FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Aufgereiht standen sie da. Händchenhaltend. Singend. Lachend. Angestrahlt von den vier Flutlichtmasten, symbolisierte die La-Ola-Welle der Lilien genau das, was den SV 98 in dieser Saison auszeichnet. Ein Team, in dem jeder Spieler einen Teil der Kette bildet und seinen Beitrag leistet. Eine Gemeinschaft, in der alle für den Erfolg arbeiten. Ein verschworener Haufen, der sich in den vergangenen Wochen regelmäßig mit Punkten belohnt. Wie auch am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg.
„Insgesamt war es eine super Mannschaftsleistung, bei uns kämpft jeder für den Erfolg“, erklärte dann auch Tobias Kempe nach Abpfiff der 90 intensiven Minuten gegen fränkischen Gäste, die erstmals in dieser Saison ein Spielfeld als Verlierer verlassen mussten. Ausschlaggebend für den fünften Lilien-Heimsieg in Folge war dabei laut Torsten Lieberknecht neben dem „taktischen Aspekt“, auch „die Energie“, die der Cheftrainer bei seinem Team beobachten konnte. Nun kann Energie bekanntermaßen auf verschiedenste Art und Weise erzeugt werden. Doch fast immer benötigt es funktionierende Abläufe und ineinandergreifende Zahnräder, damit sie am Ende auch sichtbar wird. Auch die Energie der Darmstädter fußt auf verschiedenen Teilaspekten, die das Entfachen der Power erst möglich machen.
1. Konkurrenzkampf
Da wäre zunächst der gesunde Konkurrenzkampf, auf den Kempe in seinen Ausführungen ebenfalls einging: „Natürlich will jeder spielen. Aber von den Jungs, die hintendran stehen, ist keiner beleidigt und niemand macht die Mimose. Das ist entscheidend, damit wir Woche für Woche unser Niveau erreichen können.“
Bereits 27 Spieler setzte Lieberknecht in dieser Saison ein. Nicht, weil er hektisch experimentierend seine Startelf sucht, sondern, weil sich immer wieder Spieler Chancen oder Belohnungen verdienen. Gegen Nürnberg waren es Braydon Manu und Emir Karic, die in die Startelf rutschten und das Vertrauen absolut zurückzahlten. Acht verschiedene Torschützen weist die Darmstädter Mannschaft bereits auf, gleich 12 Akteure bereiteten im bisherigen Saisonverlauf einen Treffer vor. Auch die fünf Torbeteiligungen von Einwechselspielern sind ein starker Wert. Zahlen, die untermauern: Die Lilien funktionieren als Team.
2. Das Publikum
Das Publikum am Böllenfalltor steuert ebenfalls einen Löwenanteil zur „Energie made in Südhessen“ bei. „Die Stimmung war schon beim Einlaufen überragend: Flutlicht, 13.000 Zuschauer, alles hat gepasst“, resümierte Emir Karic, der sich mit dem Gefühl des Sieges kurzerhand selbst zum „aktuell glücklichsten Mensch der Welt ernannte.“
3. Spaß bei der Arbeit
Die Freude am gemeinsamen Erfolg mit den Teamkollegen war dem Österreicher in jedem seiner Worte anzumerken. Spaß bei der Arbeit, Belohnung für gute Leistungen. Auch so etwas setzt Energie frei. „Wir genießen den Moment“, so Karic, der anfügte: „Es fühlt sich einfach geil an.“
Isherwood personifiziert den Teamgedanken
20 Zähler hat der SV 98 nach 12 Spielen auf dem Punktekonto, dazu nur vier Gegentore in den vergangenen sechs Spielen kassiert. „Wir verteidigen nicht immer perfekt, aber schon richtig gut“, fasste Lieberknecht mit Blick auf seine Defensive zusammen, aus der er am Freitagabend einen Spieler noch einmal hervorhob: „Thomas Isherwood ist da heute der Held, weil er sich in der ersten Halbzeit mit allem was er hat reinschmeißt und das Tor verhindert.“
Der schwedische Innenverteidiger personifiziert den Teamgedanken des SV 98. Auch er ist einer der Spieler, die auf ihre Chance gewartet haben. Die sich nie beschwert, sondern immer weitergearbeitet haben. Und die so ihren Beitrag zum Erfolg beitragen. Mal als Konkurrent, der die anderen pusht, oder eben als „Held“, wie an diesem Freitagabend.
Als Team wollen die Lilien nun auch die nächsten Aufgaben angehen. Voller Vorfreude, wie Karic unterstreicht: „Heute Nürnberg, dann Schalke, dann St. Pauli. Da freut man sich auf jede Woche. Jedes Spiel ist ein Highlight.“