FAQs zum verlegten Testspiel gegen San Antonio
Der SV 98 beantwortet die wichtigsten Fragen zum verschobenen Testspiel der Lilien beim Kooperationspartner San Antonio FC.
Richard Hasa lief als Aktiver in 140 Spielen für den SV 98 auf. Nun trainiert der 45-Jährige bereits im dritten Jahr die U19 der Lilien. Mit sv98.de sprach der frühere Mittelfeldspieler über das entscheidende Aufstiegs-Relegationsspiel gegen Pirmasens am Samstag (27.6./15 Uhr) im Merck-Stadion am Böllenfalltor.
sv98: Richard, im Hinspiel bewies deine Mannschaft Moral und ging nach dem frühen Rückstand schlussendlich mit 2:1 als Sieger vom Platz. Wie siehst du die Partie mit ein wenig Abstand?
Richard Hasa: Wir haben das Spiel aufgenommen, analysiert und dabei sicherlich auch einige Punkte gesehen, die wir besser machen können. Aber insgesamt war ich mit unserem Auftritt zufrieden. Wir sind nach dem frühen Rückstand ruhig geblieben und haben spätestens nach Wiederanpfiff enorm viel getan, um das Spiel zu drehen. Schon beim Anstoß zur zweiten Hälfte war erkennbar, dass die gesamte Mannschaft heiß darauf war, das Ergebnis zu verändern. Für diese Einstellung sind wir dann mit einem guten Ergebnis belohnt worden, das letztendlich sogar noch deutlicher hätte ausfallen können.
sv98: Du sprichst das gute Resultat an. Wie bewertest du die Ausgangsposition vor dem Rückspiel?
Hasa: In unserer Relegation gibt es keine Auswärtstorregel. Das heißt mit einer 0:1-Niederlage würde das Spiel in die Verlängerung gehen. Sicherlich bedeutet das Hinspiel-Ergebnis für uns eine sehr gute Ausgangslage, aber wir müssen von Anfang an wachsam sein. Pirmasens wird mit voller Motivation zu uns kommen, aber wenn wir den Willen aus dem Hinspiel mitnehmen, dann sehe ich sehr gute Chancen für uns.
sv98: Die beiden Relegationsspiele bilden den Abschluss einer überragenden Saison ohne Niederlage. Was macht die Mannschaft so stark?
Hasa: Zunächst denke ich, dass sich auch die Arbeit aus der Vorsaison jetzt Früchte trägt. Die Spieler, die in der vergangenen Saison den jüngeren Jahrgang bildeten, haben sich durch die Erfahrung der letzten Spielzeit enorm weiterentwickelt. Dazu kamen die Jungs aus unserer starken U17 sowie einige externe Verstärkungen. Das hat dafür gesorgt, dass wir eine enorme Qualität im gesamten Kader hatten. Die Stammspieler wussten immer, auf meiner Position gibt es noch jemanden, der permanent Druck macht und auch spielen will. Genauso wusste ich, dass ich jederzeit alle Spieler ohne Bedenken einsetzen kann. Der beste Beweis ist der Finaleinzug im Hessenpokal, bei dem im Verlauf des Wettbewerbs die Spieler zum Einsatz kamen, die in der Liga weniger Einsatzzeiten hatten.
sv98: Das klingt nach einer willensstarken Truppe.
Hasa: Definitiv. Die Bereitschaft zu arbeiten und zu lernen war und ist bei jedem Einzelnen vorhanden. Die Jungs haben oftmals zusätzlich zum Training Sonderschichten geschoben, um den nächsten Schritt zu gehen.
sv98: Jetzt steht der Saison-Höhepunkt an. Das letzte gemeinsame Spiel in dieser Konstellation, die Chance aufzusteigen und der Spielort Merck-Stadion am Böllenfalltor. Könnte es einen besseren Rahmen geben?
Hasa: Das wird ein Erlebnis, dass man wohl im Leben nicht mehr vergessen wird. Wir haben bei den Profis gesehen, was es bedeutet, aufzusteigen. Auch unsere U15 hat es am Mittwoch vorgemacht. Wir wollen nachziehen und ebenfalls unser großes Ziel erreichen. Die Rahmenbedingungen könnten nicht besser sein: Im Stadion vor hoffentlich vielen Zuschauern. Das wird sicherlich Gänsehaut-Feeling, bei dem jeder Spieler nochmal ein paar Prozent mehr abrufen kann.
sv98: Zum Abschluss: Was würde ein möglicher Aufstieg für die Entwicklung der Spieler und auch für dich persönlich bedeuten?
Hasa: Ein Aufstieg steht für immer in deinem persönlichem "Fußballer-Zeugnis". Davon würde auch der aktuell ältere Jahrgang stark profitieren. Für alle, die sich in der kommenden Saison in der Bundesliga messen dürften, wäre es das Erreichen eines großen Ziels. Jeder Spieler möchte so hoch wie möglich spielen. Die Jungs könnten enorm viel lernen und an Erfahrung mitnehmen. Dasselbe gilt für mich: Ich könnte mir sicherlich einiges bei anderen Trainern abgucken und vergleichen, wie die Nachwuchsleistungszentren der anderen Vereine an bestimme Dinge herangehen. Wir wollen am Samstag alles dafür tun, in diese Situation kommen zu dürfen.
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