FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff tummelte sich "Toni" immer noch im Lilienblock. Umarmungen, Küsschen, gemeinsame Fotos -und das, so schien es, mit allen 2000 Darmstadt-Fans persönlich.
"Die feiern mich das ganze Jahr, da muss ich auch mal etwas zurück geben. Ich hatte das Gefühl, jeder hat mir den Treffer gegönnt", erklärte der Torschütze zum 1:1 beim 1. FC Nürnberg dann mit funkelnden Augen -und nacktem Oberkörper. "Nach dem Tor habe ich direkt an meinen Vater gedacht und ihm mein Trikot geschenkt."
Am Tag danach stand Sailer noch immer die Freude über sein erstes Zweitliga-Tor seiner Karriere ins Gesicht geschrieben: "Das Gefühl hat sich nicht verändert", erzählte der 29-Jährige nach dem Auslaufen am Samstagvormittag: "Ich bin immer noch stolz, dass endlich geklappt hat. Auch die vielen Gratulationen von meiner Familie, Freuden und Fans haben mir sehr viel bedeutet."
Es schlug die 73. Minute, als Sailer einen langen Freistoß von Romain Brégerie 18 Meter vor dem Tor glänzend verarbeitete und dann mit einem wuchtigen und ebenso präzisen Schuss in die linke Ecke perfekt vollendete. "Alle haben mir immer gesagt, ich werde schon mal irgendwann einen reinstolpern. Dass es dann doch so ein schöner und wichtiger Treffer geworden ist, freut mich umso mehr. Es hat einfach alles gepasst."
Nur mit dem anschließenden Jubel hatte Sailer dann so seine Schwierigkeiten. "Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich wusste gar nicht, was ich da machen sollte", erklärte Toni lachend: "Erst wollte ich mein Trikot ausziehen, aber dann fiel mir ein, dass ich schon Gelb habe -das wäre der peinlichste Premierentorjubel aller Zeiten geworden. Dann wollte ich zum Zaun rennen, aber dann wäre ich wohl ebenfalls runtergeflogen. Letztlich war das alles kontrolliert unkontrolliert -hauptsache irgendwie mit den Fans feiern."
Und nicht nur jene Lilien-Anhänger sangen nach dem Abpfiff noch minutenlang "Sailer, Toni Sailer2, auch die Teamkollegen gratulieren ihrer Nummer 7. "Dass Toni sein ersten Zweitliga-Tor gemacht hat, freut mich sehr", sagte Kapitän Aytac Sulu: "Er kämpft und ackert jedes Spiel, jetzt hat er sich endlich belohnt." Jerôme Gondorf ("für Toni freut es mich riesig, weil er immer brutal fightet fürs Team") merkte noch augenzwinkernd an: "Meinetwegen kann er auch weiter nicht so häufig treffen, solange er ab und an die wichtigen Dinger wie gegen Nürnberg macht."
Er hoffe natürlich, so Toni grinsend, dass er "jetzt nicht noch mal 39 Spiele warten" müsse auf seinen nächsten Treffer: "Aber den schwierigsten, den ersten, habe ich ja nun schon mal geschafft."