FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
sv98.de hat die Stimmen zum Heimsieg der Lilien gegen Union Berlin zusammengefasst.
Dimitrios Grammozis:
Ich habe zwei verschiedene Halbzeiten von meiner Mannschaft gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir defensiv eine gute Struktur gehabt und die langen Bälle von Union sicher verteidigt, aber mit dem Ball sehr mutlos gespielt. Das haben wir in der Pause angesprochen. Da hat uns die offensive Überzeugung gefehlt. Mit Beginn der zweiten Halbzeit war das viel besser, das 1:0 fällt über die Außen, so wie wir uns das vorgestellt haben. Da konnten wir den Gegner locken und hatten den Räum in der Tiefe. Wir haben in der Woche noch darüber gesprochen, dass Yannick Stark torgefährlicher werden muss. Schön, dass es heute gleich geklappt hat mit einem Tor und einer Vorlage. Zum Schluss kommt Union mit viel Wucht, da ist unnötig etwas Hektik entstanden bei uns. Am Ende haben wir mit Glück, Können und Heuer Fernandes verteidigt. Wir waren heute sehr effektiv, haben unsere wenigen Chancen genutzt. Kompliment an meine Mannschaft, dass sie diesen wichtigen Sieg eingefahren haben und wie sie gegen einen sehr starken Gegner verteidigt haben.
Urs Fischer:
Wenn man sich das Resultat anschaut, entspricht das nicht dem Spielverlauf, aber so ist Fußball. Gefühlt hat Darmstadt mit dem zweiten Schuss das zweite Tor gemacht. Das haben wir natürlich schlecht verteidigt, sonst hat meine Mannschaft aber ein gutes Spiel gemacht hat. Sie hat sich genügend Tormöglichkeiten erspielt, aber wer die Chancen nicht nutzt, muss sich nicht wundern, wenn er verliert. Die Enttäuschung ist riesig, das gilt es abzuhaken und dann überlegen wir uns, wie wir die nächste Woche angehen.
Immanuel Höhn:
Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt und spielen immer besser nach vorne. So sind wir auch gegen die Top-Teams wie Union konkurrenzfähig. Es sind Kleinigkeiten, die solche Spiele entscheiden und im Moment setzten wir diese Kleinigkeiten gut um. Es war klar, dass der Druck von Berlin kommt, für sie geht es um sehr viel. Wir wussten, dass wir hart dagegen ankämpfen mussten. Sie sind volles Risiko gegangen und hatten Chancen, aber wir haben es größtenteils gut gemacht. Die Punkte waren hart erkämpft, aber die Leistung war gut so. Man hat sicherlich eine andere Spannung, wenn man weiß, dass man das Spiel gewinnen muss. Wir haben das über die Woche aber gut angenommen nach der Rettung, alle haben im Training Gas gegeben. Man merkt, dass keiner nachgelassen hat und so kommen dann solche Spiele und Ergebnisse zustande. Diese Spannung und Leistung wollen wir auch für die nächsten Wochen aufrechterhalten. Wir wollen für das Selbstvertrauen punkten und nicht mit zwei Scheißspielen in die Pause gehen. Es war heute vielleicht nicht über 90 Minuten überzeugend, aber wir erarbeiten uns dennoch immer Chancen über die ganze Zeit. Wir stehen nicht nur hinten drin, am Ende war es sicher so, dass wir zu tief standen und Union zu Chancen kam. Aber phasenweise haben wir gut und mutig hinten raus gespielt. Nur so kann man gegen solche Gegner punkten.
Yannick Stark:
In der ersten Halbzeit hat uns ein wenig der Mut nach vorne gefehlt. In der Halbzeit haben wir dann ein wenig umgestellt, danach haben wir Union besser in den Griff bekommen. Das Führungstor spielt uns dann natürlich in die Karten, obwohl wir schlussendlich auch Glück gebraucht haben, um die drei Punkte letztendlich hierzubehalten. Ich lauere oft auf Bälle, die vielleicht in den Rückraum durchflutschen, heute ist dort hingekommen. Ich habe Helle schon lange gesagt, wenn er einen Assists haben will, muss er den Ball nur in den Rückraum legen (lacht). Für mich war es dann nicht mehr so schwer, die Vorarbeit war wirklich sehr gut. Wir sind keine Truppe, die eine Saison austrudeln lässt. Das haben wir heute bewiesen. Speziell in so einem Spiel gegen Union vor so einer Kulisse macht das Fußballspielen einfach Spaß.
Mathias Wittek:
Der Trainer hat uns in der Pause gesagt, dass wir mutiger sein müssen. Danach sind wir dann besser ins Spiel gekommen und machen nach einem wirklich schönen Angriff dann auch sofort das Tor. Der Standard von Yannick war dann super, da musste ich nur noch den Kopf hinhalten. Allerdings haben wir es schlussendlich unnötig spannend gemacht, das Gegentor nehme ich auch auf meine Kappe, weil ich vor dem Eckball den Ball verloren habe. Zuvor haben wir es wirklich gut verteidigt. Durch die Chancen in der Nachspielzeit ist unser Sieg auch ein wenig glücklich, aber wir nehmen die Punkte natürlich gerne mit. Wir wollten uns nicht vorwerfen lassen und alles geben, das haben wir ziemlich gut geschafft.