FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Die Mathematik, sie beschäftigt sich oftmals mit den Beziehungen zahlenmäßiger oder räumlicher Verhältnisse. Mitunter zeichnet sie sich durch die Komplexität der gestellten Aufgaben auf. Viele schätzen diese Herausforderungen der Mathematik, andere verteufeln sie. Klugheit, Geschicklichkeit und Geduld sind gefragt, um sie zu lösen. Auch im Fußball gibt es diese kniffligen Auseinandersetzungen – so wie am Dienstagabend (20.4.) in Würzburg. Auch im Fußball geht es darum, sie zu bewerkstelligen. Der Lösungsweg, er muss nicht immer schön sein. Was am Ende zählt, ist das zahlenmäßige Verhältnis im Endergebnis. Und das sprach mit 3:1 für den SV Darmstadt 98.
Ein Auswärtsspiel in Würzburg. Das perfekte Beispiel für eine solch kniffligen Fußballaufgabe. Im Stadion des Tabellenschlusslichts der 2. Bundesliga, dazu noch in einer Englischen Woche. Nach den Duellen mit Fortuna Düsseldorf, Greuther Fürth und dem Hamburger SV, allesamt Top-Mannschaften der Liga, schienen die Würzburger Kickers auf dem Papier eine leichtere Aufgabe zu sein. Doch im Gegenteil. In Würzburg sei es nicht leicht zu bestehen, hatte Markus Anfang schon auf der Pressekonferenz vor der Partie erkannt und dementsprechend gewarnt. Schließlich holten die Unterfranken 14 ihrer 20 Punkte auf heimischen Boden und besiegten sowohl den HSV als auch Fortuna Düsseldorf sowie Hannover 96 in ihrer flyeralarm-Arena.
Unverdient, doch am Ende zählen die drei Punkte
Und trotzdem. „Jeder hat irgendwo erwartet, dass wir gewinnen“, erklärte Carl Klaus in einer Medienrunde am Mittwochvormittag (21.4.). Die Erwartungshaltung von außen, sie war groß. Ergebnistechnisch konnte sie der SV Darmstadt 98 zwar erfüllen, spielerisch dagegen nicht. Immanuel Höhn: „Wir haben nicht ansatzweise das gespielt, was wir spielen können.“ Das sah auch Anfang so. „Wir sind nicht in unser Spiel reingekommen“, begann der Cheftrainer seine Analyse nach Spielende, ehe er direkt nachschob: „Eigentlich sind wir das fast über die gesamte Spielzeit nicht.“ Es war bei weitem nicht die beste Leistung, die die Blau-Weißen in Würzburg auf den Platz brachten. Da waren sich alle Darmstädter einig. Anfang deutlich: „Heute haben wir das Spiel nicht verdient gewonnen.“
Doch wie oft war es in dieser Saison schon umgekehrt? Wir oft haderten die Lilien über die fehlende Belohnung in Form von Siegen und Punkten? „Die anderen Mannschaften haben danach aber auch nicht gefragt, ob sie besser waren oder nicht“, sprach Höhn ein wenig trotzig ins Mikrofon. Manchmal braucht es auch einfach mal einen dreckigen Sieg. Der Lösungsweg dorthin? Er muss nicht immer schön sein. Das richtige Ergebnis ist das, worauf es ankommt. Oder wie Torhüter Klaus es richtig zusammenfasste: „Wir haben spielerisch sicherlich keine Bäume ausgerissen. Aber so ein Auswärtssieg in der 2. Liga gerade gegen eine heimstarke Mannschaft ist verdammt viel Wert. Für so eine Englische Woche ist ein 3:1-Sieg auch einfach mal okay.“
Einfache Mathematik
Probleme hatten die Lilien nicht, auf zuvor gesammelte 36 Punkte drei weitere zu addieren: 39, so lautete die Lösung. Einfache Mathematik. Aber reicht das schon für den vorzeitigen, sicheren Ligaverbleib? Noch nicht, meinten die blau-weißen Protagonisten aufgrund zahlreicher Nachholspiele anderer im Abstiegskampf steckender Teams. Doch waren sie sich sicher: „Wir haben einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht“, freute sich Anfang, erkannte aber auch: „Rechnerisch ist dieser noch nicht abgeschlossen. Wir haben die magische Grenze von 40 Punkten noch nicht erreicht. Dementsprechend wollen wir nachlegen.“
Dass die Lilien das können, haben die vergangenen Woche deutlich gezeigt. Aus den letzten sieben Spielen sprangen starke 14 Punkte heraus. „Das ist ein Zweierschnitt“, rechnete Anfang vor. Diesen Aufwärtstrend will der SV Darmstadt 98 nun fortsetzen und auch die allerletzten Zweifel am sicheren Klassenerhalt beseitigen. Einfacher werden die nächsten Aufgaben allerdings nicht. Knifflig ist auch das kommende Heimspiel am Montag (26.4., 20.30 Uhr) gegen den VfL Bochum – Tabellenführer und heißester Kandidat im Rennen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Doch die Lilien, sie wollen auch diese komplexe Herausforderung meistern. Was es dafür braucht, wissen sie. Was am Ende zählt, auch: Das zahlenmäßige Verhältnis im Endergebnis.