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03.03.2019 / Allgemein

„Müssen die Räume besser nutzen“

sv98.de hat die Stimmen zur 0:1-Niederlage in Bielefeld zusammengefasst.

Dimitrios Grammozis:
Ich denke, dass ich heute zwei verschiedene Halbzeiten von meiner Mannschaft gesehen habe. In der ersten Halbzeit haben wir defensiv so agiert, wie wir uns das vorgestellt haben, auch, wenn wir die ein oder andere Chance zugelassen haben, war das weitestgehend okay. Wir hatten eine gute Grundordnung, haben aber unsere Ballgewinne nicht gut ausgespielt. Da hat der letzte Tick Entschlossenheit gefehlt. Aus unserem ersten Abstimmungsfehler hat Arminia dann das Tor gemacht, dann ist es natürlich schwer, wenn man dem 0:1 hinterherläuft, zumal Bielefeld eine gute Kontermannschaft ist. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann deutlich gesteigert und hatten durch Mehlem und Dursun gute Chancen, leider haben wir diese nicht genutzt. So steht am Ende die bittere Niederlage. Ich bin trotzdem positiv gestimmt, weil die Mannschaft nach der Pause einige Dinge gut gemacht hat.

Uwe Neuhaus:
Wir sind zufrieden und ich denke, dass es ein verdienter Sieg ist. Wir haben es etwas versäumt, unsere Chancen zu nutzen, haben aber defensiv nur ganz wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir "nur" den Pfostenschuss von Mehlem zugelassen, da hat man natürlich auch immer etwas Glück. Ich denke aber, dass wir uns das Glück über 90 Minuten erarbeitet und verdient haben. Wir haben dann etwas die Ruhe verloren, doch das liegt auch daran, dass in den letzten Wochen nicht so gute Ergebnisse erzielt haben. Trotzdem haben wir die Führung mit Leidenschaft und aufopferungsvoll verteidigt.
Fabian Holland:
Die fehlende Präzision hat uns heute ein bisschen das Genick gebrochen. Wir haben es nicht geschafft, im letzten Drittel die Pässe an den Mann zu bringen. Das hat heute nicht gut geklappt, dazu müssen wir beim Gegentor besser verteidigen. In den Räumen können wir sicher noch besser stehen und verteidigen, aber wir hatten heute vor allem viele Kontersituationen, die wir genauer ausspielen müssen. Wir wollten erstmal kompakt stehen, den Gegner ein wenig kommen lassen. Und ich denke auch, dass Bielefeld so seine Probleme hatte, sich bei uns durchzuspielen. Von außen sah das in der ersten Halbzeit vielleicht etwas passiv aus, weil wir unsere Umschaltsituationen nicht gut ausgespielt haben. Da müssen wir klarer werden. Der Trainer hat uns mitgegeben, dass wir in den Mannschaftsteilen eng zusammen stehen, dem Gegner das Leben schwer machen und dann die Kugel laufen lassen. Ich denke, das haben wir in Ansätzen schon umsetzten können, für einen Punkt hat allerdings speziell die Präzision gefehlt.
Marcel Heller:
Heute hat uns vor allem das eine Tor gefehlt, das Bielefeld geschossen hat, um hier zu punkten. Die ein oder andere Möglichkeit war da, da haben wir es etwas vermissen lassen, dass wir den letzten Pass anders oder besser ausspielen. Da müssen wir die Räume besser nutzen. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir höher verteidigt, wollten höher pressen und hatten auch vorne Ballgewinne. Ich denke, die Ansätze waren gar nicht schlecht heute. Aber natürlich haben wir noch Arbeit vor uns. Wir werden unsere Lehren aus dem Spiel ziehen. Der Trainer ist auch erst eine Woche da, er hat uns viel mitgegeben, mit vielen Spielern gesprochen und uns super motiviert. Es ist alles so eingetroffen, wie er es im Vorfeld analysiert hat, leider hat Bielefeld dennoch gewinnen können. Wir haken das jetzt ab, arbeiten mit dem neuen Coach weiter und geben Gas gegen Kiel. Wir hatten heute genug Räume für Aktionen, auch in der Nähe des Tores. Dazu kommt der Pfostenschuss und der knapp geklärte Ball, Chancen waren also schon vorhanden. Man konnte sehen, dass wir von hinten raus Fußball spielen wollten. Das haben wir oft gut gelöst, haben uns etwas getraut und so auch Räume geöffnet. Es war sichtbar, dass wir auch hinten mutig raus spielen können. Dann müssen wir uns noch mehr trauen, riskante Pässe in die gefährliche Zone zu spielen. Das Kurzpasspiel hat schon ganz gut funktioniert, der nächste Schritt wird es sein, die entstehenden Räume noch besser zu nutzen. 

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