FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Der SV Darmstadt 98 gastiert am Sonntag beim 1. FC Nürnberg (23.2./13.30). Vor dem Auswärtsspiel blickt Dimitrios Grammozis im Mediengespräch auf das ihm zur Verfügung stehende Personal. Außerdem analysiert der Lilien-Coach den kommenden Gegner, beschreibt seinen Umgang mit Reservisten und spricht über den Vorsprung auf die Abstiegsränge.
…zum Personal:
Yannick Stark hat das Sandhausen-Spiel zwar nur arg gebeutelt überstanden, das Training aber bereits wieder aufgenommen. Als ich mir seine Maske angeschaut habe, wusste ich erst nicht, ob es eine Karnevalsmaske ist (lacht). Er hatte im ersten Training keine Probleme. Jetzt werden wir schauen, wie er in den beiden letzten Einheiten mit der Maske zurechtkommt. Wenn das so bleibt, stünde einem Einsatz nichts im Wege. Ansonsten sind bis auf Mathias Wittek (Kreuzbandriss) und dem gesperrten Immanuel Höhn alle Mann an Bord.
…zum Spiel in Nürnberg:
Die Nürnberger haben nach den letzten Resultaten Selbstvertrauen gesammelt. Sie haben in Heidenheim einen Punkt geholt und davor zweimal gewonnen. Sie wollen zuhause nachlegen. Wir können uns auf eine Mannschaft einstellen, die sehr kompakt agiert und aggressiv verteidigt. Darüber hinaus können sie mit ihren schnellen Leuten in der Offensive gut kontern. In der Box haben sie mit Michael Frey zudem einen Stürmer, der in jeden Ball reinfliegt und somit immer wieder für Gefahr sorgen kann. Ich erwarte ein intensives Spiel, in welchem sich beide Mannschaften nichts schenken werden. Der 1. FC Nürnberg ist ein sehr reizvoller Name. Wir wollen bei so einem guten Gegner bestehen und freuen uns auf die Partie.
…über die Lehren aus dem Hinspiel:
Die beiden Spiele sind aufgrund des Trainerwechsels in Nürnberg nicht miteinander zu vergleichen. Mit Jens Keller tritt die Mannschaft defensiv stabiler auf. Ich hoffe natürlich trotzdem, dass wir wie im Hinspiel wieder drei Tore schießen (grinst). Aber wir wissen, dass es nicht einfach wird. Dennoch haben die Jungs in den letzten Spielen gezeigt, dass sie auch gegen kompakt stehende Gegner Lösungen finden und sich Chancen herausspielen können. Das wollen wir auch in Nürnberg wieder tun. Der Kader des Clubs gehört von den Einzelspielern zur Spitze der zweiten Liga. Sie werden uns unter Druck setzen. Aber auch wir werden versuchen, unser Spiel durchzudrücken – so wie wir es auswärts zuletzt in Dresden getan haben.
…über das vergangene Jahr als Darmstadt-Trainer (seit 23.2.2019 im Amt):
Es war ein sehr intensives Jahr. Wir haben viel erlebt: Schöne Momente, aber auch Momente, in denen es nicht so gelaufen ist, wie wir uns es vorgestellt haben. Mit Blick auf die aktuelle Situation haben wir zusammen mit der Mannschaft in der Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Das Positive überwiegt auf jeden Fall. Über mein Jubiläum mache ich mir aber keine großen Gedanken.
…über den Vorsprung auf den Relegationsplatz:
Die Tabellensituation spielt für uns momentan eine untergeordnete Rolle. Nur das nächste Spiel ist das Ziel, welches wir vor Augen haben. Wir gucken nicht, was übernächste Woche oder in drei Monaten passiert. Stattdessen haben wir uns vorgenommen, uns unabhängig von der Tabellensituation zu einhundert Prozent auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Das haben die Jungs in den letzten Spielen wirklich sehr gut gemacht. Natürlich wissen wir, dass wir aktuell Luft auf die Abstiegsränge haben. Aber das ist eine Momentaufnahme. Wir müssen weiter gierig und hungrig bleiben. Nürnberg wird uns keinen Zentimeter Platz lassen. Die Jungs wissen daher genau, dass sie nicht nachlassen dürfen. Wenn ich mir aber die Trainingseinheiten unter der Woche anschaue, dann habe ich nicht das Gefühl, dass die Jungs auch nur um 0,01 Prozent nachlassen. Ich merke, dass das Gefühl nach den letzten Siegen die Jungs nur noch mehr anstachelt.
…über den Umgang mit Reservisten:
Es gibt da keinen festen Ablauf, wie man es als Trainer machen soll. Vieles habe ich aus der eigenen Erfahrung während meiner aktiven Spielerlaufbahn gelernt. Dadurch kann ich mich gut in den einen oder anderen hineinversetzen. Die Jungs, die momentan nicht spielen, sind natürlich nicht glücklich mit ihrer Rolle. Als Trainerteam sind wir so ehrlich wie möglich, um ihnen Erklärungen zu liefern. Wir versuchen, alle Jungs mitzunehmen und ihnen unsere Inhalte immer wieder zu übermitteln und jedem das Gefühl zu geben, dass es nur gemeinsam geht. Das Sandhausen-Spiel war bezeichnend dafür: Patric Pfeiffer kam in den letzten Partien nur sehr wenig zum Einsatz. Doch auf einmal ist er ein ganz wichtiger Faktor. Das ist bei den anderen Spielern genauso. Sollte ein Spieler, der sich in der ersten Elf sieht, glauben, er könne ein paar Prozent weniger machen, dann haben wir immer die Möglichkeit zu reagieren. Und das werden wir dann auch tun.
…über den Ausfall von Immanuel Höhn:
Patric Pfeiffer und Nicolai Rapp sind die beiden Möglichkeiten, Immanuel Höhn in der Innenverteidigung zu ersetzen. Beide haben es gegen Sandhausen sehr gut gemacht als sie reinkamen. Sie haben der Mannschaft viel Stabilität gegeben. Wir werden nun die letzten beiden Trainingseinheiten abwarten und dann entscheiden.
…über eine mögliche Vertragsverlängerung:
Aktuell gibt es keinen neuen Stand, die Gespräche laufen. Zu Inhalten möchte ich mich grundsätzlich nicht äußern. Wir als Trainerteam fokussieren uns auf unsere Arbeit. Das ist das, was wir als Trainerteam machen können. Und das machen wir mit jeder Menge Leidenschaft und mit sehr viel Hingabe. Es macht unglaublich Spaß, mit den Spielern jeder Tag auf den Platz zu stehen. Die Jungs glauben an unsere Idee, wie wir mit ihnen Fußball spielen möchten. Das ist sehr wichtig. Darüber hinaus haben wir aktuell nur das Spiel in Nürnberg im Blick.
Weitere Informationen: Rund 1200 Lilienfans dürften den SV Darmstadt 98 nach Nürnberg begleiten. Eine Gästetageskasse wird es am Spieltag geben.