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15.12.2017 / Allgemein

„Mutig und zielorientiert“ in die 1. Etappe

Mit der Partie in Fürth erreicht das Pflichtspieljahr 2017 die Ziellinie. Doch trotz des Charakters als Jahresabschluss fungiert das Spiel in Mittelfranken viel eher als doppelter Startblock. Denn das Aufeinandertreffen mit den Kleeblättern bildet nicht nur den Rückrundenauftakt der laufenden Saison, es ist gleichzeitig auch das erste Pflichtspiel von Dirk Schuster seit seiner Rückkehr auf den Trainerstuhl des SV 98. Mit „riesiger Vorfreude“ blickt der 49-Jährige diesem Startschuss auf der Pressekonferenz entgegen, wohl wissend, dass die 90 Minuten am Sonntag nur die ersten Meter eines „langen und steinigen Weges“ darstellen.

Welche Bedeutung ein guter Auftakt in die verbleibenden Saisonspielen hätte, verdeutlichte der leidenschaftliche Marathonläufer Schuster ebenfalls. „Die Aufgabe ist jedem bewusst. Es spielt der 17. gegen den 16. Es ist ein wichtiges Spiel, um auch mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen“, so der Cheftrainer der Lilien, der genau einschätzen kann, wie schwer die erste von 17 verbleibenden Etappen auf dem Weg zum Klassenerhalt werden dürfte: „Ich erwarte eine Fürther Mannschaft, die jeden Zweikampf annimmt und die im Umschaltspiel sehr schnell nach vorne unterwegs ist. Eine Mannschaft, die alles daran setzen wird, uns in der Tabelle zu überholen.“
"Mutig und zielorientiert nach vorne spielen"
Um die Spielvereinigung nicht aus dem eigenen Windschatten treten zu lassen, setzt Schuster auf die richtige „Balance“ zwischen Defensive und eigenem Angriffsspiel: „Auf der einen Seite gilt es, den Tatendrang der Fürther einzudämmen und die defensive Stabilität hinzubekommen. Aber eben auch genauso mutig und zielorientiert nach vorne zu spielen.“
Mit vielen Gesprächen und fünf Trainingseinheiten seit Dienstag hat Schuster sich und seine Mannschaft auf den „heißen Tanz“ im Ronhof vorbereitet und dabei bereits viele positive Eindrücke gewonnen: „Die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen und war sehr engagiert. Sie ist teilweise sogar in den roten Bereich reingefahren. Die Spieler haben gezeigt, dass sie bereit sind, alles zu geben und zu investieren, um auf sich aufmerksam zu machen. Ich bin beeindruckt vom Engagement der Mannschaft.“
Mit Selbstbewusstsein nach Fürth
Auf Nachfrage verriet der gebürtige Chemnitzer, welche Eigenschaften er von seinem Team am Sonntag erwartet: „Ich möchte eine Mannschaft sehen, die diszipliniert auf dem Platz auftritt, mutig nach vorne spielt, eine gute Struktur nach hinten hat und vor allem erfolgreich ist“, so Schuster, der die Reise nach Franken auch aufgrund der bisherigen Trainingseindrücke „durchaus mit Selbstbewusstsein“ antreten wird.
Seine ersten Tage beschrieb Schuster als „sehr intensiv und lang“ und meinte damit sowohl das Arbeitspensum innerhalb des Trainerteams als auch den Umfang und das Engagement, das die Spieler in diesem Zeitraum an den Tag gelegt haben. „Wir haben viel Aufwand betrieben“, fasste der frühere Nationalspieler die bisherige Woche zusammen, um mit Blick auf Sonntag zu ergänzen „dafür wollen wir uns in Fürth auch ein wenig belohnen.“
Mit welcher Formation die Etappe im Frankenland angegangen werden wird, das wollte und konnte Schuster am Freitag noch nicht verraten. „Die endgültige Entscheidung über die Aufstellung wird wahrscheinlich am Sonntagvormittag nach unserem obligatorischen Lauf fallen“, verwies Schuster zum einen auf die Kurzfristigkeit seiner schlussendlichen Auswahl und bestätigte zum anderen das Beibehalten eines früheren Rituals.
"Alle haben bei null angefangen"
Keine Rolle in den Überlegungen für Sonntag wird Jan Rosenthal spielen, der aufgrund eines Infektes weiterhin fehlen wird. Zudem steht auch hinter Terrence Boyd ein Fragezeichen. „Garantien gibt es überhaupt nicht, es definiert sich alles über Leistung. Alle haben bei null angefangen“, verdeutlichte Schuster, wie eng umkämpft die Startplätze für Sonntag sein werden. Doch egal, welche elf Spieler den Startschuss auf dem Platz miterleben werden, das am Freitag von Schuster formulierte Ziel wird sich bis Sonntag nicht mehr verändern: „Wir wollen ein gutes Spiel machen und nach Möglichkeit auch gewinnen.“
Bislang wurden 862 Karten für das letzte Pflichtspiel des Jahres verkauft. Vor Ort wird es eine Tageskasse für Gästefans geben.

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