FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Aytac Sulu spricht von "zwei aufeinandertreffenden Welten", Dirk Schuster von einer "besonders reizvollen Aufgabe": Das Heimspiel des SV 98 gegen RB Leipzig ist einerseits ein Duell der Gegensätze -aber auch, rein tabellarisch gesehen, ein Spitzenspiel zwischen dem Dritten und Vierten der 2. Bundesliga.
Und so legen die Lilien den Fokus komplett aufs Sportliche. "Wir beschäftigen uns jetzt unmittelbar vor dem Spiel gar nicht mit dem Drumherum", sagte Cheftrainer Dirk Schuster bei der Pressekonferenz am Donnerstag: "Vielmehr konzentrieren wir uns auf das, was wir beeinflussen können. Wir wollen auf Augenhöhe spielen."
Bestückt mit einem herausragend besetzten Kader reisen die Sachsen am Samstag (8.11./13 Uhr) ins Merck-Stadion am Böllenfalltor. Über die wirtschaftliche Voraussetzungen müsse man gar nicht erst reden, so Schuster zur Ausgangslage: "Für mich ist Leipzig eine der besten Mannschaften der Zweiten Liga, die absolut das Zeug hat, um aufzusteigen."
Verstecken kommt für Schuster dennoch nicht ansatzweise infrage. Vielmehr verweist der 46-Jährige auf "eine offene Rechnung" mit Blick auf die beiden verlorenen Begegnungen der Vorsaison. Man werde versuchen, auch "den Leipzigern unser Spiel aufzuzwingen" und, wie Sulu betont, mit "Schweiß und Herzblut dagegenhalten".
Wie sein Trainer schaut der Lilien-Kapitän "weniger auf Leipzig, sondern vielmehr auf uns." Trotz allem Drumherum, so Sulu, "spielen wir am Samstag 11 gegen 11 auf grünem Rasen. Damit befassen wir Spieler uns, das sind wir unseren Fans schuldig."
Verzichten müssen die Lilien möglicherweise auf Leon Balogun (muskuläre Probleme) und Jerôme Gondorf (grippaler Infekt). Die Trainingswoche stimmt Schuster dennoch positiv: "Die Jungs waren in den bisherigen Einheiten ordentlich engagiert und haben Vollgas gegeben."
Alles reinhauen werden auch wieder die Fans auf den Rängen. 13.500 Tickets wurden bereits verkauft, Karten stehen nur noch für die Nordkurve zur Verfügung. Mit einer außergewöhnlichen Aktion sorgten die Lilien-Anhänger bereits unter Woche für Aufsehen, als nach der DFB-Strafe die entsprechenden 4000 Euro Präsident Rüdiger Fritsch übergeben wurden. "Das finde ich überragend", sagte Schuster am Donnerstag, "das kann man gar nicht hoch genug anerkennen. So etwas habe ich in dieser Form noch nicht erlebt."