FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Für den Spieler Dirk Schuster bedeuteten Spiele in Dresden oftmals schmerzhafte Erfahrungen. Zum einen, weil die direkten Duelle mit Ulf Kirsten für ein paar Nachwirkungen sorgten und zum anderen, weil Schuster den Platz nie als Sieger verlassen konnte. "Meistens gab es auf die Nase", erklärte der Cheftrainer am Donnerstag mit einem Grinsen angesichts von fünf Spielen ohne Erfolg (3 Remis, 2 Niederlagen) in Sachsens Landeshauptstadt. Als Trainer ist die Bilanz des gebürtigen Chemnitzers hingegen makellos, denn im vergangenen März siegte der SV 98 auswärts mit 2:0. Unabhängig vom Ergebnis blieb Schuster bei all seinen Auftritten die besondere Atmosphäre in Dresden im Kopf. Auf die freut sich der 50-Jährige auch am Samstag.
"Das sollte man schon einmal erlebt haben", erklärte Schuster angesichts der zu erwartenden – und bereits erlebten – Stimmung im Rudolf-Harbig-Stadion, bevor er konkretisierte: "Die Fans pushen die eigene Mannschaft bis zur letzten Minute, unterstützen sie und sind sehr laut."
Spezielle Rahmenbedingungen, in denen es in Schuster Augen ein "ein schönes Gefühl" wäre, Zählbares auf die eigene Habenseite zu ziehen. "Wir fahren dorthin, um punktemäßig etwas mitzunehmen", unterstrich der Übungsleiter die Zielsetzung für den kommenden Samstag, wohlwissend, dass auch Dynamo "die drei Punkte definitiv bei sich behalten" wollen wird.
Schwierige Aufgabe vor der Brust
Den kommenden Gegner konnte Schuster zuletzt am Dienstag in der nachgeholten Partie gegen den Hamburger SV über 90 Minuten beobachten, in denen die SGD trotz der knappen Niederlage eine durchaus beeindruckende Leistung abrief. "Sie haben gezeigt, wozu sie fähig sind. Sie haben gut organisiert, kampfkräftig und diszipliniert verteidigt und hatten auch die besseren Chancen. Normalerweise müssen sie das Spiel – gegen eine Mannschaft, die aufsteigen will – gewinnen", verriet der frühere Nationalspieler seine Erkenntnisse vom Wochenbeginn und schlussfolgerte: "Das verdeutlicht, gepaart mit ihrer spielerischen Qualität, die Schwierigkeit der Aufgabe für uns."
Um diese Aufgabe zu lösen, erwartet Schuster, dass seine Elf "von der ersten Minute an voll konzentriert" auftritt und eine "hohe Leistungsbereitschaft" an den Tag legen wird. Ebendiese Eigenschaften hatte Schuster in der Partie gegen Sandhausen eine halbe Stunde lang vermisst, als sich die Lilien mit einigen leichten Fehlern "das Leben schwer" gemacht hatten.
Viel Konkurrenz im Training
Keine besondere Bedeutung misst der Chefcoach hingegen der Tatsache bei, dass die Partie in Dresden den Auftakt für 3 Spiele in 6 Tagen bildet. "Ich denke nur an das Spiel in Dresden, alles andere interessiert mich heute noch nicht", entgegnete Schuster auf Nachfrage nach einer möglichen Rotation in der englischen Woche. Personelle Veränderungen für das anstehende Spiel schloss der Cheftrainer aber keineswegs aus: "Es haben sich einige im Training so empfohlen, dass sie vielleicht mehr als nur eine Alternative sind. Diese Gedankengänge sind aber noch nicht abgeschlossen."
Zumal Schuster mit Ausnahme der langzeitverletzten Spieler Platte, Gündüz und Sattelmaier voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen kann.
Begleitet werden die Lilien aktuell von 1052 Fans, die sich bereits im Vorfeld mit Tickets für die Partie eingedeckt haben. Für alle anderen wird am Spieltag selbst eine Tageskasse geöffnet sein.