FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Na klar, sie mussten kommen, die "Spitzenreiter, Spitzenreiter"-Gesänge. Nach dem Treffer von Aytac Sulu in der 85. Minute zum 4:0 gab es endgültig kein Halten mehr, das Bölle tobte. Doch während die Lilienfans noch lange nach dem Abpfiff die sensationelle Tabellenführung feierten, fokussierte sich das Team bereits wieder voll auf das kommende Duell bei Union Berlin am Samstag.
"Fünf Minuten nach Abpfiff haben wir das Spiel abgehakt", erklärte Dirk Schuster am Donnerstag: "Wir konzentrieren uns volles Rohr auf Berlin!" Freude über die Tabellenführung nach dem vierten Sieg im vierten Spiel im Merck-Stadion am Böllenfalltor? "Natürlich ist das ein schönes Gefühl, aber wir sehen das ganz realistisch und bleiben komplett auf dem Boden. Momentan ist das eine ganz gute Geschichte, jedoch werden auch wieder Tage kommen, an denen andere Teams an uns vorbeirutschen."
Den Worten ihres Trainers schlossen sich die Spieler ausnahmslos an. "Der momentane Tabellenplatz ist nur eine Momentaufnahme", sagte Doppeltorschütze Aytac Sulu: "Wir werden auch mal wieder Spiele verlieren, unser einziges Ziel ist die 40-Punkte-Marke." Der zweitligaerfahrene Romain Brégerie, ebenfalls Torschütze gegen den FSV Frankfurt, merkte an: "In dieser Klasse geht es ganz, ganz schnell in beide Richtungen." Daher, so der Franzose, müsse man "total fokussiert" bleiben. Um auch in Berlin etwas zu holen.
"Den Sieg gegen Frankfurt wollen wir am Samstag vergolden", sagte Torjäger Dominik Stroh-Engel. Das Ziel laute, so Schuster selbstbewusst, "das Spiel zu gewinnen". Selbstverständlich sei aber je nach Spielverlauf auch "ein Punkt absolut in Ordnung".
Der Chefcoach erwartet in der Hauptstadt eine "ganz heiße Kiste: Die Berliner haben mit dem Sieg am vergangenen Wochenende gegen RB Leipzig gezeigt, wozu sie vor allem zu Hause in der Lage sind. Das Team hat Ambitionen auf die obere Tabellenhälfte. Sie wollen uns natürlich da oben runterpflücken, doch wir werden alles dafür tun, um auch dort zu bestehen."
Ob Hanno Behrens und Maurice Exslager dabei helfen können, ist noch unsicher. Behrens ist nach seiner Gehirnerschütterung noch nicht wieder komplett genesen, Exslager laboriert an muskulären Problemen. Ziemlich sicher dabei sein wird hingegen Doppeltorschütze Sulu -für den sich Schuster besonders freute: "Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Spieler nach so vielen Brüchen wieder so schnell auf dem Platz steht. Aytac hat sich für seinen aufopferungsvollen Kampf in den vergangenen Wochen belohnt."