FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Für erfolgreiche Teamarbeit ist ein gutes Arbeitsklima essenziell. Dass ein solches im Trainerstab des SV Darmstadt vorherrscht, davon konnten sich am Donnerstagabend (21.3.) auch die Besucher des Wiest-Lilien-Talks überzeugen. In lockerer Atmosphäre standen Dimitrios Grammozis und seine beiden Co-Trainer Iraklis Metaxas und Sven Thur Rede und Antwort.
Schon zu Beginn des Gesprächs verkündete "Echo"-Chefredakteur Lars Hennemann, der den Talk zusammen mit Sportchef Jens-Jörg Wannemacher leitete, dass man es hier nicht gerade mit einem verschlossenen Team zu tun habe. "Das wird sehr lustig", versprach er, die Beweise folgten in den kommenden 60 Minuten. Den ersten Seitenhieb verteilte Grammozis bereits kurz nach der offiziellen Begrüßung, nachdem Wannemacher zugegeben hatte, verkappter HSV-Fan zu sein: "Hätte ich das gewusst, hätte ich mich entschuldigt", so der 40-Jährige in Anspielung auf den Auswärtssieg der Lilien im Volkspark am vergangenen Wochenende.
Angesprochen auf die sechs Punkte aus den Spielen gegen Kiel und Hamburg gab Grammozis einen kurzen Einblick in seine persönliche Einordnung der Begegnungen: "Bis zu einem gewissen Level hatten wir auch das Spielglück auf unserer Seite, das wir uns aber erarbeitet haben. Wir müssen uns für diese Siege nicht entschuldigen, sollten uns aber nicht auf ein anderes Niveau hochjubeln."
Gute Ausgangsbasis, aber noch lange nicht am Ziel
"Wir müssen demütig bleiben", forderte der gebürtige Wuppertaler, der diesen Ansatz auch hinsichtlich einer Zuschauer-Frage mit Blick auf zukünftige Ziele verfolgte: "Ich denke aktuell primär kurzfristig. Wir müssen so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen. Denn der ist die Basis dafür, um sich überhaupt neue Ziele stecken zu können." Zwar habe sich das Team durch die jüngsten Ziele "eine gute Ausgangsbasis" geschaffen, "am Ziel", seien die Lilien deswegen aber noch lange nicht.
Sehr zufrieden zeigte sich das Trainerteam mit der Einstellung der eigenen Mannschaft, die bislang alles tut, um die Ideen und Vorstellungen der Übungsleiter "anzunehmen und umzusetzen", wie Grammozis erklärte.
Wohnungssuche steht hinten an
Angesichts der langen To-Do-Liste und der kurzen Zeit, die das Trainerteam erst zur Verfügung hatte, kommen andere Dinge wie eine ausführliche Stadtbesichtigung oder die intensive Wohnungssuche aktuell ein wenig zu kurz. Das bestätigte auch Sven Thur mit einem Schmunzeln: "Wir wohnen noch im Hotel. Dort frühstücken wir und schlafen ein paar Stunden. Aber unser eigentliches Zuhause sind momentan das Büro und der Trainingsplatz."
"Pudelwohl" fühlen sich die drei trotzdem schon. Das liegt sicherlich auch daran, dass sich die Coaches schon seit einigen Jahren kennen: Allesamt waren sie beim VfL Bochum tätig. Grammozis in der Saison 2012/13 sogar als Spieler unter Metaxas, der damals die U23 der Bochumer trainierte und für den sich der Trainerberuf seines ehemaligen Schützlings schon früh abzeichnete: "Dimi war im wahrsten Sinne des Wortes ein Profi. Er war immer bemüht, als Erster da und fleißig zu sein – und damals schon der verlängerte Arm des Trainergespanns. Es war klar, dass seine eigene Trainerkarriere eine gute Zukunft hatte."
Nun sind alle drei wieder vereint in Südhessen und arbeiten bislang durchaus erfolgreich am Projekt Ligaverbleib. Zwei wichtige Bedingungen sind dabei absolutl gegeben: "Eine wirklich gute Mannschaft", wie Grammozis klarstellte und eine hohe Team-Chemie, von der sich alle Anwesenden selbst ein Bild machen konnten.