Nürnberger bleibt in Darmstadt
Der SV 98 kann weiterhin auf die Dienste von Fabian Nürnberger bauen. Die Lilien haben den auslaufenden Vertrag mit dem bulgarischen Nationalspieler verlängert.
Nach zuvor 13 ungeschlagenen Zweitliga-Spielen muss sich der SV Darmstadt 98 an diesem Freitagabend erstmals wieder geschlagen geben. Drei unglückliche Minuten kurz vor der Pause, in denen Patric Pfeiffer vom Platz gestellt wurde und Vincent Vermeij doppelt traf, leiteten den Sieg für Dresden ein. Nach dem Spiel stand insbesondere die unterschiedliche Bewertung des Schiedsrichter-Gespann von zwei sehr ähnlichen Szenen im Fokus. Zwei Szenen, die beide Trainer hinterher deckungsgleich bewerteten.
„Ich liebe es, hier an diesem wunderbaren Standort zu spielen. Ich habe großen Respekt vor Dynamo: Im Abstiegskampf ist es nicht üblich, so Fußball zu spielen, das verdient Anerkennung. Wir haben dennoch ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Wir wussten, dass Dynamo am Anfang mit viel Energie kommt. Trotzdem haben wir es geschafft, Kontrolle reinzubringen und haben zwei Riesenchancen durch Schmidt und Akiyama. Großen Respekt dann auch an meine Mannschaft, wie wir trotz 0:3 spielen, als würde es Unentschieden stehen. Das zeigt die Mentalität meiner Mannschaft. Es freut mich auch für Furu, dass er sein erstes Tor gemacht hat. Um die Dinge dazwischen anzusprechen, die wie der Elefant im Raum stehen: Ich habe in meiner Zeit bei Darmstadt nie was zum Schiri gesagt, muss diesmal aber in aller Sachlichkeit sagen: Der Schiedsrichter heute das Spiel entschieden, weil er zwei Situationen grundlegend falsch bewertet hat. In der ersten Situation mit Isac, welche ein gezieltes Halten war, kann kein Dynamo-Spieler mehr eingreifen. Bei Paddys Foul sind zwei Spieler in unmittelbarer Nähe. In der Situation auf rot zu entscheiden, ist im Kontext als auch in der eigentlichen Situation eine bodenlose Frechheit.“
„Kompliment an meine Mannschaft, dass wir mit der Art und Weise das Spiel für uns entschieden haben. Auch in der zweiten Hälfte, wo du nach der eigenen Gelb-Roten Karte einbrechen kannst, sind wir nicht zusammengebrochen. Wir hatten eine sehr gute Phase, was den Ballbesitz angeht. Wir machen dann das 3:0. Wir sind glücklich, dass wir die drei Punkte mitnehmen. Ich bewerte die beiden Situationen genauso wie Flo und verstehe den Unmut zu 100 Prozent. Mir fehlt oft die Linie, so auch heute.“
„Die Aufgabe haben wir bis zur Hinausstellung sehr gut angenommen. Die Aktion von Keller, in der er Isac zieht, ist eine Rote Karte. Da die vermeintlich Rote Karte gegen Paddy (Pfeiffer) für mich nicht richtig war, war es dann eine doppelte Fehlentscheidung. Das hat leider das Spiel entschieden. Das ist schade, weil Dresden spielt einen unfassbaren Fußball, das macht so Spaß hier zu spielen mit der Kulisse. Dass das Spiel dann durch so eine Entscheidung beeinflusst wird, ist bitter.
Wir haben alles probiert, aber es gibt diese Spiele, in denen du das Gefühl hast, heute geht nichts. Auch beim dritten Tor, als ich im Eins-gegen-Eins halte und der Ball dann dem Dresdner vor die Füße fällt. Trotzdem: Nach dem 3:1 haben auf einmal 30.000 Leute gedacht, wir drehen das Spiel noch. Wir dürfen nächste Woche wieder mit Elf gegen Elf spielen und dann werden wir wieder alles probieren.“
„Wenn du verlierst, fühlt sich das nie gut an. In der ersten Halbzeit waren wir bis zur Hinausstellung die bessere Mannschaft. In den ersten 40 Minuten haben wir drei bis vier gute Chancen kreiert. Dann gibt uns der Schiri eine Rote Karte. Ich glaube, das war keine, aber ich habe es noch nicht im Video gesehen. In den restlichen fünf Minuten bis zur Halbzeit herrschte dann viel Unordnung und dadurch haben wir zwei Gegentore kassiert. Dann war es schwer in der zweiten Hälfte. Wir sind aber als Mannschaft stabil und haben ein gutes Mindset. Wir haben heute verloren, aber es wirft uns nicht um. Wir lernen daraus und werden es abschütteln.“