FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Leidenschaft. Wille. Kampf. Aber leider ohne das Quäntchen Glück im Elfmeterschießen. Die Lilien fighteten über 120 Minuten an der Grünwalder Straße, egalisierten in der regulären Spielzeit sogar einen zwischenzeitlichen Rückstand und hatten kurz vor Abpfiff sogar die Entscheidung auf dem Kopf. Doch vom Punkt behielten die Gastgeber die Nerven und trafen einmal mehr als der SV 98. Dementsprechend traurig über das Pokalaus trotz großem Kampf und couragierter Leistung zeigten sich die Südhessen später an den Mikrofonen. sv98.de hat alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.
Torsten Lieberknecht:
„Glückwunsch an 1860 zum Weiterkommen. Beide Mannschaften haben den Zuschauern einen packenden Pokalfight geboten. Ich bin massiv stolz auf die Mannschaft, die heute richtig großes Herz gezeigt hat und mit all den Herausforderungen fantastisch umgegangen ist. Trotz der Niederlagen entsteht ein sensationeller Spirit in unserer Mannschaft. Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel abgeliefert und hatten viele Torabschlüsse, waren aber hier und da ein wenig zu hektisch. Wie die Jungs das 0:1 weggesteckt haben, zeigt ihre große Moral. Der Gegentreffer war allerdings Abseits, weil der Spieler klar im Blickfeld des Torhüters steht. Kurz vor Schluss der Verlängerung haben wir dann nochmal ein richtig großes Brett. Wenn du danach im Elfmeterschießen verlierst, tut das natürlich wahnsinnig weh.“
Michael Köllner:
„Es war am Ende ein 50:50-Spiel und ein harter Pokalfight. Mit unserem Torhüter haben wir den Helden des Spiels auf unserer Seite, der einen Elfmeter hält und kurz vor Schluss noch einen Ball aus dem Winkel kratzt. Im Elfmeterschießen war meine Mannschaft ruhig und eiskalt. Wir wollten einen besonderen Moment für unsere Fans schaffen. Heute ist ein spezieller Tag. Wir sind sehr froh über das Weiterkommen. Die erste Halbzeit war sehr wild, dort haben wir ein wenig die Stabilität vermissen lassen. Beiden Teams hatten guten Chancen. In der zweiten Hälfte haben wir dann versucht, das Spiel zu beruhigen. Damit war ich sehr zufrieden. Darmstadt hat trotz seiner dezimierten Personalsituation großes Herz gezeigt.“
Marcel Schuhen:
„Das Ausscheiden tut schon sehr weh. Gefühlt hatte München mehr Spielanteile, aber wir hatten die besseren Chancen. Dann geht 1860 durch ein Tor in Führung, bei dem der Spieler klar im Abseits steht und mir die Sicht nimmt. Er steht vor meiner Nase, deswegen sehe ich den Ball nicht. Dann kommen wir super zurück, sind nach dem Ausgleich sogar am Drücker und hätten das 2:1 machen können. Elfmeterschießen ist dann immer Lotterie und mehr kann man von den Jungs auch nicht erwarten. Alle haben Krämpfe, sind körperlich völlig hinüber, trotzdem haben wir kurz vor Schluss noch eine riesige Möglichkeit, um das Ding für uns zu entscheiden. Ich bin sicher, dass wir viel Energie aus dieser ganzen Situation ziehen werden.“
Luca Pfeiffer:
„Ich hätte mein Tor gerne gegen ein Weiterkommen getauscht. Das Ausscheiden ist bitter und auch wirklich unglücklich. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hatten noch einen Lattentreffer und weitere dicke Möglichkeiten. Die letzten Wochen waren wirklich schwierig, trotzdem hat man heute gesehen, dass wir eine geschlossene Mannschaft sind. Den Charakter sieht man auch daran, dass wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind, diese positiven Dinge müssen wir mitnehmen.“