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23.12.2018 / Allgemein

„Nach dem 2:3 auseinandergebrochen“

sv98.de hat die Stimmen zur Auswärtsniederlage in Paderborn zusammengefasst.

Dirk Schuster:
Es ist natürlich ein sehr enttäuschendes Ergebnis. Wir wussten, dass Paderborn mit brutal viel Tempo nach vorne spielt. Das haben sie ab der ersten Minute auch gezeigt, direkt eine relativ große Chance gehabt und sind dann auch verdient 1:0 in Führung gegangen. Danach konnten wir das Spiel beruhigen und haben dann auch den Ausgleich erzielt. Wir wussten, dass wir uns keine einfachen Fehler erlauben können, denn der Gegner schaltet bei Ballgewinn schnell mit mindestens fünf Spielern um. Das war dann auch unser Genickbruch, wir haben bei allen Toren fleißig mitgeholfen, das war teilweise Slapstick. Nachdem wir uns zweimal zurückgebissen haben und selbst die Chance hatten, hier etwas mitzunehmen, haben wir zu viele Fehler im Mittelfeld gemacht und verdient verloren. Das Spiel hat gezeigt, wo der Schuh drückt. Wir hatten zu wenig Zugriff in der Zentrale und haben nicht die richtigen Mittel gefunden, um das Ergebnis wenigstens in einem erträglichen Rahmen zu halten. Das hinterlässt kein gutes Gefühl und wir sind jetzt gut beraten in die genaue Analyse des Spiels und der Vorrunde zu gehen. Jeder muss sich hinterfragen – auch wir – was er besser machen kann. Wir müssen jetzt den Resetknopf drücken. In den verbleibenden 16 Spielen müssten wir das Augenmerk darauf legen sauber zu verteidigen, Fehler zu minimieren, damit wir in der Chance bleiben, Spiele zu gewinnen. Wir haben zu viele Gegentore gefangen, da schrillen bei uns die Alarmglocken und da muss sich etwas ändern. Es war heute deutlich zu sehen, wo unsere Problemzonen sind und da gilt es besser zu werden.
Steffen Baumgart:
Für uns war es natürlich ein sehr gutes Ergebnis, aber wer das Spiel gesehen hat, hat auch gesehen, dass es auch in die andere Richtung hätte gehen können. Wir haben gut angefangen und dann etwas die Konsequenz verloren, so kam der Ausgleich auch nicht unverdient. In der zweiten Halbzeit sind wir schwer in die Gänge gekommen, gehen dann aber nach einer starken Aktion wieder in Führung. Nach dem 2:2 wusste man nicht, in welche Richtung das Spiel gehen würde. Wie die Jungs das dann aber in den letzten 15 Minuten gespielt haben und nie aufgehört haben auf das Tor zu spielen, war stark und so freuen wir uns über das Ergebnis und gehen mit einem Lächeln nach Hause.
Immanuel Höhn
Heute ist einiges schief gelaufen. Wir sind schlecht ins Spiel gekommen, haben uns dann aber gut reingearbeitet. Bis zur Halbzeit waren wir gut in der Partie und hatten auch nach der Pause ein, zwei guten Chancen zu Beginn. Nach dem 2:3 sind wird komplett auseinandergebrochen und haben dumme Gegentore bekommen. Das darf uns in dieser Form und gegen diesen Gegner nicht passieren. Direkt nach dem 2:2 hatten wir wirklich eine gute Phase. Dann fällt ein dummes Gegentor und unser Spiel geht den Bach runter. Wir wollten mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen und jetzt tut es einfach weh. Von einem guten Gefühl ist natürlich nichts zu spüren heute. Paderborn ist eine wahnsinnig spielstarke Mannschaft, das haben sie schon häufiger unter Beweis gestellt. Damit haben sie uns heute vor Probleme gestellt, die wir nicht lösen konnten. Wir kamen zweimal zurück, haben Moral bewiesen. Eigentlich müsste man dann mit einem guten Gefühl in Schlussphase gehen, dass es dann so gekommen ist, ist unerklärlich. Wir hatten zu große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, Paderborn hat sich da gut bewegt und gute Lösungen gefunden.
Fabian Holland
Die letzten Minuten bleiben natürlich hängen. So wie wir da aufgetreten sind, das geht nicht gegen einen offensivstarken Gegner. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, Räume offen gelassen und einfache Tore ermöglicht. Eigentlich hatte ich nach dem 2:2 das Gefühl, dass wir besser im Spiel waren und kompakter verteidigt haben. Da waren wir sogar am Drücker, müssen die eine oder andere Gelegenheit besser ausspielen. Dann bekommen wir ein Gegentor nachdem wird niemals so zusammenbrechen dürfen. Wir wussten um die Qualität der Paderborner. Wir wussten, dass sie gut in freie Räume kombinieren können. Und genau diese Räume haben wir ihnen heute gelassen. Jeder in der Liga kennt diese Qualität. Dass wir in letzter Zeit immer einem Rückstand hinterherlaufen müssen, strengt natürlich an, das wollten wir eigentlich verhindern. Wir hätten uns natürlich einen besseren Abschluss gewünscht. 

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