Torsten Lieberknecht: „Es war ein guter Härtetest nach einer intensiven Trainingswoche gegen einen starken Drittligisten. Es war ein guter Abschluss des Trainingslagers, der uns auch in Sachen Fitness noch einmal geholfen hat.“
Im Carl-Benz-Stadion versuchten die Lilien trotz durch das Trainingslager etwas schwerer Beine, die dort gelernten Inhalte umzusetzen. Trotz mehr Ballbesitz des SV 98 tat sich zunächst jedoch nicht viel in den Strafräumen. In der 14. Minute dann aber die erste aussichtsreiche Chance: Schnellhardt fand mit einer gefühlvollen Hereingabe Mitspieler Pfeiffer, der den Ball jedoch über den Kasten köpfte. In der Folge trauten sich auch die Mannheimer hier und da in Richtung Schuhens Strafraum – spätestens beim letzten Pass oder Abschluss klärte ein Lilien-Bein. Doch auch die Südhessen kamen ein ums andere Mal vor das Mannheimer Tor: Zunächst musste Königsmann eine scharfe Hereingabe von Berko entschärfen, dann spielte der SV 98 einen Konter stark aus: Als letzte Instanz hielt jedoch erneut Königsmann Gollers Abschluss (24.).
Im Anschluss hatte Darmstadt weiter die Spielkontrolle, nennenswerte Torchancen entstanden bis zum Halbzeitpfiff aber nicht. Die Mannheimer kamen schwungvoller aus der Kabine und nach 48 Minuten zum ersten Tor der Partie. Nach einem Eckball nickte Gohlke den Ball ins Tor. Aber die Antwort folgte postwendend: Stanilewicz bediente mit einem herrlichen Steckpass Geburtstagskind Tietz, der vor dem gegnerischen Tor cool blieb und auf 1:1 stellte (49.). Fast hätte der Stürmer zehn Minuten seinen nächsten Treffer erzielt, doch Tietz‘ Abschluss rauschte diesmal rechts am Pfosten vorbei. Nach einem temporeichen, teilweise wilden Beginn in den zweiten Durchgang beruhigte sich die Partie zunehmend. Erst eine Viertelstunde vor Ende gab es wieder gefährliche Strafraumszenen: Zunächst wurde nach einem feinen Spielzug Arslans Schuss geblockt (74.), dann zielte Mannheims Boyamba über das Tor (76.). Und plötzlich zappelte der Ball doch noch im Netz – und wie: Die Lilien setzten nach und bissen sich im Mannheimer Drittel fest. Über Tietz und Karic gelangte das Leder zu Holland, der den Chipball per Direktabnahme in die Maschen knallte – 2:1 (85.).
Aufstellung: Schuhen (Behrens, 45.) – P. Pfeiffer (Stanilewicz, 45.), Goller (Riedel, 85.), Schnellhardt (Kempe, 45.), L. Pfeiffer (Tietz, 45.), Karic, J. Müller, Sobiech, Bader, Holland, Berko (Manu, 64., Arslan, 70.)