FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Torjäger, die ein paar Spiele nicht getroffen haben, probieren es ja gerne mal mit der Brechstange -irgendwie reinkloppen das Ding. Das funktioniert bei Dominik Stroh-Engel aber ohnehin nicht.
"Ich kann nicht gut Vollspann schießen", erklärte "Dodo" am Dienstag. Ohne grinsen, er meinte es ernst. Aber ohnehin, irgendetwas zu erzwingen, ist eh nicht die Sache des 28-Jährigen: "Ich bleibe lieber ganz ruhig."
Und so schob Stroh-Engel in der 39. Minute mit aller Seelenruhe den Ball ins kurze Eck. Es war der so wichtige Führungstreffer beim sensationellen 3:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg. "Vor dem Spiel haben mir so viele Leute gesagt, dass es diesmal wieder mit einem Tor klappen werde -da musste ich einfach treffen", erläuterte Stroh-Engel, der trocken anfügte, dass ihm die Bude "eigentlich gar nicht so wichtig" sei: "Ich freue mich viel mehr darüber, dass wir das Spiel gewonnen haben."
Solche Sätze hört man oft. Allein, jeder, der "Dodo" kennt, weiß, dass es bei ihm auch genau so ist. Bezeichnend dafür war auch die für einen Mittelstürmer längst nicht selbstverständliche, unermüdliche Defensivarbeit. "Mir macht es Spaß, die Laufwege für das Team zu gehen."
Ganz augenscheinlich sehen das auch all seine Mitspieler so. Denn das, was die Lilien den 16.150 Zuschauern im ausverkauften Merck-Stadion an diesem Montagabend boten, war eine erneute Demonstration an Kampf und Leidenschaft.
"Nein", erläuterte Dirk Schuster, "nicht die individuelle Qualität hat den Ausschlag gegeben, sondern der unbedingte Wille unseres Teams." Es ist bezeichnend, dass sich selbst ein Drittliga-Rekordtorschützenkönig überhaupt nicht wichtig nimmt, sondern voll im Dienste der Mannschaft arbeitet. Und es ist ausschlaggebend für den aktuellen Erfolg. "Der Fleißige wird belohnt", resümiert Stroh-Engel.
In diesem Sinne gab Aytac Sulu unmittelbar nach dem Abpfiff die Marschroute für die kommenden Wochen vor: "Wir arbeiten weiter hart für den Klassenerhalt." Träumen? "Damit fangen wir erst gar nicht an, wir bleiben schön auf dem Boden."
Da trifft es sich auch ganz gut, dass bereits am Samstag das nächste harte Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim ansteht. "Von mir aus könnten wir alle drei Tage spielen", so Stroh-Engel, der von Montag auf Dienstag bei Sturmkollege "Toni" Sailer in Darmstadt übernachtete, da bereits am Dienstagmorgen die Vorbereitung auf das kommende Duell begann. Ob das außergewöhnlich im Profifußball sei? Interessiert Stroh-Engel überhaupt nicht: "Wir sind eben gute Freunde."