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01.12.2018 / Allgemein

„Nicht das, was wir können“

sv98.de hat die Stimmen zur 1:3-Niederlage bei Union Berlin zusammengefasst.

Dirk Schuster:
Ich denke es war ein verdienter Sieg für Union. Wir wussten um die Stärken der Berliner, die Mannschaft arbeitet defensiv sehr gut, hat viel Qualität vorne und auch die Standards können eine Waffe darstellen. Dementsprechend hatten wir die Mannschaft auch darauf eingestellt. In den ersten 20 Minuten haben wir das Spiel defensiv kontrolliert, wenig zu gelassen aber bis auf den ersten Torschuss offensiv kaum statt gefunden und das Berliner Tor so kaum in Gefahr gebracht. Wir haben uns dann zwei Fehler geleistet und sind 0:2 in Rückstand geraten. Das ist dann schwer, es wieder gerade zu biegen. Wir sind besser und engagierter aus der Kabine gekommen und haben dann mit dem 0:3 einen herben Dämpfer bekommen. Das Spiel haben wir aber eindeutig in der ersten Halbzeit verloren. Der Treffer zum 1:3 war dann nochmal gut für die Moral. Wir haben gegen eine Spitzenmannschaft verloren, haben aber auch nicht so agiert, wie wir das wollten.
Urs Fischer:
Ich bin sehr zufrieden, wir haben 70 Minuten ein sehr gutes Union gesehen, das fast keine Fehler gemacht hat. Wir haben unseren Plan eins-zu-eins umgesetzt. Wir wussten um die Stärken von Darmstadt bei langen Bällen und haben sehr gut dagegen gehalten. Ich finde in den 70 Minuten nichts, was ich der Mannschaft vorwerfen kann. Wir hatten genug Torgelegenheiten und uns so das 3:0 verdient. Mit dem 1:3 kam dann in den letzten 20 Minuten noch mal Hektik auf, jedoch ohne, dass es richtig gefährlich wurde. Ich bin sehr stolz und froh.
Fabian Holland
Die ersten knapp 70 Minuten waren wir nicht richtig auf dem Platz, haben offensiv kaum etwas zu Stande gebracht. Wir wollten anders spielen und hatten es uns anders vorgestellt Es ist immer schwierig, das zu vergleichen, aber wie man es dann umsetzt, sind manchmal zwei verschiedene Paar Schuhe. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir zu spüren bekommen, wie stark Union in der Defensive ist, wir wollten Berlin heute definitiv mehr Probleme bereiten. Aber wir haben es ihnen einfach zu leicht gemacht und dumme Gegentore bekommen. Deswegen wollten wir in der zweiten Halbzeit viel mehr Gas geben, was uns allerdings erst in der 70. Minute richtig gelungen ist. Da war das Spiel dann schon entschieden. Nach so einer Leistung ist es für die Fans natürlich ebenso enttäuschend wie für uns, da sie eine weite Reise hinter sich haben und mehr von uns sehen wollen. Ich denke, wir müssen uns jetzt auf die nächsten Aufgaben fokussieren, denn wir haben wichtige Spiele vor der Brust. Die Leistung heute war definitiv nicht gut – das wissen wir alle. Nächste Woche haben wir ein enorm wichtiges Spiel vor uns, bei dem wir alles reinhauen müssen, denn es wird eine Schlacht geben. 
Marcel Heller
Die Niederlage ist schwer für uns zu erklären, wir hatten uns das ganz anders vorgestellt. Wir wussten, dass Berlin sehr viel Selbstvertrauen hat bei noch keiner Saisonniederlage. Wenn Du so eine erste Halbzeit spielst und so einfache Tore fängst, dann ist es schwer, bei so einem Gegner, der 14-mal ungeschlagen ist, zu punkten. Die heutige Partie vergessen wir am liebsten ganz schnell, denn das war überhaupt nicht das, was wir können und was wir teilweise in den vergangenen Spielen gezeigt haben. Berlin hat uns teilweise den Ball überlassen, dafür gesorgt, dass wir die Bälle lang schlagen mussten, und auf unsere Fehler gewartet, um dann schnell umzuschalten. In der zweiten Liga kriegt man nie viele Chancen, aber die, die wir hatten, haben wir nicht genutzt. Jeder muss sich an die eigene Nase packen und sich fragen, was wir falsch gemacht und zusammen fabriziert haben. Daraus müssen wir dann die Lehren ziehen, denn die Köpfe in den Sand stecken können wir jetzt nicht.

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