FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Torsten Lieberknecht stand am heutigen Donnerstag (26.8.) den Medienvertretern auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel der Lilien gegen Hannover 96 (28.8., 13.30 Uhr) Rede und Antwort. Dabei beantwortete der Cheftrainer des SV 98 die Fragen zum Personal, blickte auf die eigenen Stärken und sprach über die Lilienfans sowie die besondere Atmosphäre am Böllenfalltor.
… zum Personal:
Aaron Seydel ist in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, hat heute sogar schon mal rund zehn Minuten richtig mitgespielt. Es ist sehr positiv, dass er den Weg zurückgefunden hat. Ein Lob gilt dabei auch der medizinischen Abteilung. Matthias Bader und Frank Ronstadt sind ebenfalls wieder im Training. Erich Berko trainiert aktuell noch individuell, weil er immer mal wieder Probleme mit den Adduktoren hat. Marvin Mehlem und Tim Skarke machen in ihrer Reha ordentliche Fortschritte. Die Rest ist einsatzfähig.
… zum kommenden Gegner:
Die Art des Fußballs wird sich bei Hannover nicht verändern, nur weil Marvin Ducksch nicht mehr da ist. Ich bin mir sicher, dass Hendrik Weydandt für ihn spielen wird. Hannover 96 ist noch immer top besetzt. Gegen sie sind es immer sehr intensive Spiele.
… über die eigenen Stärken:
Wir sind in der Lage, einen vernünftigen Spielaufbau und ein vernünftiges Positionsspiel zu zeigen. Wir können aber auch mit relativ einfachen Mitteln ins letzte Angriffsdrittel kommen. Das macht uns speziell und für die Gegner nicht leicht ausrechenbar. Viele gegnerischen Mannschaften müssen in der Vorbereitung auf uns viele Dinge ansprechen, auf die man bei uns Acht geben muss.
… auf die Frage, was es braucht, um gegen Hannover zu bestehen:
In dieser Zweitliga-Saison sind alle Spiele bislang extrem intensiv gewesen – mit intensiven Zweikämpfe und harten Luftduellen, die mit einer Massivität durchgezogen werden, die ich so lange nicht mehr gesehen habe. Daher müssen wir eine gewisse Physis auf den Platz bringen. Dazu gehören eine große Sprint- und eine hohe Laufbereitschaft sowie Körperlichkeit. Das ist die Basis für das Spiel am Samstag. Wenn wir das auf den Platz bekommen, werden wir auch die fußballerische Lösungen finden.
… über den Zusammenhalt des Teams und die kommenden Wochen:
Ich möchte, dass meine Mannschaft versucht, an die Leistungen seit dem Spiel bei 1860 München anzuknüpfen. Die Corona-Situation begleitet uns noch immer, weil es immer noch Spieler gibt, die nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Dennoch haben wir eine Truppe, die als Gemeinschaft einen Spirit entwickelt sowie den Glauben an unsere Spielweise gefunden hat, um all die Hürden zu überwinden und weiterhin zu wachsen. Wir wollen uns mit einem Sieg in die Länderspielpause verabschieden. In der Pause wollen wir dann gerade im konditionellen Bereich ein paar Dinge aufholen, die wir für den weiteren Saisonverlauf brauchen.
… zum Thema ‚Mut/mutig sein‘:
Auf dem Platz gibt es Situationen, in der die Spieler selbst entscheiden müssen: Gehe ich das Risiko ein, diesen risikoreichen Pass zu spielen oder eben nicht? Mut prägt die Art und Weise des Offensivspiels und die Konsequenz, mit der gewisse Aktionen durchgezogen werden. Dazu gehört aber auch, Fehler zu machen. Und wir fordern diese risikorischen Pässe von den Spielern ein. Sie sollen wissen, dass es dann eben nicht ihr Fehler ist, wenn der Ball nicht ankommt. Vielmehr ist es der Tatsache geschuldetet, dass wir solche Dinge einfordern. Mutig sein bedeutet aber auch, mit Vehemenz in die Zweikämpfe zu gehen. Mut hat auch ein bisschen etwas Draufgängerisches. Mut ist, sein Herz zu zeigen. Das sind die Dinge, die man auf dem Platz sehen möchte.
… über die Fans am Böllenfalltor:
Ich genieße die Stimmung hier am Bölle vor den Fans, genauso wie es die Spieler tun. Man merkt, was es ausmacht, wenn Zuschauer im Stadion dabei sind. Unsere Fans helfen mit, das war mein Eindruck von Beginn an. Sie hatten vor allem in der schwierigen Phase ein extrem gutes Gespür für unsere Situation. Unsere Heimspiele sind die großen Highlights, bei denen wir die Fans hinter uns wissen möchten. Ich würde mir daher wünschen, dass das komplette Kontingent abgerufen wird. Das wäre fantastisch. Auch unter dem Mundschutz kann man alles aus sich rausholen und uns unterstützen. Und wir versuchen, diesen Spirit von den Tribünen auf den Platz zu bringen.
… über die namhaft besetzte 2. Bundesliga:
Wir haben eine große Lust, uns mit namhaften Mannschaften zu messen. Aber auch wir Lilien haben einen Namen, eine gewisse Größe sowie unsere Tradition und zudem eine geile Hymne. Es wird auch Gegner geben, die deshalb Lust haben, gegen uns zu spielen. Der Fokus auf der zweiten Liga ist dieses Jahr enorm. Die Spiele kann man sich durchaus anschauen. Und wenn das dann auch noch live vor Ort möglich ist, dann kommt alle ins Stadion.
7.048 Zuschauer sind für das Heimspiel der Lilien gegen Hannover 96 zugelassen. Der freie Vorverkauf läuft seit heute Mittag (26.8.) 12 Uhr. Karten gibt es sowohl im Online-Ticketshop des SV Darmstadt 98 sowie im Ticketshop am Böllenfalltor, welcher am Donnerstag und Freitag jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet hat. Noch ein organisatorischer Hinweis für den Spieltag: Die Maskenpflicht gilt am Samstag auch am eigenen Platz.