FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Zeitpunkt: Mitte Mai. Ort: Merck-Stadion am Böllenfalltor. Teilnehmende Teams: Darmstadt 98 und Erzgebirge Aue. Die Eckdaten für den kommenden Spieltag lesen sich identisch zum 34. Spieltag der Vorsaison, einen gravierenden Unterschied gibt es aber dennoch: Beide Kontrahenten müssen in diesem Jahr nicht mehr um den Klassenerhalt zittern. Für Dimitrios Grammozis eine schöne Situation, die aber nichts an der Zielsetzung "Heimsieg" ändert.
"Zunächst einmal bin ich froh, dass die Vorzeichen nicht so sind wie im letzten Jahr", erklärte der Cheftrainer mit Blick auf die diesjährige Tabellensituation, ergänzte dann aber sofort: "Trotzdem wollen wir uns vernünftig aus der Saison verabschieden."
Eine vernünftige Verabschiedung – im Idealfall garniert mit den Heimpunkten 29,30 und 31. Eine Abschlussposition zwischen den Plätzen 10 bis 12 ist für die Lilien vor dem letzten Spieltag realistisch. "Wir wollen drei Punkte holen und dann gucken wir mal, wo wir am Ende landen", verschob der 40-Jährige mögliche Rechenspiele auf den späten Sonntagnachmittag. Ein Punktgewinn gegen Aue würde bereits dafür sorgen, dass die Lilien im Abschlussranking vor den Veilchen bleiben.
Flexible Gäste
Doch auch die Auer sind nach dem Erreichen des Klassenerhalts höchst motiviert, die Saison mit der bestmöglichen Platzierung abzuschließen. Gründe, den direkten Tabellennachbarn zu unterschätzen, gibt es daher keineswegs. "Aue ist eine sehr kompakte Mannschaft, die sehr gut verteidigt und darüber hinaus auch Fußball spielt", lobte der der gebürtige Wuppertaler, bei dem speziell die "Flexibilität" im Spielaufbau Eindruck hinterlassen hat.
Gäste-Trainer Daniel Meyer, der seit dieser Saison im Erzgebirge das Zepter in der Hand hält, ist derweil kein Unbekannter für Grammozis. Schon als Trainer der Bochumer U19 traf der Grieche auf Meyer, welcher seinerzeit den Kölner Nachwuchs trainierte.
Sirigu: Einsatzzeit zum Abschied
Während Grammozis am Sonntag erstmals ein Saisonfinale mit dem SV 98 bestreitet, wird es für manch einen Protagonisten das vorerst letzte am Böllenfalltor sein. So wird unter anderem Sandro Sirigu das letzte Mal im Kader der Südhessen stehen. "Egal was wir machen: Gerecht können wir der Leistung, die er in den letzten Jahren für den Verein erbracht hat, nicht werden", unterstrich Grammozis noch einmal den Status, den sich Sirigu über die Jahre im Klub erarbeitet hat. Ein Versprechen in Richtung des 30-Jährigen gab es vom Übungsleiter zudem obendrauf: "Ich kann definitiv sagen, dass er zum Einsatz kommen wird. Ob von Beginn an oder als Einwechselspieler, das werden wir sehen. Aber diesen Abschied vor den Fans hat er sich verdient."
Es ist als gut möglich, dass vor Anpfiff die eine oder andere Träne verdrückt werden könnte, aus sportlicher Sicht dürften Emotionen dieser Art am Sonntag nach Spielende aber ausgeschlossen werden. Ein angenehmes Gefühl, das sich grundlegend von der Stimmungslage des Vorjahres unterscheidet und nun mit einem erfolgreichen Abschluss alle Lilien positiv in die Sommerpause gehen lassen würde.