Profiverträge für Herbst und Merx
Der SV 98 hat Milian Herbst und Manolo Merx mit Profiverträgen ausgestattet. Die beiden Nachwuchsspieler werden damit in der kommenden Saison dem Profikader der Lilien angehören.
2:2 im Volksparkstadion. Die Lilien bleiben nach dem Remis gegen den Hamburger SV auch im achten Zweitliga-Spiel ungeschlagen und packen sich einen weiteren Zähler aufs Punktekonto. Wie ordnen die beiden Trainer die 90 Minuten in der Hansestadt ein? Was sagen Clemens Riedel und Marcel Schuhen zur Partie? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.
„Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft für diese Leistung nach einer anstrengenden Woche. Wir waren bis zur 70. Minute die klar bessere Mannschaft, gegen Ende wurde das Spiel wilder und beide Teams hatten nochmal ihre Großchancen. Insgesamt ist es gegen den HSV mit seiner individuellen Qualität schon wirklich gut, wenn wir hier wegfahren und mit einem 2:2 nicht vollends zufrieden sind. Inhaltlich hätten wir den Sieg mehr verdient gehabt. Trotzdem nehmen wir den Punkt mit.“
Zur Entstehung des 2:1:
„Es ist total in Ordnung, dass der HSV den Freistoß schnell ausführt und dadurch ein super Tor schießt. Das muss man so sagen. Aber rein sachlich beschrieben gibt es wenige Sekunden vorher eine Situation, in der der Gegenspieler im Laufduell Blickkontakt mit Fraser Hornby aufnimmt und dann mit dem Ellenbogen in Richtung seines Gesichts geht. Ein klares Foulspiel. Zudem wurde Philipp Förster zuvor mit einer Gelben Karte verwarnt, weil er einen Freistoß ausgeführt hat, der hätte freigegeben werden müssen. Regeltechnisch korrekt. Dann aber beim Freistoß des HSV unserem Spieler etwas zu erklären und gleichzeitig den Freistoß ausführen zu lassen, ist fragwürdig. Deswegen sind wir fachlich mit der Gesamtsituation nicht zufrieden.“
„Ich habe ein sehr intensives Spiel gesehen. Am Anfang mussten wir uns gegen eine sehr gute Darmstädter Mannschaft beweisen. Wir mussten unser Pressing anpassen und konnten dann wie beim 1:0 schnell umschalten. Nach und nach konnten wir dann während des Spiels unsere Performance steigern und immer wieder für Torgefahr sorgen. Es hat mir sehr gefallen, wie viel Mut wir gerade hintenraus hatten. Selbst nach dem 2:2 haben wir gut reagiert und als Mannschaft zusammengestanden. Weniger zufrieden bin ich damit, dass wir es verpasst haben, das Siegtor zu schießen. Letztendlich ist es aber ein leistungsgerechtes Remis.“
„Eine Englische Woche ist natürlich immer anstrengend. Aber wir sind echt fit zurzeit. Daher hat unser Team heute auch keine Müdigkeit gespürt. Wir haben das Pokalspiel schnell abgeschüttelt. Und wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Wir wollten dominant spielen und haben uns gute Chancen herausgespielt. Insgesamt haben beide Mannschaften gerade offensiv ihre Qualitäten. Daher war es ein offener Schlagabtausch, den beide Teams gewinnen wollten. Auf beiden Seiten waren hundertprozentige Chancen dabei – gerade gegen Ende der Partie. Wir können das Spiel sogar noch komplett drehen, können auf der anderen Seite aber auch glücklich sein, dass der HSV nicht noch ein Tor erzielt.“
„Die beiden Tore und auch jede gefährliche Aktion der Hamburger waren immer Beispiele für ihre individuelle Qualität. Es war nicht so, dass diese Szenen groß herausgespielt worden sind. Viel eher waren wir die Mannschaft, die sich ihre Situationen und Momente herausgespielt hat. Ich habe den HSV zuhause selten so abwartend erlebt, das zeigt den Respekt, den wir uns als Mannschaft erarbeitet haben. Mit unserem Spiel bin ich heute zufrieden, mit dem Ergebnis nicht vollends. Insgesamt glaube ich, dass das heutige Spiel schwer mit unseren Auswärtsspielen beim HSV in der Vergangenheit zu vergleichen ist. Oft haben wir mit Mann und Maus verteidigt und unsere Nadelstiche bei Kontern gesetzt, heute war das ganz anders. Heute hatten wir den Ball und haben viele Phasen des Spiels kontrolliert. Und damit war zumindest der eine Punkt hochverdient.“
Zur Entstehung des 2:1:
„Unsere Jungs sagen, dass der Schiedsrichter in der Szene die Pfeife hebt und damit das Zeichen gibt, dass er den Freistoß anpfeifen muss. Ich konnte es aus meiner Position nicht sehen und habe nach dem Spiel mit dem Schiedsrichter geredet. Er hat mir gesagt, dass er dieses Zeichen nicht gemacht hat. Das will ich ihm jetzt mal glauben. So oder so dürfen wir in dieser Szene nicht schlafen.