FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Das Wunder ist ausgeblieben. Zwar feierten die Lilien im abschließenden Saisonspiel einen hochverdienten 3:0-Heimsieg über den SC Paderborn, aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz im Aufstiegskampf bleibt schlussendlich aber der vierte Tabellenplatz bestehen. Enttäuscht über den denkbar knapp verpassten Sprung auf den Relegationsrang, aber auch voller stolz über eine herausragende Saison zeigten sich die Protagonisten nach Abpfiff. sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
Torsten Lieberknecht:
„Wichtig war für uns, nach dem Düsseldorf-Spiel gegen die so auswärts- und spielstarke Mannschaft aus Paderborn eine gute Leistung zu zeigen. Wir mussten taktisch und auch physisch oberstes Regal fahren. Das ist uns gelungen. Wir sind zu Beginn sehr stark ins Pressing gekommen und hatten viele hohe Balleroberungen. Dann haben wir eine Wucht entwickelt, die uns über die gesamte Saison gefährlich gemacht hat. Die Mannschaft hat ein Gesicht gezeigt, dass wir in dieser Spielzeit so oft gesehen haben: tolle Tore geschossen, toll verteidigt und mit enormer Leidenschaft Fußball gespielt. Die Hoffnung war da, noch zwei weitere Spiele dazu zu bekommen. Doch hat es am Ende nicht ganz gereicht. Wichtig ist aber, dass wir trotz der Enttäuschung heute lachen. Die Jungs dürfen stolz sein. Mit dem Wissen, was wir in dieser Saison geleistet haben und welche Hürden wir überspringen mussten, ist das Wort Stolz der richtige Ausdruck. Ich ziehe den Hut vor allen, die daran mitgearbeitet haben, dass wir 60 Punkte erreichen konnten. Wir wollten schon vor Saisonbeginn eine leidenschaftliche Mannschaft sein, offensiven Fußball zeigen und von der Stadt und den Fans angenommen werden. Das haben die Fans heute honoriert. Wir dürfen uns alle über das Geleistete freuen.“
Lukas Kwasniok:
„Der SV Darmstadt 98 ist heute als Sieger vom Platz gegangen, hat aber das ganz große Ziel nicht erreicht. Man darf dennoch nicht vergessen, dass die Darmstädter mit einem großen Handicap in die Saison gestartet sind. Wenn man die heutige Leistung sieht, hätte es Darmstadt verdient aufzusteigen. Von mir nur ganz kurz vorm Spiel: Bis wir auf dem Platz waren, stand es bereits 0:2. Es war sehr schwer gegen diese Euphorie und Wucht der Lilien. Wir sind dagegen nie so richtig gefährlich geworden. Es war ein verdienter Darmstädter Sieg. Die Stimmung beider Fanlager war fantastisch. Wir sehen uns im nächsten Jahr, darauf freue ich mich.“
Marcel Schuhen:
„Nachdem ich das Ergebnis aus Rostock gehört habe, war es erst einmal pure Enttäuschung. Das war ein richtiger Stich in das Fußballherz, weil ich eben genau weiß, was wir und der gesamte Verein in dieser Saison investiert haben. Doch dann kam relativ schnell der Stolz. Ich habe noch nie so eine Atmosphäre in einem Stadion erlebt, dabei haben wir aktuell nur drei Tribünen hier im Stadion. Wir konnten das Spiel nur gewinnen, weil wir von Beginn an getragen wurden. Leider waren wir abhängig von den anderen Ergebnissen und so hat es leider nicht gereicht. Unsere Fans sind unfassbar feinfühlige und tolle Menschen, die honoriert haben, was wir in diesem Jahr geleistet haben. Und ohne die Fans wäre diese Saison überhaupt nicht möglich gewesen. Der Gang zu den Fans nach dem Spiel ist heute sowohl schwer als auch leicht gefallen. Leicht, weil wir alles getan haben, was wir konnten. Und schwer, weil natürlich auch in ihren Gesichtern die Enttäuschung zu sehen gewesen ist. Jeder Lilien-Sympathisant hätte es uns gegönnt und ich denke noch einige Leute mehr. Leider sollte es nicht sein. Trotzdem hat diese Saison gezeigt, dass auch der „kleine“ SV 98 alles erreichen kann, wenn der komplette Verein zusammensteht.“
Fabian Holland:
„So kurz nach dem Spiel tut es schon extrem weh. Aber mit etwas Abstand werden wir extrem stolz auf diese Saison sein können, wir haben 60 Punkte geholt und tolle Spiele abgeliefert. Wir hatten heute die Aufgabe, dieses Spiel zu gewinnen, auf die anderen Spiele hatten wir keinen Einfluss. Wir sind das Spiel sehr gut angegangen und haben es dann auch recht frühzeitig entschieden, leider ist auch klar, dass nicht in jeder Saison am 34. Spieltag ein Wunder geschehen kann. Es ist Wahnsinn, wie oft wir in diesem Jahr wieder aufgestanden sind, der Teamgeist war unglaublich, auch die Bindung zwischen Mannschaft und Fans. Es hat einfach nur extrem viel Spaß gemacht. Deswegen ist es doppelt hart, zu sehen, wie die Mitspieler nach dem Spiel in Tränen ausbrechen.“