FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Nach dem souveränen Weiterkommen im Pokal ist der SV Darmstadt 98 am Montagabend (19.08) an der Bremer Brücke in Osnabrück zu Gast. Trainer Dimitrios Grammozis blickte am Samstagvormittag auf die Vorbereitungswoche zurück und betonte dabei die Besonderheiten des ungewohnten Termins an einem Montagabend.
Grammozis über…
… den Gegner:
"Wir haben uns in dieser Woche gut vorbereitet auf den nächsten Gegner. Osnabrück hat letztes Jahr souverän den Aufstieg geschafft und das auch mit einer gewissen Dominanz. Sie haben das bislang weitergeführt und sind sehr schnell in der zweiten Liga angekommen. Sie haben auch jetzt im Pokalspiel einen sehr großen Fight im Stadion abgeliefert und mit der tollen Kulisse im Rücken Leipzig alles abverlangt. Wir werden uns auf jeden Fall auf einen Gegner einstellen müssen, der sehr aggressiv die Sache angehen wird und versuchen wird, auch die Zuschauer mitzunehmen."
… das Spiel an der Bremer Brücke:
"Es ist ein Abendspiel mit Flutlicht-Atmosphäre. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel und haben uns dementsprechend gut vorbereitet. Wir haben versucht, einige Optionen mit den Jungs heraus zu arbeiten und werden da nochmal detaillierter heute und morgen im Elf -gegen-Elf versuchen, ein paar taktische Maßnahmen umzusetzen und dann gewappnet zu sein."
"Ich war bislang nur als Zuschauer da und hatte nie die Gelegenheit, in Osnabrück selbst zu spielen. Man bekommt natürlich schon mit, dass die Fans euphorisch sind und ihre Mannschaft lautstark unterstützen. Gerade weil es ein Abendspiel ist, wird es nochmal den Tick intensiver sein. Das ist etwas, das wir positiv nutzen müssen. Solche Spiele sind das, was jeder Fußballer haben möchte. Wir werden auf einen Gegner treffen, der sehr engagiert zur Sache gehen wird und da werden wir natürlich versuchen, uns zu behaupten und Lösungen zu finden. Daher freuen wir uns natürlich sehr auf das Spiel."
… Daniel Thioune:
"Wir haben ab und zu mal telefoniert, da war er aber noch U19-Trainer. Das war eigentlich der einzige Kontakt, den wir hatten. Aber man kennt sich ja, er hat ja auch lange Zeit selbst Fußball gespielt und auch sehr viele gute Zeiten mit Osnabrück erlebt. Dann ist es klar, dass man immer einen gewissen Draht hat. Ich kenne ihn dennoch nicht so gut, aber ich habe aus der Ferne betrachtet, dass er gute Arbeit abliefert. Man erkennt ganz klar seine Handschrift."
… die Spielweise:
"Ich denke, man sollte sich generell davon lösen, Ballbesitz mit Dominanz gleichzusetzen. Ich definiere Dominanz im Spiel nicht über Ballbesitz und das muss auch am Montag nicht so sein. Osnabrück ist keine Mannschaft, die zu Hause lange abwarten wird, das haben die letzten Spiele gezeigt. Natürlich weiß man nicht genau, was der gegnerische Trainer vorhat. Wenn man aber die letzten Spiele zu Grunde legt, haben sie auch versucht, den Gegner früh zu stören und damit unter Druck zu setzen. Dann ist es mir auch egal, ob der Gegner mehr Ballbesitz hat. Natürlich wollen wir mit dem Ball Lösungen erspielen und nicht nur den Ball nach vorne zu hauen. Man darf aber nicht vergessen, das haben wir auch schon letzte Saison angesprochen, dass der Fokus ganz klar darauf liegt, die Gegentore zu minimieren. Das ist uns in den ersten Spielen gegen starke Gegner sehr gut gelungen. Jetzt gilt es diese Basis weiter zu behalten, aber darüber hinaus fußballerische Lösungen zu finden. Ich bin deshalb auch überzeugt davon, dass wir da auch unsere Chancen bekommen werden."
… die lange Vorbereitungswoche:
"Natürlich ist das eine etwas außergewöhnliche Situation mit dem Spiel am Montag und der langen Vorbereitungswoche. Das Testspiel war dann nochmal wichtig, um den Jungs, die weniger gespielt haben oder verletzt waren, Spielzeit zu geben. Wir hatten viel Zeit, um uns auf den Gegner vorzubereiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen."
… die lange Wartezeit auf das Spiel am Abend:
"Ich glaube, dass die Jungs gute Backgammon-Spieler sind, da wird sich der ein oder andere die Zeit mit vertreiben. Es ist natürlich eine außergewöhnliche Situation. Als Trainer und Fußballer will man am Spieltag so schnell wie möglich ins Stadion und auf den Platz. Vielleicht gibt es da aber nochmal die Möglichkeit, Laufen zu gehen oder irgendwas mit dem Trainerteam zu machen. Wir trainieren ja auch vormittags nochmal. Das heißt, dass wir die Spieler nochmal aktivieren. Vielleicht ist der ein oder andere dann auch froh, wenn er ein längeres Mittagsschläfchen machen kann."
… die verletzten Spieler:
"Bei Erich Berko ist es relativ schwer zu sagen, denn er hat jetzt erstmals dreißig Minuten gegen Hanau gespielt. Das hat er auch gut verpackt. Nur sollte man das jetzt auch nicht auf Anhieb übertreiben. Er wird noch ein bisschen brauchen, um dann auch die richtige Spielfitness zu bekommen, aber es war schon ein sehr guter Anfang. Wir werden ihn jetzt peu à peu weiter aufbauen, damit er dann auch eine Alternative darstellt für uns. Bei Braydon Manu müssen wir jetzt nochmal abwarten, weil er jetzt wieder Probleme hatte an der Stelle, an den er den Schlag abbekommen hat. Er ist aber auch im Aufbau und es sieht gut aus, dass er nächste Woche wieder in das Lauftraining einsteigen kann. Darüber hinaus wird Marcel Schuhen noch weiter ausfallen wegen seiner Hand. Bei Felix Platte sieht es sehr gut aus, er wird nächste Woche wahrscheinlich wieder Teil des Mannschaftstrainings sein. Mathias Honsak ist ebenfalls im Lauftraining, steigert sich von Tag zu Tag. Ich glaube, dass er nächste Woche auch schon Teile des Mannschaftstrainings mitmachen kann."