ist Profifußball und kein Kindergarten, dem sind wir uns bewusst.“ In erster Linie sei er einfach glücklich, total motiviert und „stolz, bei einem Traditionsverein wie dem SV 98 arbeiten zu können."
Die DNA des Vereins vertreten
Die Feuertaufe für den früheren Bundesligaspieler erfolgt dann am nächsten Sonntag in Bielefeld. Um bei den Ostwestfalen zu bestehen, will der Trainer sich zunächst ein genaues Bild von der Mannschaft auf dem Platz machen. Dabei weiß er, dass verschiedenste Faktoren einen Einfluss auf den Erfolg des Teams haben und kein immergleicher Weg zu adäquaten Lösungen führt. "Man muss die Kaderqualität, sowie die Tabellensituation miteinbeziehen." Wichtig sei es außerdem, die "DNA" des Vereins zu vertreten.
Der Unterstützung der Lilien-Anhänger ist er sich dabei sicher. "Es ist überragend, wie die Fans den Verein hier immer nach vorne peitschen. Auch deshalb kommen Gastvereine nur ungerne ans Böllenfalltor." Diese Wertschätzung will er dabei stets zurückgeben: "Die Fans honorieren es, wenn sich Spieler 90 Minuten lang den Hintern aufreißen. Und mir ist immer wichtig, dass sie nach Spielen nach Hause gehen, ein positives Gefühl haben und die ehrliche Arbeit der Mannschaft zu schätzen wissen."
Am Dienstag startet die Vorbereitung auf die Partie in Bielefeld, bei der Grammozis an die positiven Eindrücke aus dem Dresden-Spiel anknüpfen will, um dann im Idealfall den nächsten Dreier einzufahren. Sollte das gelingen, steht als nächstes vielleicht schon der Sirtaki auf dem Programm.