FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Yannick Stark hätte in der 49. Minute sicherlich auch die Innenseite nutzen können, doch der Mittelfeldspieler entschied sich für die Risiko-Variante. Mit dem "schwächeren" linken Fuß und per Vollspann zimmerte der 28-Jährige das Spielgerät in die Maschen und brachte seine Farben damit in Führung. Ein Treffer, der den Weg zum Heimsieg über Union Berlin ebnete, der in seiner Art und Weise aber auch symbolisch für die aktuelle Verfassung der Lilien stand: selbstbewusst, voller Überzeugung und erfolgreich.
"Für mich war es nicht mehr so schwer, die Vorarbeit war wirklich sehr gut", verwies Yannick Stark bescheiden auf das Trio aus Tobias Kempe, Serdar Dursun und Marcel Heller, das seinen Treffer mit einem schönen Spielzug eingeleitet hatte. Auch beim zweiten Lilien-Treffer des Nachmittags hatte Stark seine Füße im Spiel gehabt, seinen präzisen Freistoß verwertete Mathias Wittek, der die Gratulationen zu seinem Treffer ebenfalls an den Vorlagegengeber weiterleitete: "Der Standard war super, da musste ich nur noch den Kopf hinhalten."
Die Aussagen der Torschützen verdeutlichen, dass die Lilien seit Wochen als geschlossene Einheit agieren. Als ein Team, in dem sich jeder den gegenseitigen Erfolg gönnt und das als Verbund für seine Ziele kämpft. Zunächst für das primäre, den Klassenerhalt – und nun für neue, erstrebenswerte Anreize, denen die Lilien durch den Sieg gegen Union ein Stück näher kamen: "Das spricht für den Charakter dieser Mannschaft", erklärte Stark angesichts des Erfolges trotz der vermeintlichen Sorglosigkeit aufgrund des bereits erreichten Ligaverbleibes. "Wir sind keine Truppe, die eine Saison austrudeln lässt. Das haben wir heute bewiesen. Es geht auch um TV-Gelder für den Verein, da geben wir bis zum letzten Spieltag Gas."
Zumal ein Spiel im ausverkauften Böllenfalltor gegen ein Topteam der Liga für jeden Spieler bereits Anreiz genug gewesen sei, wie Stark verdeutlichte: "Vor so einer Kulisse gegen Union Berlin macht das Fußballspielen einfach Spaß."
"Haben uns kontinuierlich weiterentwickelt"
Spaß, denn auch die Lilienfans an den vergangenen Spieltagen mit ihrem Lieblingsteam hatten und der sich auch in der konstanten Punktausbeute des Teams widerspiegelt. 17 Zähler wurden in den zurückliegenden 8 Partien gesammelt, seit 5 Heimspielen ist der SV 98 ungeschlagen. Statistiken, die für Immanuel Höhn alles andere als Zufall sind: "Wir haben uns kontinuierlich weiterentwickelt", bilanzierte der 27-Jährige, bevor er angesichts der jüngsten Siege gegen Kiel, Hamburg, Köln und Union ergänzte: "So sind wir gegen jedes Team konkurrenzfähig. Diese Spiele entscheiden Kleinigkeiten und wir setzten diese Kleinigkeiten aktuell gut um. Auf diesem Weg wollen wir weitergehen und stabil bleiben."
43 Zähler weist das Punktekonto der Lilien mittlerweile aus. Ein Wert, den die Lilien in den verbleibenden beiden Partien weiter ausbauen möchten, wie Höhn stellvertretend erklärte: "Wir fahren nicht nach Ingolstadt, um Kokolores zu machen. Wir wollen die Runde vernünftig abschließen und nicht mit zwei Scheißspielen in die Pause gehen."
"Keiner hat nachgelassen"
Zumal die Mannschaft gegen Union bereits bewiesen hat, dass erreichte Ziele kein Grund für einen Leistungsabfall darstellen. "Natürlich ist es vielleicht schwieriger in so ein Spiel zu gehen, wenn man seine großen Ziele erreicht hat", gab Höhn ehrlicherweise zu, um dann beim Blick auf sich und seine Teamkollegen anzumerken: "Aber wir haben diese Situation schon die ganze Woche gut angekommen, Gas gegeben und keiner hat nachgelassen."
Auch Innenverteidiger-Kollege Wittek teilte diese Erkenntnis und resümierte: "Am Anfang der Saison hofft man darauf, seine Ziele frühzeitig zu erreichen und dann vielleicht befreit aufspielen zu können. Aber trotzdem waren wir heute genauso angespannt. Wir wollten uns nicht vorwerfen lassen und alles geben, das haben wir ziemlich gut geschafft."
180 Minuten verbleiben für Wittek und Kollegen noch in dieser Saison. Zwei Spielen, aus denen die Lilien weiterhin das Maximum herausholen wollen, um dann möglichst mit dem Selbstvertrauen in die Sommerpause zu gehen, das aktuell rund um das Böllenfalltor vorzufinden ist und das Wittek mit seinen abschließenden Worten auf den Punkt brachte: "Wir können in jedes Spiel gehen mit dem Wissen, dass die drei Punkte möglich sind."