FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Wenn man an kulinarische Spezialitäten aus den Niederlanden denkt, fallen einem sonst zuerst wohl Gouda, Frikandeln oder Stamppot ein. Torsten Frings sagte am Karfreitag jedoch vielmehr das holländische Sandwich zu. In diesem nämlich befindet sich seine Mannschaft rund um das Spiel gegen Schalke 04.
"Unsere Hoffnung ist, dass sie aufgrund der Doppelbelastung ein bisschen Kraft gelassen haben", sagte der Lilien-Cheftrainer angesichts der beiden Schalker Europa-League-Partien gegen Ajax Amsterdam. Das Hinspiel fand bereits am Donnerstagabend statt. "Schalke ist für mich eine sehr, sehr gute Mannschaft, auch wenn sie es gestern nicht so gezeigt hat", äußerte sich der 40-Jährige zum 0:2 der Königsblauen in Amsterdam. Doch bevor es zum Rückspiel in Gelsenkirchen kommt, erwarten die Lilien am Ostersonntag noch die Königsblauen im Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor.
(Die Vorschau zum Heimspiel im Video)
Und auch wenn der Vergleich mehr als nur hinkt: Bestenfalls kommt die Leistung der Darmstädter dann so nah wie möglich an die von Ajax heran. Frings drückte es nüchterner aus: "Ich hoffe, dass wir mit einer guten Leistung dagegenhalten können." Das hieße: Die Kreise von Leon Goretzka einschränken, Benedikt Höwedes vor Probleme stellen und Max Meyer an die Kette legen.
"Schalke hat von den Einzelspielern eine Top-Mannschaft", analysierte Frings im Mediengespräch, "wir müssen über unser Limit gehen, um etwas mitzunehmen." Zumindest die Wahrscheinlichkeit, ans Limit zu gehen, steht außerordentlich gut, das bekräftigte der Chefcoach mit Nachdruck: "Ich bin nach wie vor total begeistert vom Charakter meiner Mannschaft. Wir haben unheimliches Feuer im Training, kein gibt sich auf."
Angesichts des Tabellenbildes hätte der SV 98 eigentlich allen Grund dazu. Mit einem zweistelligen Punkteabstand zieren die Lilien das Ende des Bundesliga-Klassements. Unter Umständen steht bereits am Sonntagabend der Abstieg rechnerisch fest. Und doch: Endzeitstimmung ist rund ums Böllenfalltor nicht auszumachen.
Das liegt zum einen am Anspruch, den die Lilien an sich selbst hegen, und dem Pflichtbewusstsein gegenüber Fans und auch der Konkurrenz. "Selbst wenn wir am Sonntag abgestiegen sind: Für uns ändert sich nichts – wir wollen jedes Spiel für uns spielen und für unsere Zuschauer punkten", unterstrich Frings: "Daran wird sich auch in den letzten Spielen nichts ändern."
Das liegt zum anderen aber auch an den Planungen für 2017/18, die im Hintergrund mit Hochbetrieb laufen. Zu Beginn der Woche unterschrieb Kevin Großkreutz bei den Lilien, zuvor hatte der SV 98 sich bereits mit Sandro Sirigu auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung geeinigt.
"Wir wollen die Verpflichtung von Kevin auch dazu nutzen, um Spielern in unserem Kader zu überzeugen, die vielleicht noch ein kleines Fragezeichen im Kopf haben", sagte Frings. Und ergänzte: "Wir sind auf einem guten Weg und treiben die Planungen voran. Wir erhoffen uns, ähnlich wie bei Sandros Verlängerung, eine Signalwirkung auf die anderen Spieler."
Eine weiteres Zeichen wäre auch ein leidenschaftlicher, mutiger Auftritt gegen S04. Damit den Schalkern der Zwischengang rund um die beiden Europapokal-Klassiker gegen Amsterdam gar nicht gut im Magen liegt.