FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
8:1. Mit diesem Ergebnis sorgte der 1. FC Köln vor der Länderspielpause für einen Paukenschlag. Die Positivserie der Lilien riss hingegen beim Auswärtsspiel in Bochum. Konträre Ergebnisse, die Dirk Schuster vor dem direkten Aufeinandertreffen aber keineswegs in Ehrfurcht erstarren lassen. Vielmehr sucht der Cheftrainer des SV 98 nach den richtigen Ansätzen, um die enorme Qualität des Aufstiegsfavoriten gar nicht erst zum Vorschein kommen zu lassen.
"Das Spiel beginnt zunächst trotzdem bei 0:0", erklärte Schuster angesichts des zuletzt gezeigten Torhungers der Geißböcke und verband diese Feststellung mit einer ersten Forderung in Richtung seiner eigenen Mannschaft: "Wir müssen den Kölnern ein wenig die Freude am Fußballspielen nehmen und selbst mutigen Fußball spielen."
Sahnetag benötigt
Denn der 50-Jährige weiß genau, was passieren kann, wenn die Domstädter einmal "ins Rollen" kommen und ihre Qualitäten ausspielen können: "Sie haben extrem viele Stärken und sehr wenige Schwächen und wir brauchen einen absoluten Sahnetag, um bestehen zu können."
Optimistisch, dass dieser "Sahnetag" gelingen könnte, stimmt Schuster dabei die Intensität, die seine Spieler in der zurückliegenden Länderspielpause an den Tag legten. "Ich war mit den Trainingseinheiten sehr zufrieden", so der gebürtige Chemnitzer, der die Lilien daher "gut gerüstet" für den 14. Spieltag sieht.
Unabhängig der Spielvorbereitung dürfte das Duell mit den Kölnern im längst ausverkauften Merck-Stadion am Böllenfalltor zu den absoluten Höhepunkten dieser Spielzeit zählen. So auch für den ehemaligen Kölner Schuster, der nach eigener Aussage noch "Kontakte zum Funktionsteam" besitzt und die Vorfreude auf eine "sehr große Herausforderung" am Freitagmittag betonte.
"17, 18 Spieler auf Bundesliga-Niveau"
Kernpunkt der riesigen Aufgabe für die Lilien stellt neben der „breiten Brust“ der Kölner dabei insbesondere die unglaubliche individuelle Qualität des Effzehs dar: "Köln wird mit einer Bundesliga-Mannschaft auflaufen", so Schuster angesichts von Namen wie Horn, Hector oder Terodde und ergänzte: "Sie haben 17, 18 Spieler mit Bundesliga-Niveau. Es wird eine haarige Aufgabe für uns."
Zumal der Übungsleiter selbst auf eine "personell etwas angespannte Situation" in den eigenen Reihen blickt. Neben den sicheren Ausfällen von Rouven Sattelmaier (Kreuzbandriss), Selim Gündüz (Kreuzbandriss) und Tobias Kempe (5. Gelbe Karte) fällt mit Max Grün (Ellenbogenverletzung) ein weiterer Akteur für den Samstag aus. Zudem bezifferte Schuster die Chancen auf einen Einsatz von Serdar Dursun (muskuläre Probleme) auf "50/50".
Losgelöst von einer möglichen Startformation zählte Schuster zum Abschluss der Pressekonferenz aber noch einmal auf, welche Eigenschaften als Ausgangsbasis benötigt werden, um den großen Favoriten am Samstag ein Bein stellen zu können: "Wir wollen unsere Tugenden abrufen, müssen unsere Mentalität zeigen und mit Mut die Räume im Umschaltspiel nutzen."