FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Das erste Highlight beim vergangenen Heimspiel gegen Union Berlin (5:0) setzten nicht die Spieler des SV 98, sondern die Lilienfans mit einer beeindruckenden Choreographie.
Eine 100 Meter lange Blockfahne besprüht mit Darmstadts Skyline -nicht nur Kapitän Aytac Sulu und Co. lieferten an diesem Abend ein Spektakel ab, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Lilien-Anhänger Thomas Schwab half bei der Gestaltung und Umsetzung kräftig mit und sprach mit sv98.de über den Zeitaufwand, Herausforderungen und Kosten, die eine solche Choreo mit sich bringt.
sv98.de: Vor dem Spiel gegen Union Berlin sorgte eine riesige Choreografie über die komplette ENTEGA-Haupttribüne für Aufsehen. Welchen zeitlichen Aufwand steckt ihr in ein solches Projekt?
Thomas Schwab: Von der Idee bis zur Umsetzung brauchten wir diesmal knapp drei Wochen. Hauptsächlich wurde an spielfreien Wochenendtagen gearbeitet, aber selbst unter der Woche vormittags waren immer wieder Einzelne mit der Vorbereitung beschäftigt.
sv98.de: Highlight der Choreo war eindeutig die detaillierte Darmstädter Skyline. Wie gestaltet man ein solches Kunstwerk, und welche Probleme entstehen bei der endgültigen Umsetzung?
Thomas Schwab: Die Skyline selbst wurde komplett per Hand gesprüht. Im Endeffekt die größte Herausforderung war es, die Skyline an der Tribüne senkrecht und windsicher aufzustellen – unter der Voraussetzung, es kurz vor dem Spiel innerhalb von Sekunden wieder abbauen zu können. Der Großteil des Gerüsts dahinter bestand aus PVC-Rohren, die normalerweise zur Innenentwässerung genutzt werden. Da scheiterte die Umsetzung fast an der Verfügbarkeit. Zu dieser Zeit dürften diese HT-Rohre und entsprechende Verbindungsstücke in allen Baumärkten Darmstadts und der Umgebung ausverkauft gewesen sein (grinst).
sv98.de: Hat euch der finale Ablauf dann vollkommen zufriedengestellt und für den Aufwand entschädigt?
Thomas Schwab: Das Gesamtfazit war absolut positiv. Nur hätten wir uns gewünscht, dass die blau-weiße Blockfahne noch ein wenig länger oben geblieben wäre. Im mittleren Haupttribünenbereich wurden die Zuschauer wohl etwas nervös, ob sie den Anstoß rechtzeig miterleben.
sv98.de: Für euch endete die Arbeit mit Abschluss der Choreo sicher noch nichtâ…
Thomas Schwab: Das stimmt, nach dem erfolgreichen Gesamtbild waren gut 20 Helfer bis kurz vor der Halbzeit damit beschäftigt, das Rohrgestände zu zerlegen. Nach dem Spiel wurde direkt alles abtransportiert und die wieder verwertbaren Teile in einem Darmstädter Keller gelagert. In unserem Kleinbus war dadurch nur noch Platz für drei Personen, die nicht auf Verstärkung warten wollten, um die 100 Meter lange Blockfahne auszuladen. Ganz spontan entschieden sich diverse Passanten in Lilienschals zur Mithilfe, alles zu verstauen -selbst ein Union-Fan ließ sich nicht lange bitten und schleppte trotz fünf Toren auf dem Buckel fleißig Abwasserrohre durch das nächtliche Darmstadt.
sv98.de: Neben den vielen Stunden, die in solch ein Projekt gesteckt werden, ist jede Choreo auch ein finanzieller Kraftakt. Wie hoch waren eure Ausgaben in diesem Fall?
Thomas Schwab: Die Materialkosten betrugen circa 2.000 Euro.
sv98.de: Um diese wieder reinzubekommen, wurden nach Spielende Spenden gesammeltâ…
Thomas Schwab: Und zwar sehr erfolgreich. Die Sammler haben nach dem Spiel sogar etwas mehr eingenommen, sodass der nächsten Choreo nichts im Wege steht.