FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nach großem Kampf einen Zähler errungen! Die Lilien trotzen dem Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart ein 1:1 (1:1) ab. Tobias Kempe (20.) traf in einem intensiven Spiel für die Hausherren, die damit die 20-Punkte-Marke geknackt haben.
Der VfB versuchte direkt zu Beginn, den SV 98 mit langen Ballbesitzphasen in die eigene Defensive zu zwingen. Die Lilien verließen sich zunächst aufs Verteidigen und agierten aufmerksam sowie diszipliniert gegen den Ball. Obwohl die Schwaben die optisch überlegene Mannschaft in der Anfangsphase waren, gelang es ihnen jedoch nicht, gefährliche Torchancen zu kreieren. Die Lilien hingegen kamen nach und nach besser in die Partie und verzeichneten auch die klareren Chancen im ersten Durchgang.
Yannick Stark, der für den gesperrten Victor Palsson in die Startelf rückte, verzeichnete den ersten Abschluss. Aber dessen Flachschuss aus gut 20 Metern ging am langen Pfosten vorbei. Doch die Lilien ließen nicht locker: Tobias Kempe (20.) – überragend freigespielt von Marvin Mehlem – lief allein aufs Stuttgarter Tor zu, blieb cool und besorgte mit einem überlegtem Linksschuss die Führung für den SV 98 – verdient, weil die Lilien nach der Anfangsviertelstunde immer mutiger wurden.
Der VfB zeigte sich im Anschluss gewillt. Doch den ersten Abschluss aufs Tor der Gastgeber von Philipp Förster (29.) parierte Marcel Schuhen ohne Probleme. Wenig später (32.) musste der Lilien-Keeper nicht eingreifen, weil Patrick Herrmann und Immanuel Höhn eine scharfe Hereingabe der Cannstatter in Teamarbeit klärten. Auf der Gegenseite wurde es dagegen prompt gefährlich, wenn der SV 98 ins letzte Drittel kam: Den strammen Distanzschuss von Dario Dumic (35.) konnte Fabian Bredlow nur abklatschen lassen. Beim Nachschuss von Marvin Mehlem war der VfB-Torhüter dann stark zur Stelle.
Als sich die Zuschauer am Böllenfalltor bereits auf die Halbzeitpause einstellten, klingelte es im Kasten der Lilien: Erst parierte Schuhen den Schuss von Gonzalo Castro. Der Nachschuss landete aber beim freistehenden Borna Sosa, der nur noch einschieben musste und mit dem Pausenpfiff zum Ausgleich (45.) traf. Bitter, weil die erste echte Chance der Schwaben direkt saß.
Munter und bissig kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Während Santiago Ascacibar (47.) wenige Minuten nach Wiederanpfiff einen Kopfball über die Latte setzte, verpasste Serdar Dursun (50.) auf der Gegenseite nur knapp einen langen Steilpass. Es ging hin und her in dieser Phase: Mario Gomez (55.) kam aus gut 16 Metern zentral vor dem Lilien-Tor zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp über das Gehäuse.
Die Stuttgarter übernahmen im Anschluss zwar die Spielkontrolle, der SV 98 probierte es über Konter und hätte sich damit fast belohnt. Tim Skarke (60.) marschierte nach Dursuns Vorarbeit per Hacke auf das VfB-Tor zu. Doch im entscheidenden Moment bekam der Lilien-Angreifer zu wenig Druck hinter den Ball. Wieder Skarke, wieder gefährlich: Dieses Mal als Vorarbeiter bediente die Nummer 27 des SV 98 im Sechszehner Mehlem (64.), der mit seinem Flachschuss am parierenden Bredlow scheiterte. Im Gegenzug jubelten die Schwaben, nachdem Gomez (66.) zur vermeintlichen Führung traf. Doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits, was der VAR kurzerhand bestätigte – weiter 1:1.
Die Partie blieb auch in der Folgezeit spannend und durchaus ansehnlich. Während der VfB weiter Druck machte, konnten die Lilien immer wieder kleine Nadelstiche durch Konter setzen. In der 77. Minute hatte der SV 98 dann aber mächtig Glück als die Stuttgarter in Person von Förster nur den Pfosten trafen und sich Höhn beherzt in den Nachschuss von Ascacibar warf.
In der Schlussphase waren die Lilien fortwährend dem Druck der Gäste ausgesetzt. Doch die Darmstädter verteidigten aufopferungsvoll und warfen sich in jeden Ball. Dank dieser couragierten sowie disziplinierten Defensivleistung sicherte sich der SV 98 einen hart erkämpften Punkt gegen den Tabellendritten.