FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nachts um 2 Uhr trudelte der Lilien-Tross wieder in Darmstadt ein, mit drei Punkten im Gepäck vom siegreichen Premieren-Gastspiel beim FC Erzgebirge Aue. Da um 10 Uhr bereits das obligatorische Regenerationstraining auf dem Programm stand, bildeten die Spieler kurzerhand ein paar "Schlafgemeinschaften".
"Die Auswärtigen von uns haben einfach bei den Kollegen aus Darmstadt und Umgebung übernachtet", erzählte Siegtorschütze Jerôme Gondorf, der bei Maurice Exslager unterkam: "Das machen wir öfters so, wenn wir spät nach Hause kommen. So bleibt uns die Fahrerei erspart und wir können ein paar Stunden länger schlafen."
So wirklich zur Ruhe kam Gondorf aber nicht "Nach jedem Spiel gehen mir noch einmal viele Szenen durch den Kopf. Das ist ganz normal." Vollkommen normal war nur nicht, womit sich der 26-Jährige diesmal gedanklich auseinandersetzen durfte: Sein entscheidender Siegtreffer zum 1:0-Auswärtssieg am Abend zuvor, Gondorfs insgesamt vierter Treffer im Lilien-Dress.
"Das ist für mich ein sehr schönes Gefühl -vor allem, weil wir dadurch gewonnen haben", berichtete "Jego", wie Darmstadts 8er im Team genannt wird: "Vor allem ab der 70. Minute haben wir noch einmal richtig gedrückt, haben Kampf und Leidenschaft in das Spiel geworfen -und wurden dafür dann belohnt."
Ähnlich sah es einer, der ebenso großen Anteil am dritten Saison-Auswärtserfolg hatte. "Wir haben immer daran geglaubt, das Spiel gewinnen zu können", sagte Christian Mathenia. Der Torhüter rettete sein Team vor allem in der ersten Hälfte mit zwei ganz starken Paraden vor einem Rückstand. In der 12. Minute blockte zunächst Fabian Holland, ehe Aues Alibaz am glänzend reagierenden Mathenia scheiterte. "Irgendwie habe ich das Bein noch hochgekriegt", erläuterte der 22-Jährige.
Florian Jungwirth dagegen versuchte es mit einer etwas anderen Erklärung für das bereits zwölfte zu-Null-Spiel der Lilien in dieser Spielzeit. "Wir haben da hinten ein paar positiv Geisteskranke, die sich in alles reinwerfen, was gefährlich für uns ist", sagte der Mittelfeldspieler, um dann noch zu ergänzen: "Natürlich kommt dazu ein taktisches Konzept, das es für die Gegner schwer macht, Tore gegen uns zu erzielen. Diese Defensiv-Qualität ist enorm wichtig für uns."
Dieser Faktor wird auch am kommenden Freitagabend entscheidend sein, wenn Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig ins Merck-Stadion am Böllenfalltor kommt. Zudem hofft das Team auf eine grandiose Kulisse, um die Wahnsinns-Serie von nun 13 ungeschlagenen Spielen in Folge weiter ausbauen zu können. Gondorf: "Ich wünsche mir, dass das Stadion voll wird, und die Zuschauer uns einmal mehr nach vorne peitschen."