FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Vor den obligatorischen Interviews in der Mixed-Zone mussten sich viele Spieler erstmal durch das Gesicht wischen. Durch den nassen Rasen am Freitagabend (18.8.) hafteten die Grashalme nämlich besonders gut an den Körpern. Überbleibsel einer Regenschlacht am Böllenfalltor, aber auch sichtbare Beweisstücke für den großen Kampf und Einsatz, den die Lilien beim 3:0 gegen St. Pauli gezeigt hatten.
"Wir haben uns in jeden Zweikampf geworfen, das ist die Basis", betonte hinterher Kevin Großkreutz, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits fast aller Grashalme entledigt hatte. Wenige Minuten später sprach auch sein Cheftrainer ähnliche Worte. "Wir haben uns in alles reingeworfen und wenig zugelassen", zollte Torsten Frings seiner Mannschaft Respekt.
Kampf und Leidenschaft, diese Schlagworte waren unter der Woche im Anschluss an die Regensburg-Partie häufig gefallen. Am Freitagabend ließen die Spieler diesen Worten dann auch Taten folgen: 54 Prozent der Zweikämpfe gewann das Team, 5 Kilometer mehr waren die Lilien gelaufen, auch bei den Torschüssen hatten die Hausherren mit 17 zu 13 die Oberhand. Wie sehr das Team auf den Anpfiff hingefiebert hatte, entpuppte sich dann auch nach Spielende: Fast einhellig lautete der Tenor bei Spielern und Trainerteam, dass man eine Reaktion auf das vergangene Pokal-Wochenende zeigen wollte und gezeigt habe. "Das spricht auch für den Charakter der Mannschaft", unterstrich Großkreutz: "Wir sind ein Team, in dem jeder Verantwortung übernimmt."
Das bezeugte auch das 3:0, bei dem ausschließlich eingewechselte Spieler die Hauptakteure waren. Ausgangspunkt war Markus Steinhöfer, der eine präzise Flanke auf Terrence Boyd schlug, dessen Kopfball Himmelmann noch spektakulär parieren konnte. Bei Yannick Starks Abstauber war dann aber auch der Keeper machtlos. Eine dreifache Joker-Co-Produktion. Das Tor, das quasi den Deckel auf die Partie setzte, war rein vom Ergebnis vielleicht eines zu viel, denn auch St. Pauli bot eine starke Partie und verlangte dem SV 98 alles ab.
Mannschaftlich hat die neuformierte Lilien-Truppe bereits lange zueinander gefunden, das wurde bereits in der Vorbereitung deutlich. Und auch auf dem Platz funktioniert die Abstimmung peu à peu besser. Dieser Prozess ist bei insgesamt 14 Neuzugängen noch lange nicht abgeschlossen und könnte – besonders bei Partien, in denen der Gegner wieder etwas defensiver auftritt – auch in naher Zukunft nicht linear bergauf gehen. Dessen sind sich alle Beteiligten einig. Aber die Momentaufnahme mit 7 Punkten aus drei Spielen hinterließ am Freitag zufriedene Gesichter. Und Grashalme.