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05.10.2018 / Allgemein

„Nicht geschafft, unsere Konter zu setzen“

sv98.de hat die Stimmen zur Niederlage gegen den HSV zusammengefasst.

Christian Titz:
Ich finde wir sind gut uns Spiel gekommen. Wir haben die Spielkontrolle übernommen und zwei schöne Tore gemacht. Wir kamen aus der Halbzeit, wollten das Ergebnis halten und auf Konter lauern. Nach 37 Minuten in der zweiten Halbzeit hatte ich gedacht, dass nichts mehr passieren wird und wir noch gute Chancen bekommen. Dann ist aber passiert, was oft passiert – wir kassieren ein Gegentor und dann beginnt es im Kopf zu arbeiten. Am Ende ist es aber gut gegangen und insgesamt denke ich, dass wir der verdiente Sieger sind.
Dirk Schuster:
Von Beginn an war der HSV besser im Spiel. Das wussten wir aber auch und wir wussten, dass wir mehr investieren und sauber verteidigen müssen. Insgesamt haben wir bis zum Gegentor auch nicht so viel zugelassen, aber dann durch taktisches Fehlverhalten das erste Tor mitverschuldet. Dann wird es gegen eine handlungsschnelle Mannschaft schwer, Druck zu machen und Chancen zu bekommen. In der zweiten Halbzeit ist uns das besser gelungen und wir hatten vier gute Einschussmöglichkeiten: der Kopfball von Serdar Dursun, der Schuss von Tobias Kempe, Aytac Sulu aus 8 oder 9 Metern und der Schuss von Marcel Heller, der abgefälscht wurde, bei dem es aber keine Ecke gab. Leider hat es für uns nur zum Anschlusstreffer gereicht. Die Mannschaft hat bis zur letzten Sekunde nie aufgegeben und gegen einen schwer bespielbaren Gegner alles versucht, um einen Punkt hier zu behalten. In der Defensive waren wir heute einen Schritt weiter als in Kiel: Wir waren enger an den Männern und kompakter in den Räumen. Ich will wegen unseren Chancen nicht von einem verdienten Sieg sprechen, aber die effektivere Mannschaft hat heute gewonnen, und das tut uns natürlich weh. Die Länderspielpause ist jetzt die Möglichkeit ,auf die Reset-Taste zu drücken. Wir müssen weiter defensiv arbeiten und die Umschaltaktionen besser ausspielen. Wir werden weiter konzentriert und hart arbeiten.
Marcel Heller:
Es ist schwer, jetzt direkt ein Fazit zu ziehen. Am Ende haben wir noch einmal enormen Druck aufgebaut, hatten aber auch vorher schon vorher zwei Großchancen. Schießen wir etwas früher den Anschlusstreffer, dann wird es sicher noch enger. Wir kriegen heute wieder zwei Gegentore, das zweite nach einem Konter. Da müssen wir früher konsequent dazwischen gehen. Solche Treffer müssen wir in Zukunft unterbinden. Gehen wir nur mit 0:1 in die Halbzeit, haben wir eine deutlich bessere Chance, noch etwas zu holen. Nach der Pause haben wir gute Moral bewiesen, haben viel investiert und probiert. Besonders nach dem 1:2 haben wir großen Druck aufgebaut und hatten danach noch einige knappe Dinger dabei. Leider können wir uns dafür nichts kaufen, nur auf die zweite Halbzeit aufbauen und auf die gezeigte Moral. Jetzt müssen wir in der Länderspielpause hart und viel arbeiten, um den Negativlauf zu unterbrechen.  
Marcel Franke:
Die erste Halbzeit war schwierig für uns. Wir hatten uns eine Taktik zurecht gelegt, in der wir erstmal abwartend und kompakt agieren wollten. Der HSV sollte das Spiel machen und wir wollten durch gezielte Konter gefährlich werden. Wir hatten auch die Ballgewinne, aber so richtig gefährlich sind wir nicht geworden. Und mit dem ersten Torschuss kommt der Gegner gleich zum Tor. Da waren wir etwas zu vorsichtig und haben sie zu frei spielen lassen. Kurz vor der Pause bekommen wir den nächsten Gegentreffer, das war natürlich extrem ungünstig. Dennoch haben wir uns in der Pause vorgenommen, nicht nachzulassen. Hängen lassen wollte sich keiner. Die zweite Halbzeit war vom kämpferischen und vom Einsatz her absolut in Ordnung. Wenn das Tor für uns etwas früher fällt, wäre noch mehr Zeit geblieben, um den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Am Ende hat der HSV durchaus geschwommen, leider konnten wir das nicht nutzen. Wir hatten die drei Spiele zuvor verloren, da war es klar, dass wir den HSV nicht bespielen wie der FC Barcelona. Wir wollen unsere Stärken ausspielen, tief und gut stehen. Gegen solche Mannschaften hat sich der HSV zuletzt sehr schwer getan. Leider haben wir es heute nicht geschafft, unsere Konter zu setzen. 

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